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Diakonische Altenhilfe der Region Hildesheim lässt Insolvenzverfahren hinter sich

HILDESHEIM. Die Diakonische Altenhilfe der Region Hildesheim gGmbH lässt nur sieben Wochen nach Eröffnung das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung hinter sich. Das Amtsgericht Hildesheim wird das Verfahren in Kürze aufheben, nachdem heute die Gläubiger einem vom Unternehmen vorgelegten Insolvenzplan zugestimmt haben. Das Haus Am Steinberg und 330 Arbeitsplätze des Diakonieverbundes Leine-Innerste sind gerettet. „Das ist eine gute Nachricht für die Diakonie Leine-Innerste und die Mitarbeitenden unseres Unternehmens“, freut sich Geschäftsführer Rüdiger Krafft über die gelungene Sanierung der durch die Insolvenz unmittelbar betroffenen Pflegeeinrichtung in Ochtersum.

Krafft hatte das Verfahren in Eigenverwaltung selbst durchgeführt und sich dabei Unterstützung durch den Berliner Rechtsanwalt Olaf Schubert und den Sanierungsexperten Dr. Christian Matiebel gesichert. Rechtsanwalt Torsten Gutmann von PLUTA Rechtsanwälte, der das Verfahren beaufsichtigte, wurde durch das Amtsgericht Hildesheim zum Sachwalter bestellt.

Der Geschäftsbetrieb lief während der gesamten Sanierungsphase trotz der Insolvenz und der Corona-Einschränkungen weiter. „Bewohner und Mitarbeitende haben sich zu unserer Einrichtung bekannt und die Fortführung ermöglicht. Ich freue mich, dass die Diakonische Altenhilfe der Region Hildesheim weiter am Markt agieren kann“, so Krafft.

Nachdem im Insolvenzverfahren erste leistungswirtschaftliche Maßnahmen gegriffen haben, konnte in nur wenigen Wochen die finanzwirtschaftliche Reorganisation umgesetzt werden. „Die Gläubiger haben den mit dem Unternehmen erarbeiteten Insolvenzplan im Erörterungs- und Abstimmungstermin einstimmig angenommen“, berichtet Dr. Christian Matiebel.

Sachwalter Torsten Gutmann ergänzt: „Auch ich bin erleichtert, dass es gelungen ist, eine Vielzahl von Arbeitsplätzen zu erhalten und eine diakonische Hildesheimer Einrichtung fortzuführen.“ Durch den nun vorgesehenen Trägerwechsel zum 1. September 2020 eröffnet sich eine nachhaltige Zukunftsperspektive für die Diakonische Altenhilfe in der Region. Eine drohende Zerschlagung oder Stilllegung der Leine-Innerste Betriebe und damit der Verlust der Arbeitsplätze wird vermieden.

Karsten Baufeld, Geschäftsführer der Diakonie Himmelsthür: „Die Probleme, die zur Insolvenz geführt haben, können nur durch eine Neustrukturierung gelöst werden.“ Ein tragfähiges Konzept für alle Einrichtungen, das unter anderem die Zusammenführung des Hauses Am Steinberg mit dem Michaelisheim vorsieht, soll von den Beteiligten zügig umgesetzt werden. „Unser Ziel ist es, allen Mitarbeitenden im Rahmen der Umstrukturierungen eine neue Zukunft zu geben“, so Baufeld.

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