Notfallmanagementsystem IVENA nimmt Testbetrieb auf

Stadt und Landkreis HILDESHEIM. Der Rettungsdienst von Stadt und Landkreis Hildesheim sowie die Krankenhäuser AMEOS Klinikum Alfeld, Helios Klinikum Hildesheim, Johanniter Krankenhaus Gronau und St. Bernward Krankenhaus Hildesheim nutzen künftig das digitale Notfallmanagementsystem IVENA. Gesundheitsministerin Carola Reimann hatte im Juli die entsprechenden Förderbescheide über insgesamt rund 70.000 Euro an Hildesheims Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer und Landrat Olaf Levonen übergeben. Heute wurde nun in der Integrierten Regionalleitstelle in der Feuerwache der Stadt Hildesheim und in den beteiligten Krankenhäusern der Testbetrieb des Notfallmanagementsystems aufgenommen. Der Testbetrieb wird voraussichtlich bis zum 1. November andauern. In dieser Zeit soll allen Beteiligten die Möglichkeit geben werden, sich mit dem System vertraut zu machen. Parallel wird auf mögliche Fehler oder Prozessprobleme geachtet, um sie für den Realbetrieb auszuschließen.

„Im Notfall kann jede Sekunde über Leben und Tod entscheiden. Es ist daher überaus wichtig, schnell in das richtige Krankenhaus zu gelangen. Die Kapazitäten der vier Krankenhäuser in Hildesheim, Gronau und Alfeld sind nun dank IVENA in Echtzeit auf Knopfdruck ersichtlich“, erklärt Patrik Grieger (Stadt Hildesheim, Integrierte Regionalleitstelle). Sebastian Degener (Stadt Hildesheim, Rettungsdienst) ergänzt: „Das ist nicht nur für die Patientinnen und Patienten von Vorteil, sondern erleichtert auch die Arbeit der Disponentinnen und Disponenten in der Leitstelle.“

Stadt und Landkreis Hildesheim hatten sich gemeinsam um eine Förderung der Anschaffung des Notfallmanagementsystems beim Land Niedersachsen beworben. Dank des positiven Bescheids bringt IVENA nun dem ganzen Landkreis Vorteile. „Gerade zu Zeiten der Corona-Pandemie ist IVENA ein wichtiger Baustein unseres Gesundheitssystems. Die tägliche Meldung der freien Kapazitäten ist zum Beispiel auch für unser Gesundheitsamt ein wesentlicher Bestandteil bei der Beurteilung der Lage vor Ort“, so Klaus Schäfer (Landkreis Hildesheim, Amt für Bevölkerungsschutz).

Bereits 2019 wurde in Hildesheim im gemeinsamen Rettungsdienstbereich die mobile Datenerfassung auf Rettungswagen und Notarzt-Einsatzfahrzeugen eingeführt. Jetzt wird diese Technik mit IVENA sinnvoll ergänzt. In Niedersachsen sind mit Hildesheim – Stand Juli 2020 – 21 und somit rund zwei Drittel der kommunalen Rettungsleitstellen sowie 97 der 172 Krankenhäuser an IVENA angeschlossen. Ziel des Landes Niedersachsen ist es, das System in ganz Niedersachsen flächendeckend einzusetzen. Unter www.ivena-niedersachsen.de sind die Versorgungskapazitäten auch der Hildesheimer Krankenhäuser einsehbar.

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Foto: Stadt Hildesheim

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