Gilde-Streik: Geschäftsleitung führt Krieg gegen die eigenen Beschäftigten

HANNOVER. Seit Monaten kämpfen die Beschäftigten der Hannoverschen Traditionsbrauerei Gilde für einen Tarifvertrag. Die Geschäftsleitung der Gilde-Brauerei greift zu drastischen Maßnahmen und zerschlägt den Betrieb, um Betriebsrat und Tarifbindung zu verhindern. „So eiskalt, wie die Geschäftsführung gegen die eigene Belegschaft vorgeht, wird kein Bier der Welt serviert”, empört sich Lars Leopold, Landesvorsitzender der niedersächsischen LINKEN. Leopold, der auch bereits auf einer Kundgebung der streikenden Brauerei-Beschäftigen sprach, findet deutliche Worte: „Die Zerschlagung des Unternehmens und des Betriebsrats sowie die jetzt erneute Aussperrung von Beschäftigten, die sich an Streikaktionen beteiligt haben, ist ein Skandal erster Güte! Diese Geschäftsleitung führt Krieg gegen die eigenen Beschäftigten. Das hat mit der sozialen Verantwortung, die jeder Arbeitgeber gegenüber seinen Mitarbeiter*innen hat, nicht das Geringste zu tun.”

LINKEN-Co-Vorsitzende, Heidi Reichinnek, ergänzt: „Tarifverträge sichern faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen. Und genau dafür streiken die Beschäftigten bei der Gilde. Doch statt sich mit der berechtigten Tarifforderung ihrer Beschäftigten auseinanderzusetzen, will die Geschäftsleitung mit aller Macht an der Zweiklassengesellschaft unter den Beschäftigten festhalten. Während diejenigen, die schon länger im Betrieb beschäftigt sind, noch Leistungen angelehnt an die damaligen Tarifverträge mit der NGG erhalten, bekommen die neu eingestellten deutlich weniger. Wir reden hier von jährlichen Einkommensunterschieden von bis zu 15.000 Euro brutto bei gleicher Tätigkeit. Dass sich die Kolleg*innen das nicht gefallen lassen, ist absolut nachvollziehbar. DIE LINKE steht solidarisch an der Seite der Beschäftigten und ihrem andauernden Kampf für tarifliche Bezahlung, Mitbestimmung und Beschäftigtenrechte!”

Reichinnek und Leopold fordern die Verantwortlichen der Geschäftsleitung auf, „endlich zu zivilisierten innerbetrieblichen Sitten zurückzukehren. Unternehmenszerschlagung und Aussperrungen gehören nicht dazu. Es ist Zeit, sich endlich an den Verhandlungstisch zu begeben und die tariflichen Regelungen ernsthaft mit der zuständigen Gewerkschaft NGG zu verhandeln!”

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