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Auf der Suche nach neuen Herausforderungen – Pastor Detlef Albrecht verlässt die St.-Andreas-Kirchengemeinde

HILDESHEIM. Zehn Jahre lang war die St.-Andreas-Gemeinde seine berufliche Heimat, jetzt zieht es Pastor Detlef Albrecht zu neuen Herausforderungen. Andere Erfahrungen machen, das war auch 2011 sein Antrieb, von Schellerten nach Hildesheim zu wechseln. Pastor Albrecht wollte eine städtische Gemeinde kennenlernen, und dazu eignete sich die Innenstadtgemeinde St. Andreas mit ihren damals rund 5000 Gemeindemitgliedern besonders gut.

Hier in der Andreaskirche hat Pastor Detlef Albrecht in den vergangenen zehn Jahren gepredigt. Jetzt sucht er neue Herausforderungen.

Die Vorteile, vielfältigen Anregungen und Möglichkeiten hat er genutzt, aber auch die Herausforderungen erfahren. Im Mai steht nun erneut eine Veränderung an. Pastor Albrecht wird zuerst eine dreimonatige Studienzeit einschieben, ehe er im August als Springer zum Nachbarkirchenkreis Peine wechselt, um dort Gemeinden in Zeiten von Vakanzen zu unterstützen. Der 54-Jährige und seine Familie werden aber weiterhin in Hildesheim wohnen.

Mit dem neuen Amt möchte Pastor Albrecht wieder mehr zu den eigentlichen Kernaufgaben eines Pastors zurückkehren, näher bei den Menschen sein. In der Andreasgemeinde hätten Verwaltung und Organisation einen großen Teil der Zeit in Anspruch genommen, sagt Albrecht. Schließlich ist die Andreaskirche auch Veranstaltungsort, Raum für Konzerte oder Kunstausstellungen. „Das ist auch gar nicht verkehrt. Wir haben künstlerisch hochwertige Ausstellungen hier gehabt. Kulturelle Veranstaltungen sind wertvoll und bringen der Kirche Aufmerksamkeit“, sagt der Pastor. Doch nun möchte er die Schwerpunkte anders setzen.

Einige Highlights hat es in den zehn Jahren gegeben, die besonders in Erinnerung bleiben werden: Das mehrtägige Jubiläumsfest zum 50. Jahrestag des Wiederaufbaus der St.-Andreas-Kirche 2015 oder die Feier zum elfjährigen Bestehen der St.-Andreas-Stiftung 2018 gehören dazu. Dank seiner Nähe zu neuen Medien – Pastor Albrecht hat sechs Jahre lang als Webdesigner gearbeitet – betreute er die Facebook- und Instagramseiten der Gemeinde, pflegte die Homepage und führte einen von ihm gestalteten Newsletter ein. 2017 nahm er eine Hörbibel mit den Lieblingsstellen von zahlreichen sehr unterschiedlichen Lesenden auf und füllte damit vier CDs.

Mit dem ersten Lockdown waren diese Kenntnisse von besonderem Nutzen, so bringt die Gemeinde seitdem einen Podcast heraus, macht weitere digitale Angebote. Andere spannende Formate fand Pastor Albrecht in der Gemeinde schon vor und setzte sie mit dem bestehenden Team fort – hier sticht die Traumkirche zur Nacht besonders hervor, die durch Termin und Gestaltung andere Menschen anspricht als sonst zu den Gottesdiensten kommen.

Während der vergangenen zehn Jahre ist auch die Zusammenarbeit mit den Innenstadtgemeinden St. Michael und St. Lamberti gewachsen. Der Konfirmandenunterricht und die Arbeit mit den Jugendmitarbeitern (KUMAs) finden gemeinsam statt, und auch den Gemeindebrief bringt die „ALM“ zusammen heraus.

Zwischen das bisherige und künftige Amt legt Pastor Albrecht durch seine Studienzeit eine Zäsur. Während dieser Zeit wird er einige Wochen auf der nordfriesischen Hallig Langeneß verbringen, Fotos machen und mit Menschen über ihr Leben mit dem Meer sprechen. In Absprache mit dem Haus Kirchlicher Dienste setzt er ein Projekt über die Lebenswelt der Menschen dort um. Fotos und Interviews sollen Einblicke in das Halligleben zu Corona-Zeiten geben und werden in einem Abschlussbericht und einem Fotobuch festgehalten.

Wiebke Barth
Foto: Wiebke Barth





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