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Eine menschliche Lichterkette als Hoffnungszeichen für den Frieden

HILDESHEIM. Ein Licht, das quer durch die Innenstadt von Hand zu Hand wandert. Hunderte Menschen, die sich in einer Aktion verbunden fühlen und diese Gemeinschaft für alle sichtbar machen – nachdem diese Idee erst einmal Gestalt angenommen hatte, war sie viel zu schön, um sie nicht umzusetzen: Der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt, das Dekanat Hildesheim, die Neuapostolische Gemeinde und die Pfadfinder- und Pfadfinderinnenverbände der Stadt wollen das Friedenslicht aus Bethlehem am Dritten Advent von der Martin-Luther-Kirche in der Nordstadt bis zur Kirche Heilig Kreuz in der Innenstadt wandern lassen. Das sind 1710 Meter; 855 Menschen müssten dabei sein, um das Licht über diese Strecke weitergeben zu können.

Das Friedenslicht soll von Hand zu Hand, von Kerze zu Kerze weitergegeben werden. Foto: Katrin Bode

Das Friedenslicht aus Bethlehem wird jedes Jahr in der Geburtsstadt Jesu entzündet und von dort in alle Welt weitergegeben. Am Dritten Advent übernehmen es Pfadfinderinnen und Pfadfinder in ganz Europa, seit 1994 auch in Deutschland. Sie verteilen das Licht als Zeichen der Hoffnung auf Frieden. In den vergangenen Jahren hatte es an diesem Adventssonntag in der Martin-Luther-Kirche wie in anderen Kirchengemeinden Gottesdienste gegeben, von denen sich Besucherinnen und Besucher das Friedenslicht mit nach Hause nehmen konnten. Im letzten Jahr gab es in der Innenstadt mehrere Abholstationen, um das Licht zu verteilen. Doch in dieser Zeit, in der so viel Trennendes die Menschen belastet, wünschten sich die Organisatoren und Organisatorinnen ein stärkeres Zeichen: „In der Adventszeit mal etwas richtig Schönes gemeinsam erleben“, beschreibt Diakonin Katrin Bode den Wunsch, der dahinter steht.

Am Adventssonntag, den 12. Dezember, soll das Friedenslicht sich um 16 Uhr von der Kirche Heilig Kreuz und der Martin-Luther-Kirche gleichzeitig auf den Weg machen. Unterwegs sind Markierungen auf dem Pflaster angebracht, damit die Menschen wissen, wo sie sich aufstellen können, um die Kette zu vervollständigen und den nötigen Abstand gewährleisten zu können. Alle sollten dabei eine Maske tragen. Um genug Teilnehmende zu gewinnen, haben die Veranstalter schon mehr als 90 Vereine und Verbände sowie die Schulen und Kommunalpolitiker in Stadt und Kreis Hildesheim angeschrieben. Eine wichtige Rückmeldung gab es schon von der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte zwei: Sie wird das Friedenslicht sicher durch den Bahnhof bringen.

Wer Teil der Aktion werden möchte, sollte möglichst ein Glas oder eine Laterne mit einer Kerze mitbringen. Für spontane Teilnehmende werden aber auch Becher mit Kerzen verteilt; Ehrenamtliche werden den Weg mit Bollerwagen abgehen. Feuerwehrleute in Uniform oder Sportler und Sportlerinnen im Vereinsdress sind willkommen. Drei Musiker haben sich schon bereiterklärt, in der Menschenkette zu spielen – das dürfen gern mehr werden, sagt Matthias Thume, Mitorganisator der katholischen Kirche.

Schön wäre es auch, wenn sich die Teilnehmenden zu gemeinsamem Gesang animieren ließen oder von sich aus adventliche Lieder anstimmten. Wenigstens einmal, so Katrin Bode, sollten alle gemeinsam ein Lied singen – ein ehrgeiziger Plan zwar, „aber versuchen wollen wir es.“

Bis die Lichterketten aus beiden Richtungen sich verbunden haben, werde wohl mindestens eine Dreiviertelstunde vergehen, schätzt Bode. Damit die Menschen zwischendurch sehen können, wie weit der Weg noch ist, soll es einen Livestream geben. Dafür wird unterwegs mit Handy-Kameras gefilmt, der Link zum Stream wird auf der Seite www.jupa-hildesheim.de der Fachstelle Jugendpastoral zu finden sein, kündigt Jugendreferent Matthias Thume an.

Mehr Informationen gibt es bei Diakonin Katrin Bode, Martin-Luther-Gemeinde und ev. Kirchenkreisjugenddienst, Tel. 05121/167534 oder katrin.bode@evlka.de; bei Jugendreferent Matthias Thume, Fachstelle Jugendpastoral für die Dekanate Hildesheim und Alfeld/Defurth, Tel. 0176/57800122 oder matthias.thume@bistum-hildesheim.de, sowie Priester Daniel Eggers, Neuapostolische Kirche Hildesheim, Tel. 0160/93720377 oder danieleggers@gmx.net und auf www.friedenslicht.de. Wiebke Barth

PR
Foto: Katrin Bode




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