Einmal Luft am echten Filmset schnuppern

HILDESHEIM. Auch Hildesheims Oberbürgermeister Ingo Meyer kam am Film-Set in der Dingworthstraße vorbei – für einen kurzen Auftritt im Werbefilm mit dem Arbeitstitel „Gaststätte“.

Den Clip zur Bewerbung der Region Hildesheim als Europäische Kulturhauptstadt 2025 haben die Masterstudierenden in Advertising Design Natalie Krzyz und Jakob Willenbrock von der HAWK-Fakultät Gestaltung zusammen mit Verwaltungsprofessor Matthias Rebmann konzipiert. Umgesetzt werden Idee und Konzept von der Produktionsfirma FoxDevil Films aus Berlin, finanziert und initiiert vom „Freundeskreis Kulturhauptstadt 2025 – Stadt und Region Hildesheim e.V.“. Der Film soll Teil der Bewerbung im Rennen um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025 sein, das Ende Oktober in die nächste und finale Runde geht. Der fertige Werbefilm soll in regionalen Kinos und im Web veröffentlicht werden. Gedreht wurde jetzt bis spät in den Abend. Film-Location ist die Gaststätte „Stelu’s Café und Bar“ im Hildesheimer Stadtteil Moritzberg.

Die Dreharbeiten unterstützten viele Hildesheimer/innen, die stellvertretend für ihren Verein, ihr Hobby oder auch ihr Amt in kleinen Nebenrollen auftreten. Viele HAWK-Studierende arbeiteten mit dem 16köpfige Film-Team zusammen, indem sie Komparserie, Catering und Abläufe betreuten und Equipment mit auf- und abbauten. Gleichzeitig konnten sie so auch einmal Luft an einem echten, professionellen Film-Set schnuppern.

Genau das finden auch Natalie Krzyz und Jakob Willenbrock interessant: „Das Beeindruckendste an diesem ganzen Set ist, dass wirklich viele Menschen hier sind und jeder genau weiß, was er zu tun hat“, sagt Willenbrock. „Für Natalie und mich ist dieser Film auch so eine Art Generalprobe, bevor wir im Beruf einmal Verantwortung tragen. Und für uns ist es auch sehr spannend, mal so eine Produktion vom ersten Konzept bis zum finalen Film mitzuerleben.“ Dem pflichtet Natalie Krzyz bei: „Das ist eine sehr reichhaltige Erfahrung für mein Studium. Man ist eben selten vor allem an so einem großen Film-Set. Insgesamt ist das ein Superding – und nicht nur für das eigene Portfolio.“

Die Grundidee des Films, die sich die beiden zusammen mit Rebmann innerhalb von zwei Monaten nach sehr vielen unterschiedlichen und wieder verworfenen Entwürfen überlegt haben: Gezeigt wird eine Sequenz in einer typischen Kneipe in Hildesheim. Ein Business-Reisender, in Hildesheim verirrt, landet in dem Lokal und bestellt sich einen extravaganten Cocktail. Im anschließenden Dialog verwandelt sich das Lokal in eine kleine Präsentations-Show, in der viele positive und auch unerwartete Aspekte Hildesheims gezeigt werden. Gespielt werden die Hauptrollen, die Wirtin und der Gast, von professionellen Schauspieler/innen: Viola Heeß mimt die Wirtin, Ingo Abel den Reisenden.

Die Kameraarbeit für den rund einminütigen Werbefilm wird von Casey Campbell umgesetzt, für den Ton ist Stefan Bück verantwortlich. Insgesamt hat der Streifen 44 Szenen und Einstellungen.

„Wir wollen in diesem Werbefilm – mit einem ironischen Unterton – den Stolz der lokalen Bevölkerung wecken, dass man sagen kann: Das ist sehr gut getroffen, genau so sehe ich auch Hildesheim“, sagt Matthias Rebmann. „Der Reiz für die Studierenden liegt darin, dass sie so Praxiserfahrungen sammeln“, so Rebmann weiter. „Denn selbst, wenn sie nach dem Studium in größeren Agenturen arbeiten, werden sie wahrscheinlich so einen Dreh wie den hier die ersten Jahre gar nicht mitmachen dürfen.“

Initiiert und finanziert wurde der Werbefilm vom Freundeskreis: „In den sozialen Medien ist gerade ein Film ein ideales Mittel, um die Vorurteile über die Stadt, die wir ins Auge gefasst haben, ironisch so zu brechen, dass es den Stolz, den Hildesheim entwickeln kann und darf, in den Vordergrund stellt“, sagt Prof. Dr. Henrik Oehlmann, Dekan der Fakultät Gestaltung an der HAWK und Mitglied im Freundeskreis.

Werbefilmregisseur Bastian Kuhn betont, dass die Zusammenarbeit mit Matthias Rebmann, den Studierenden und der Hochschule reibungslos klappt: „Wir haben fleißige Unterstützung durch die Studierenden bekommen.“ Und auch von dem ehrenamtlichen Laien-Schauspieler/innen ist Kuhn sehr angetan: „Wir haben hier eine sehr gute Mischung gefunden.“ Ansonsten ist es für Kuhn ein ganz normaler Film-Dreh, bei dem die qualitativ hohen Standards von professionellen Werbefilmen gelten.

Beim Ziel sind sich Studierende und Verwaltungsprofessor Rebmann einig: „Das Schönste wäre natürlich, wenn Hildesheim Kulturhauptstadt 2025 wird, dann hätten wir das Gefühl, dass sich unser Beitrag dafür gelohnt hat.“

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