10 Jahre Holler Orgelsommer

HOLLE. Der 26. Januar 2007 war für die Holler St.-Martins Gemeinde ein rabenschwarzer Tag. Durch ein Feuer brannte der Kirchenraum vollständig aus, die Flammen zerstörten den Altar und die Orgel. Die Wiederaufbauarbeiten zogen sich bis zum Pfingstfest 2010 hin. Seit der Einweihung der neuen Sauer-Orgel feiert die Gemeinde in jedem Jahr den Holler Orgelsommer. Zum 10-jährigen Jubiläum gibt es in diesem Jahr drei Konzerte mit renommierten Musikern.

Den Anfang machen am Samstag, 4. Mai, Martin Ehlbeck (Orgel) und Volker Pohlmann (Trompete). Ehlbeck studierte Kirchenmusik und Schulmusik in Hannover und Hamburg. Danach war er zunächst Kirchenmusiker an der Kieler St. Nikolai-Kirche, bevor er 1987 als Kirchenkreis-Kantor und Organist an die Herrenhäuser Kirche in Hannover kam. Er hat die Kantorei Herrenhausen zu einem namhaften Chor in Hannover für Oratorienliteratur gemacht.

Volker Pohlmann begann 1990 sein Trompetenstudium in Berlin bei Robert Platt von den Berliner Philharmonikern, ist seit 1995 Solotrompeter des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover. Seine Vorliebe gilt der Piccolotrompete, so führte er das 2. Brandenburgische Konzert zum Beispiel viele Male auf. Das Konzert in der Sankt Martins-Kirche beginnt um 17 Uhr.

Am Samstag, 1. Juni, gastiert der Organist Matthias Eisenberg um 17 Uhr in Holle. Er studierte in Leipzig an der Hochschule „Felix Mendelssohn Bartholdy“ und war Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe. Auf der Grundlage seines umfassenden Repertoires hat er sich eine für Organisten ungewöhnliche Popularität erspielt. Zudem gilt er als Meister der freien Improvisation. Bei zahlreichen Orgelneubauten und -renovierungen wird er als Sachverständiger hinzugezogen.

Mit Stücken von Johann Sebastian Bach, Dietrich Buxtehude und Olivier Messiaen wartet Helmut Langenbruch zum Abschluss des Orgelsommers am Samstag, 6. Juli, um 17 Uhr auf. Seit 1987 ist er Kirchenmusik-Direktor an St. Michael in Hildesheim, wo er von 1992 bis 1999 einen

Lehrauftrag für Chorleitung an der Universität innehatte. Zu seinem derzeitigen Aufgabengebiet gehören die Aus- und Fortbildung nebenberuflicher Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker sowie die kirchenmusikalische Fachaufsicht im Sprengel Hildesheim. An der im Mai 1999 eingeweihten neuen Michaelis-Orgel hat Langenbruch mittlerweile drei CDs eingespielt. Zahlreiche Konzerte führten ihn ins europäische In- und Ausland.

Der Eintritt zu den drei Konzerten ist frei. Im Anschluss lädt der Kirchenvorstand jeweils zu einem Umtrunk ein. „Dabei gibt es Gelegenheit, auch mit den Konzertierenden ins Gespräch zu kommen“, sagt Pastor Peter Michael Wiegandt.

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