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Finanzumfrage: Gemischte Jahresendstimmung bei den Anlegern

DEUTSCHLAND. Zum Jahreswechsel ist die Zufriedenheit bei den Investoren gespalten. Dennoch nimmt vor allem die Zahl jüngerer Anleger zu. Und: Besonders nachhaltige Geldanlagen erfreuen sich dabei großer Beliebtheit.

Die Hälfte der Investoren ist unzufrieden

50 Prozent der deutschen Anlegerinnen und Anleger sind zum Jahreswechsel 2021/22 mit der Wertentwicklung ihrer Geldanlage unzufrieden. Das hat der diesjährige Jahresrückblick des Bundesverbands deutscher Banken herausgefunden. Zum letzten Jahreswechsel waren das mit 43 Prozent noch sieben Prozentpunkte weniger. Dennoch: Laut der repräsentativen Studie gehört das Jahr 2021 trotzdem nicht zu den schlimmsten Jahren für Anleger.

Das zeigt unter anderem das Engagement der jüngeren Jahrgänge unter den Investoren: Ihre Anzahl hat zugenommen. Unter den 18- bis 29-Jährigen investieren bereits 50 Prozent in Geldanlagen, ein Zuwachs von drei Prozentpunkten. Unter den 40- bis 49-Jährigen sind es mit 58 Prozent sogar sechs Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr.

Inflationsstabile und renditeorientierte Anlagen sind besonders beliebt

Bei den Anlagen selbst zeigt sich, dass 60 Prozent der Anlegerinnen und Anleger im Jahr 2022 am liebsten eine größere Summe in Immobilien investieren wollen. Im Vorjahr waren das noch 20 Prozent. 54 Prozent setzen auf Fonds und 50 Prozent auf die risikoreicheren Aktien. Gold folgt mit 40 Prozent auf dem vierten Platz.

Aber auch die hochvolatilen Kryptowährungen finden immer mehr Freunde, wenn auch auf niedrigem Niveau: Kauften im letzten Jahr noch zwei Prozent der Umfrageteilnehmer Bitcoin und Co, so sind es im laufenden Jahr bereits fünf Prozent. Im Jahr 2022 wollen zehn Prozent Geld in Kryptowährungen investieren.

Befragt wurden 1.065 Personen ab 18 Jahren, Befragungszeitraum war der erste bis neunte Dezember 2021.

Nachhaltige Geldanlagen liegen weiter im Trend

Laut dem Jahresrückblick des Bankenverbands ist es für 67 Prozent der Umfrageteilnehmer wichtig, dass ihr investiertes Geld in nachhaltige Projekte einfließt. Frauen ist dieser Aspekt mit 79 Prozent wichtiger als Männern mit 53 Prozent. 39 Prozent der Befragten geben dabei an, dass sie bereits in nachhaltige Werte investieren, das ist ein Plus von vier Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Zudem fällt auf, dass besonders junge Anleger in nachhaltige Anlagen wie spezielle Fonds investieren.

Damit setzt sich ein Trend fort, der bereits seit Jahren anhält. Laut eines Ratgeberbeitrags auf der Website des Finanzdienstleisters Swiss Life Select belief sich das im Jahr 2017 verwaltete Vermögen von nachhaltigen Investmentfonds auf 30,1 Milliarden Euro. Im Jahr 2019 hat sich diese Summe bereits auf 63,2 Milliarden Euro erhöht und damit verdoppelt.

Wer nun ebenfalls mit dem Gedanken spielt, in Nachhaltiges zu investieren, sollte sich laut dem Swiss Life Select-Artikel an sogenannten ESG-Kriterien orientieren. Sie geben Fondsmanagern und Investoren zusätzliche Anhaltspunkte, um die Nachhaltigkeit von Fonds zuverlässig zu bewerten.

Zudem müssen Anleger keine Angst vor einer mangelnden Performance dieser Anlagen haben. Diverse Studien haben ergeben, dass Nachhaltigkeit die Rendite dieser Investments oft positiv beeinflusst, so Swiss Life Select.




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