BARMER-Branchenauswertung Niedersachsen: Corona grassiert vor allem in Sozialberufen

BARMER-Branchenauswertung Niedersachsen: Corona grassiert vor allem in Sozialberufen

23. Februar 2021 Aus Von Hildesheimer Presse

NIEDERSACHSEN. Beschäftigte in Sozialberufen sind in Niedersachsen am stärksten vom Coronavirus betroffen. Dies geht aus einem aktuellen Branchenvergleich der BARMER hervor. So waren im vierten Quartal vergangenen Jahres von 1.000 BARMER-versicherten Erwerbstätigen in der Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege etwa 7,6 wegen einer Covid-19-Infektion krankgeschrieben. Dahinter folgen Beschäftigte in Arzt- und Praxishilfe mit 5,4 je 1.000 Betroffenen. In den Bereichen der Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungsdienst und Geburtshilfe weist die Statistik einen Wert von 5,3 aus. „Corona grassiert vor allem in Bereichen, bei denen es zu direkten Interaktionen zwischen Menschen kommt und Homeoffice nicht möglich ist. Es ist daher dringend erforderlich, dass sich gerade diese Beschäftigten konsequent impfen lassen, sobald sie an der Reihe sind und der Impfstoff verfügbar ist“, sagt Heike Sander, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Niedersachsen und Bremen.

Busfahrer und Lokführer fallen am längsten Covid-19-bedingt aus

Deutlich geringer seien die Covid-19-Fallzahlen dagegen in den Branchen, in denen der direkte Kontakt mit anderen Personen nicht immer zwingend erforderlich sei. Hier reichten die Zahlen der wegen Covid-19 krankgeschriebenen BARMER-Versicherten von jeweils 4,0 je 1.000 Betroffenen in den Branchen Metallverarbeitung und Verwaltung bis hin zu 2,5 je 1.000 Krankgeschriebenen aus dem Bereich Werbung und Marketing. „Die Covid-19-Fälle sind in den Berufsbranchen geringer, in denen sich die Abstands- und Hygieneregeln tendenziell leichter einhalten lassen oder verstärkt Homeoffice möglich ist. Diese Maßnahmen sollten auch weiterhin bestmöglich umgesetzt werden“, so Sander. Massive Unterschiede zwischen den einzelnen Berufsbranchen gebe es aber nicht nur bei der Zahl der BARMER-versicherten am Coronavirus Erkrankten, sondern auch bei der Dauer der Krankschreibungen. So seien im vierten Quartal des vergangenen Jahres an Covid-19 erkrankte Fahrzeugführer im Schnitt 15,6 Tage arbeitsunfähig gewesen. Bei Beschäftigten in Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungsdienst und Geburtshilfe seien es 13,4 Tage gewesen und in der Altenpflege 11,9 Tage. Die geringsten Fehlzeiten hätten Covid-19-erkrankte Beschäftigte in der Elekrotechnik mit 6,9 Tagen. „Die Beschäftigten sind tendenziell in den Branchen länger wegen Covid-19 krankgeschrieben, in denen Homeoffice kaum oder gar nicht möglich ist“, sagt Sander. Bemerkenswert gering sei die durchschnittliche Krankheitsdauer in Arztpraxen, aber auch in den Pflegeberufen. Eine mögliche Ursache könne darin liegen, dass sie im Kampf gegen das Coronavirus an vorderster Front stünden und die verbliebenen Kolleginnen und Kollegen schnellstmöglich wieder unterstützen wollten.

Diese Meldung ist auch unter www.barmer.de/p016514 zu finden.

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