Datenauswertungen auf umfassenderer Datenbasis: Gemeinsamer Jahresbericht 2020 der niedersächsischen Landeskrebsregister ist erschienen

Datenauswertungen auf umfassenderer Datenbasis: Gemeinsamer Jahresbericht 2020 der niedersächsischen Landeskrebsregister ist erschienen

14. Januar 2021 Aus Von Hildesheimer Presse

NIEDERSACHSEN. Das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen (EKN) und das Klinische Krebsregister Niedersachsen (KKN) veröffentlichen ihren Jahresbericht ‚Krebs in Niedersachsen‘ erstmalig gemeinsam mit der neu gegründeten Klinischen Landesauswertungsstelle Niedersachsen (KLast). In die Auswertungen sind Daten eingeflossen, die von den beiden Landeskrebsregistern erhoben wurden.

Das EKN, welches seit 20 Jahren bevölkerungsbezogene Krebsdaten in Niedersachsen auswertet, veröffentlicht in diesem Jahresbericht Daten zum Krebsgeschehen für die Diagnosejahre 2017-2018. Jährlich sind 49.236 Krebserkrankungen in Niedersachsen neu diagnostiziert worden, 26.036 bei Männern und 23.200 bei Frauen. Für das Jahr 2020 erwartet das EKN eine Zunahme auf rund 52.200 Krebsneuerkrankungen in Niedersachsen, vor allem aufgrund der zunehmenden Alterung der Gesellschaft. Auch Sonderauswertungen zu kleinräumigen Krebshäufungen und durchgeführte Projekte, z.B. zur Evaluation des Mammographie-Screening-Programms, werden im Jahresbericht dargestellt.

Das KKN, welches im Juli 2018 den Echtbetrieb aufgenommen hat, hat begonnen, die Daten zur Meldungsqualität und klinischen Versorgung auszuwerten und somit die onkologische Versorgung von Patientinnen und Patienten in Niedersachsen abzubilden. Im Rahmen von regionalen Qualitätskonferenzen zum Prostatakrebs wurden mit den meldenden Ärztinnen und Ärzten erste Ergebnisse und künftige Herausforderungen, die die Protagonisten gemeinsam angehen wollen, diskutiert.

Erstmals stellt auch die Klinische Landesauswertungsstelle (KLast), die im Februar 2020 vom Land Niedersachsen neu eingerichtet wurde, eigene Auswertungen vor. Die KLast unterstützt das KKN bei der Auswertung der klinischen Krebsregisterdaten auf Landesebene und stellt anonymisierte Daten für die bundesweite Qualitätssicherung und die Forschung zur Verfügung.

Gesundheitsministerin Carola Reimann berichtet: „Mit der Einrichtung der KLast wurde der letzte Baustein der im Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz (KFRG) beschlossenen Strukturen zum Aufbau der klinischen Krebsregistrierung in Niedersachsen umgesetzt.“ Zur Zielsetzung erläutert die Ministerin: „Die Daten der Landeskrebsregister werden dazu beitragen, dass die Qualität der onkologischen Versorgung in Niedersachsen weiter optimiert werden kann. Dies kommt allen Krebspatientinnen und Krebspatienten zugute.“

Der Jahresbericht 2020 ‚Krebs in Niedersachsen‘ kann entweder als Druckfassung kostenfrei beim EKN und KKN bestellt werden oder ist online abrufbar unter:

www.krebsregister-niedersachsen.de und www.kk-n.de.

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