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HILDESHEIM. Zu einer öffentlichen Gedenkstunde hatte der Verband Hildesheim-Stadt des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge am Volkstrauertag in die Rathaushalle eingeladen. Maßgeblich mitgestaltet wurde die Veranstaltung in diesem Jahr von Schülerinnen und Schülern des Goethegymnasiums mit Wortbeiträgen in der Regie von Angelika Stuhlmann, Bildern von Insassen des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und Musik des Blasorchesters unter der Leitung von Thomas Blecker.

Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer nahm als Verbands-Vorsitzender in seiner Rede Bezug zur Bedeutung des Gedenktages und insbesondere auch für die jüngere Generation: „Die Schülerinnen und Schüler vertreten eine junge Generation, die keinen persönlichen Bezug mehr zu den Kriegen des 20. Jahrhunderts hat. Die Generation unserer Kinder muss somit nicht mit der Last und dem Leiden aufwachsen, die die persönlichen Erinnerungen an die Weltkriege mit sich bringen. Zum Glück. Aber natürlich ist das Gedenken an die Opfer der Katastrophen des 20. Jahrhunderts nach wie vor fest verankert in unserer kollektiven Erinnerung. Und damit das auch in Zukunft so bleibt, ist eine lebendige Erinnerungskultur zwingend erforderlich.“ Dr. Meyer ging auch auf die aktuelle weltpolitische Lage ein: „Wir wissen: An vielen Orten der Welt werden brutalste Kämpfe ausgefochten. Und die Flüchtlingsströme der vergangenen Jahre lassen erahnen, wie viel Leid den Menschen in diesen Gebieten widerfährt. Wir denken heute somit auch an jene, die in den Krisenregionen der Erde um ihre Freiheit oder gar ihr Leben bangen.“ Zur Bedeutung des Volkstrauertages in der heutigen Zeit stellte er fest: „Heute ist er ein Tag, der uns an die Bedeutung und Verletzlichkeit des Friedens erinnert. In einer Zeit, in der selbst bei uns wieder eine deutlich nationalpopulistische Rhetorik zu vernehmen ist, ist dies aktueller, als uns lieb sein kann.“

Im Anschluss an die zentrale Gedenkveranstaltung im Rathaus lud der Oberbürgermeister zur traditionellen Kranzniederlegung am Ehrenmal auf dem Nordfriedhof. Dort hatten bereits in der Woche zuvor Schülerinnen und Schüler der Goetheschule, der Johannesschule und der Elisabeth-von-Rantzau-Schule mit rund 300 Straußniederlegungen das Andenken an die Toten geehrt. Schülerinnen und Schüler des Andreanums hatten im Vorfeld des Volkstrauertags für den Volksbund gesammelt, ebenso wieder Prominente mit Zivilen und Uniformierten von der Freiwilligen Feuerwehr, dem Kreisverbindungskommando, der Marinekameradschaft, den Reservisten und dem Technischen Hilfswerk. Walter Schwoche (Geschäftsführer des Volksbundes Kreisverband Hildesheim-Stadt) bedankt sich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern.

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