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HILDESHEIM. Unter dem von ihr stammenden Motto „Die Verhältnisse treiben, statt sich treiben zu lassen“ wurde am 2. September der „Wiedereinzug“ von Elise Bartels (1880 bis 1925) in das Hildesheimer Rathaus gefeiert. Eingebettet in ein Rahmenprogramm mit Beiträgen des Oberbürgermeisters Dr. Ingo Meyer und der Expertin Dr. Rotraut Hammer-Sohns wurde eine Gedenktafel zu Ehren der Politikerin auf der Empore des Rathauses eingeweiht. „Elise Bartels war eine warmherzige Frau, die durch hohe fachliche Kompetenz und großes politisches Engagement zu einer besonderen Persönlichkeit Hildesheims wurde und für Hildesheim als Mitglied im Reichstag und als sozialdemokratische Politikerin viel bewegt hat“, so Karin Jahns, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Hildesheim.

Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer betonte in seiner Ansprache die Wichtigkeit der Gleichstellung und Partizipation von Frauen und schilderte zusammenfassend das Wirken Elise Bartels, das bis in die Gegenwart Einfluss auf die Stadt Hildesheim habe. In diesem Zuge hieß er Bartels Enkelin Marianne Bargmann willkommen, die eigens für diese Veranstaltung aus Zeven angereist war. Auch der Hildesheimer Bundestagsabgeordnete Bernd Westphal betonte in seiner Rede die Bedeutung frauenpolitischer Arbeit und würdigte das besondere politische Engagement von Elise Bartels, sich für die Partizipation von Frauen über Hildesheims Grenzen hinaus einzusetzen. Rotraut Hammer-Sohns erläuterte anhand der Bilder des Künstlers Micha Kloth die verschiedenen Facetten der Persönlichkeit Elise Bartels. Matthias Bludau (Vorsitzender AWO-Kreisverband Hildesheim – Alfeld (Leine) überreichte dem Oberbürgermeister signierte Lithographien.

Elise Bartels trat 1908 der SPD und 1915 den freien Gewerkschaften bei. Sie war aktiv in der Jugendbewegung und während des Ersten Weltkrieges in der Fürsorge tätig. Im Jahr 1920 war sie Mitbegründerin und erste Vorsitzende (bis 1922) der Arbeiterwohlfahrt in Hildesheim. Zwischen 1919 und 1925 war sie Stadtverordnete in Hildesheim. Von 1922 bis 1925 gehörte Bartels dem zentralen Parteiausschuss der SPD an. Von August 1922 bis zu ihrem Tod an einer Embolie war sie Mitglied des Deutschen Reichstages.

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Fotos: Stadt Hildesheim

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