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HILDESHEIM. Kürzlich fand in der Volkshochschule die Kick-Off-Veranstaltung für die Umgestaltung der Justus-Jonas-Straße statt. Diese befindet sich im Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ und soll neu gestaltet werden, weil sie städtebauliche und funktionale Mängel aufweist: Die Fahrbahndecke, das Erscheinungsbild und die parkenden Autos am Fahrbahnrand stellen große Herausforderungen bei der Sanierung dar, zudem bestehen massive Nutzungskonflikte. Aufgrund der anliegenden Institutionen, Grundschule Nord, Johannesgrundschule, Hort Nordwind, Landesrechnungshof und Familienzentrum „Maluki“ ist gerade in den frühen Morgenstunden und in der Mittagszeit ein erhebliches Verkehrsaufkommen zu beobachten. Sogenannte „Eltern-Taxis“ verstopfen den Straßenraum und verursachen gefährliche Verkehrssituationen.

Aus diesem Grund ist dem Sanierungsprozess ein Baustein vorgeschaltet: Die konzeptionelle Schulwegplanung für die anliegenden Schulen und mögliche Umgestaltungs- und Umnutzungsperspektiven für den Straßenraum. „Die konzeptionelle Planung wird vor dem eigentlichen Umbau der Straße erfolgen, damit wir die Straße im Anschluss gut und sinnvoll umbauen und ggf. neu strukturieren und ordnen können. Eine einfache Sanierung des Straßenraums würde die Verkehrsprobleme nicht lösen“, so Marco Köster aus dem Fachbereich Stadtplanung der Stadt Hildesheim.

Um die Planung mit dem „Büro für Forschung, Entwicklung und Evaluation (bueffee)“ aus Wuppertal vorantreiben zu können, fand zunächst die Kick-Off-Veranstaltung gemeinsam mit den Anliegern statt. Dabei konnten alle Anlieger und Betroffenen über die Situation sprechen und gaben zahlreiche Problem- und Konfliktbereiche an. Auch die Polizei war vor Ort und berichtete von gefährlichen Situationen, die dort täglich beobachtet werden können.

Im zweiten Schritt geht es in die Analyse, denn: „Elterntaxis sind nur das Symptom, die Ursache des Problems liegt auf dem Schulweg“ erklärt Jens Leven vom Planungsbüro bueffee. Es geht also nicht um eine einfache Prüfung, wie die Straße zukünftig aussehen kann, sondern es müssen drei Bausteine zusammengebracht werden: die Schulwegplanung, die pädagogischen Konzepte in den Schulen, um die Kinder wieder „auf die Füße“ zu bekommen und schließlich das Finden und Einrichten von sogenannten „Hol- und Bringzonen“ für diejenigen, die ihre Kinder weiterhin mit dem Auto zur Schule bringen. Alle drei Bausteine müssen dabei Hand in Hand gehen. „Dabei sind häufig die Kinder gar nicht das Problem“, deutet Jens Leven an und erklärt, dass das Umdenken vor allem in den Köpfen der Eltern stattfinden muss. Dazu sollen die Elternschaft, aber auch die Schulleitungen sowie die Lehrkräfte eng in den Prozess eingebunden werden.

Im nächsten Schritt wird eine umfangreiche Befragung an den Schulen bzgl. der Schulwegsicherheit geben. Ziel ist, herauszufinden, wo die Schwachstellen im Bereich der Schulwege liegen und diese dann zu reduzieren. Gleichzeitig führt das Planungsbüro eine Verkehrsanalyse im Bereich der Justus-Jonas-Straße durch. Dazu gehören Verkehrszählungen insbesondere zur Anzahl der parkenden Autos. Im Frühjahr 2019 soll es dann die nächste Veranstaltung geben, auf der die Ergebnisse des ersten Untersuchungsbausteins präsentiert werden. „Ziel ist, das Konzept im Sommer 2019 vorstellen zu können, um dann Ende 2019 geeignete Maßnahmen einführen zu können. Gleichzeitig wird nach Abschluss der konzeptionellen Planung auch die konkrete Umbauplanung für die Straße beginnen“, erklärt Marco Köster.

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