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Die Anzahl pflegebedürftiger Menschen in Niedersachsen stieg auch 2017 weiter an

HANNOVER. Zum Jahresende 2017 erhielten nach Angaben des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) 387.293 Personen in Niedersachsen Leistungen nach dem Pflegeversicherungsgesetz (SGB XI). Gegenüber dem Jahr 2015 gab es 69.725 Pflegebedürftige mehr, das entsprach einem Anstieg von 22,0%. Der deutliche Anstieg dürfte insbesondere durch das seit Januar 2017 geltende Begutachtungsverfahren in der Pflegeversicherung bedingt sein. Nach diesem Verfahren ist der Grad der Selbständigkeit eines Menschen Maßstab für die Pflegebedürftigkeit. So werden seit 2017 Personen, die an Demenz erkrankt sind, die gleichen Pflegeleistungen zugesichert wie körperlich Pflegebedürftigen.

Ende 2017 erhielt die größte Gruppe der Pflegebedürftigen Pflegegeld. Dies betraf insgesamt 194.634 Personen, die in der Regel allein durch Angehörige gepflegt wurden. Weitere 96.524 Pflegebedürftige erhielten ergänzend Hilfe durch einen ambulanten Pflegedienst. Insgesamt lag der Anteil der Pflegebedürftigen, die zu Hause betreut wurden, bei 75,2%. In vollstationären Pflegeheimen waren 95.990 Personen untergebracht.

Nahezu die Hälfte aller Pflegebedürftigen (47,1%; 182.511) waren in Pflegegrad 2 und fast ein Drittel (29,6%; 114.448) in Pflegegrad 3 eingestuft. 15,3% (59.413) zählten zum Pflegegrad 4 und 6,7% (25.776) zum Pflegegrad 5. 63,0% (243.991) aller Pflegebedürftigen waren weiblich und 37,0% männlich (143.302).

Im Jahr 2017 arbeiteten insgesamt 40.713 Personen bei ambulanten Pflegeeinrichtungen. 88,8% der dortigen Beschäftigten waren weiblich und 11,2% männlich. In stationären Pflegeeinrichtungen arbeiteten 90.531 Personen, davon waren 84,2% weiblich und 15,8% männlich.

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