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Ehrung der Handwerksmeister

HILDESHEIM. Eine Meisterfeier wird für die zwei Jahrgänge nicht mehr nachgeholt, daher richtete sich Handwerkskammerpräsident Delfino Roman in einer am 6. November 2021 veröffentlichten Videobotschaft an die 537 Meisterinnen und Meister. „Sehr gern hätte ich Ihnen am 6. November persönlich Ihre Meisterbriefe überreicht. Aber zwei Jahrgänge mit über 530 Meisterinnen und Meistern und um die 2.400 Begleitpersonen: das geht einfach nicht. Wir können Ihnen nicht nur aufgrund von Corona, sondern auch aus logistischen und personellen Gründen keine Feier organisieren, die Ihren und unseren Erwartungen gerecht wird und den Namen Meisterfeier verdient.“, so Roman.

Für die Meisterinnen und Meister hat sich die Handwerkskammer eine würdige Alternative einfallen lassen. In dieser Woche wurden knapp 540 Überraschungspakete in das ganze Bundesgebiet verschickt. Die Meisterbriefe wurden zuvor ebenfalls auf dem Postweg zugesandt. Auch für die Ehrung aus der Ferne wurde in der Geschenkbox das Thema „Handwerk goes Hollywood“ aufgegriffen. Der Inhalt: Eine hochwertige Glas-Trophäe in Sternform und eine Anstecknadel mit der Aufschrift „Deutscher Handwerksmeister“. Zuvor hatten zahlreiche Absolventen ein Foto zugeschickt, das, wie in einem Abitur- oder Studienjahrbuch, in einer großen Online-Meistergalerie veröffentlicht wurde.

Stolz und selbstbewusst präsentieren sich die Jungmeisterinnen und Jungmeister in der Galerie. Ganz nach dem Geschmack von Präsident Roman, der seinen frischgebackenen Kolleginnen und Kollegen per Videobotschaft zurief: „Meister haben das Bildungsniveau von Akademikern. Mit dem Unterschied: Meister haben nicht das Einkommen von Akademikern. Sie verdienen oft viel besser! Meister und Techniker sind die Berufsgruppe für die Arbeitslosigkeit im Grunde kein Thema ist.“

Dass die Kammer an diesem Tag überhaupt Meisterinnen und Meister des Handwerks ehren könne, sei indes keine Selbstverständlichkeit. Dazu HWK-Hauptgeschäftsführerin Ina-Maria Heidmann: „Nicht nur mit der Handwerksnovelle von 2004 und der Abschaffung der Meisterqualifikation in 53 Handwerksberufen gab es Angriffe gegen die Meisterqualifikation. Die EU sah im Meistertitel lange Zeit einen Eingriff in das Berufsfreiheitsgrundrecht, da in anderen Ländern die Ausübung ohne Meisterqualifikation möglich ist“. Mit den richtigen Argumenten wie der Abwehr von Gefahren für Leben und Gesundheit, Verbraucherschutz oder der Sicherung von Ausbildung und Arbeitsplätzen sei der Handwerkorganisation zum 1. Januar 2020 nicht nur der Schutz von aktuellen Meisterhandwerken, sondern auch eine Rückvermeisterung von zwölf Handwerken gelungen, für die 2004 die Meisterpflicht weggefallen war.

Präsident Roman lobte die zwei Jahrgänge für ihre besonderen Leistungen. „Man wird sich an Sie alle erinnern. Sie haben die Prüfung unter verschärften Corona-Bedingungen abgelegt, hatten weniger Exkursionen, zum Teil weniger Übungsphasen und den für uns alle noch recht neuen Online- oder Hybrid-Unterricht. Hinzu kamen viele Entbehrungen im Privaten. Und trotzdem: Sie haben diese Steine aus dem Weg geräumt und waren erfolgreich.“

PR
Foto: HWK




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