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HILDESHEIM. Die Stadt Hildesheim hat sich erfolgreich um Fördergelder des Bundes im Programm „Modellprojekte Smart Cities“ beworben und erhält daraus insgesamt 15,75 Mio. Euro, die in das 17,5 Mio. Euro schwere Großprojekt fließen! Das hat das Bundesministerium des Innern, Bau und Heimat gestern bekanntgegeben. „Das ist für Hildesheim eine sehr erfreuliche Nachricht und ein wirklich großer Erfolg, gerade wenn man bedenkt, dass von 94 Bewerbungen nur 28 durch eine Fachjury ausgewählt wurden! Inhaltlich soll unsere Bewerbung sogar unter den Top 10 gelandet sein“, so Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, dessen Mitarbeiter Fabian Wächter aus der vor einigen Jahren ins Leben gerufenen Stabsstelle Digitalisierung den Förderantrag federführend bearbeitet hat.

Der Oberbürgermeister dankte im Rahmen eines Empfangs im Rathaus, allen, die

an der erfolgreichen Bewerbung mitgewirkt haben. Mit einem hochgradig agilen Ansatz wurde der Antrag durch das extra ins Leben gerufene Smart City Board in zahlreichen Meetings mit großem ehrenamtlichen Engagement erarbeitet. Beteiligt waren Projektleiter Fabian Wächter, Florian Gefrörer (Stadt Hildesheim, Fachbereichsleiter Informationstechnik), Professor Dr. Klaus Schmid (Stiftung Universität Hildesheim, Institut für Informatik AG Software Systems Engineering), Professor Dr. Ralf Knackstedt (Stiftung Universität Hildesheim, Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik Informationssysteme und Unternehmensmodellierung), Frank Wuttke, Alexander Schmidt (beide COMPRA GmbH) und Günter Halex (Digitalcity GmbH). „Unterstützt wurde der Antrag zudem von mehreren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Ein Dank geht zudem an Dr. Volker Schmidt von NiedersachsenMetall und Bernd Westphal (MdB), die sich beide auf überregionaler Ebene für die Bewerbung und den Standort Hildesheim eingesetzt haben. Auch hat die Fachjury sicherlich die im Antrag dargelegte breite Unterstützung vieler regionaler Institutionen beeindrucken können“, so Dr. Meyer. „Hildesheim hat einen großen Schritt nach vorne ins digitale Zeitalter gemacht und hat nun eine hervorragende Basis geschaffen – lassen Sie uns diesen Weg weiter gemeinsam bestreiten!“

Ziel des Modellprojektes ist es, die Stadtgesellschaft für kommende Krisen widerstandsfähiger zu gestalten und zwar durch die sinnhafte Verzahnung von analogen und digitalen Elementen. Der Titel lautet entsprechend „HI 2030: Das resiliente Hildesheim der Zukunft“, das Motto „Ein analog – digitales Ökosystem für die resiliente Stadt“. Wie dies genau geschehen kann und wird, soll in einem einjährigen Strategieprozess evaluiert werden. „Unabhängig von den Lösungen der Strategie haben wir aber schon aufeinander aufbauende Projekte evaluiert die strategieunabhängig zum Erlangen der Widerstandsfähigkeit notwendig sind“, Gebäude, sondern eine digitale Plattform) sollen Open Source getriebene Software-Lösungen zur Verfügung gestellt werden, die resilienzsteigernd wirken. Ähnlich den Bibliotheken von Streamingdiensten soll es Themencluster geben, in denen Softwarelösungen für die Steigerung der Resilienz (Widerstandsfähigkeit) angeboten werden sollen.

Gleichzeitig soll die Digitalisierungsfabrik aber auch Anlaufstelle für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sein, die an der Erarbeitung solcher Lösungen mitwirken wollen. „Hierbei ist hervorzuheben, dass bei der Erarbeitung kein spezifisches IT-Wissen oder gar Programmiersprachen benötigt werden, vielmehr wird hier ein neuer Programmieransatz, das sog. ‚Low-Coding‘, verfolgt. Diese sehr leicht zu erlernende Art der Programmierung ermöglicht großen Teilen der Gesellschaft die Partizipation“, so Wächter. Um die in der Digitalisierungsfabrik entwickelten Lösungen und weitere auf ihren jeweiligen Nutzen untersuchen zu können, ist es wichtig diese in der Praxis zu

testen. Hierzu werden „resillient hybride Lebenswelten“ definiert, die als Reallabor dienen. Beispiele können ein Industriegebiet, die Fußgängerzone, Schulen, Einkaufspassagen etc. sein. Nur wenn sich die getesteten Lösungen in den Reallaboren bewähren, werden diese in die Bibliothek der Digitalisierungsfabrik aufgenommen und anschließend stadtweit angewandt. Als eines der ersten Reallabore wurde das Roemer- und Pelizaeus-Museum ausgewählt.

Um zu überprüfen, ob die Lösungen tatsächlich die gewünschten Mehrwerte bringen, werden in der o.g. Strategie Kennzahlen entwickelt werden, anhand derer die Widerstandsfähigkeit einzelner Lösungen messbar gemacht werden soll. Diese Kennzahlen sollen in einer der Öffentlichkeit zugänglichen Übersicht, dem „Offenen Integrationsportal Hildesheim“ dargestellt werden. Zusätzlich zur öffentlichen Übersicht von Kennzahlen wird im Zuge der Einführung des Portals unter anderem auch ein Ausbau des bereits existierenden freien Stadt-WLAN
Netzwerkes vorgenommen.

„Das Förderprogramm bildet den Auftakt für eine Reihe weiterer Maßnahmen und Netzwerkaktivitäten zur Transformation zur ‚Smart City Hildesheim‘, gemäß unserem Leitgedanken ‚Hildesheim Digital 2030‘. Aus diesem Grund wird sich das Smart City Board von einem personell hin zu einem institutionell besetzten Gremium wandeln. So werden beispielsweise die Wirtschaftsförderungsgesellschaft HI-REG, die EVI Energieversorgung Hildesheim und auch das Beteiligungsmanagement der Stadt dauerhaftes Mitglied im Smart City Board werden“, kündigt der Oberbürgermeister an. Weitere regionale Institutionen sollen und werden folgen.

Erfolgsfaktor, dass die Bevölkerung in den gesamten Prozess mit einbezogen wird und an selbigem auch partizipieren kann. Die Verwaltung wird hierfür eine Teilhabemöglichkeit gemäß „Hildesheim Digital 2030“ schaffen. Vor diesem Hintergrund erfolgten bereits vier Online Workshops, die gemeinsam mit dem Verein Unternehmer Hildesheim ausgerichtet worden sind und zum Ziel hatten, aus unterschiedlichsten Gesellschaftsbereichen Ansätze und Lösungen für Problemstellungen auf digitalem Wege zu finden. Zukünftig werden diese Workshops offensiv beworben und ab 2022 in regelmäßigen Abständen stattfinden.

Weitere Informationen zur Auswahl der Modellprojekte finden sich unter https://www.smart-city-dialog.de/aktuelles/28-modellprojekte-smart-cities-fuer-die dritte-staffel-ausgewaehlt.

PR
Fotos: Stadt Hildesheim

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