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Mit einem Erfahrungsschatz im Gepäck

HILDESHEIM. Ihr Name ist fest verbunden mit den innovativen Gemeindeprojekten, die sie von Anfang an begleitet hat, ganz vorn das Café Luca und die ökumenische Initiative Gemeinsam in Ochtersum. Sandra Heiting hat als Diakonin in mehr als zehn Jahren in den evangelischen Gemeinden Lukas und Markus einen „Erfahrungsschatz“ gesammelt, wie sie sagt. Jetzt wird sie die Gemeinden verlassen, um diese Erfahrungen mit anderen zu teilen. Ab Februar ist sie an der Hochschule Hannover als Lehrbeauftragte tätig, gibt dort Seminare in Religionspädagogik und Diakonie, wo sie selbst einmal studiert hat.

Die Entstehung des Café Luca hat Sandra Heiting von Anfang an begleitet. Künftig wird eine Koordinatorin sich um das kirchliche Café kümmern.

Sandra Heiting ist in Bremerhaven geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur lernte sie während eines Vorpraktikums in Beverstedt bereits viele Bereiche der Gemeindearbeit kennen, fühlte sich dadurch in ihrem Berufswunsch bestärkt. Sie studierte Religionspädagogik und Soziale Arbeit und schon das Anerkennungsjahr führte sie in den Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt. Dort hatte sie danach mehrfach wechselnde Stellen inne. Um ihre Chancen auf einem schwierigen Arbeitsmarkt zu verbessern, absolvierte sie noch ein berufsbegleitendes Studium in Kulturmanagement.

Für zwei Jahre von 2009 bis 2011 machte Sandra Heiting dann Erfahrungen in einem völlig neuen Arbeitsumfeld: Am Klimahaus in Bremerhaven baute sie als Koordinatorin die Bildungsarbeit mit auf. Doch danach kehrte sie auch aus privaten Gründen in den Kirchenkreis zurück.

Die Stelle in der Lukasgemeinde war zunächst auf eineinhalb Jahre befristet, ihre Aufgabe die Jugend- und Konfirmandenarbeit. Doch immer wieder hätten sich Wege und Gründe gefunden, ihren Einsatz zu verlängern und auszubauen. Dafür hätten sich auch andere immer wieder eingesetzt, sagt Sandra Heiting: „Dafür bin ich unglaublich dankbar.“ Und so war es möglich, dass sie bei der Entstehung des Café Luca seit der Entwicklung des Konzeptes mit eingebunden war. Das bot ihr auch die Gelegenheit, ihre kulturellen Interessen bei der Planung von Veranstaltungsprogrammen einzubringen.

Das kirchliche Café hatte zum Ziel, die Kirchengemeinde stärker für den Stadtteil zu öffnen und auch Menschen anzuziehen, die sich von traditionellen kirchlichen Angeboten nicht angesprochen fühlten. Gleiche Überlegungen, sagt Sandra Heiting, bestanden in der katholischen Kirchengemeinde St. Altfried – Grund genug, gemeinsame Sache zu machen. Und auch das Haus kirchlicher Dienste unterstützte die Anfänge mit dem Projekt Gemeinwesendiakonie. So entstand die Initiative Gemeinsam in Ochtersum mit Einkaufshilfe, Carport-Café, Lucamobil und seit 2020 der Aktivierung des Godehardsplatzes als Ort der Begegnung. „Das Projekt wird getragen von Ehrenamtlichen, die total motiviert und engagiert sind“, betont Sandra Heiting.

Trotz der Erfolge und der daraus entstandenen persönlichen Verbindungen locken die Diakonin nun doch die neuen Möglichkeiten und Herausforderungen. Die Jugend- und Konfirmandenarbeit in der Lukas- und der Markusgemeinde übernähmen erst einmal die Pastorinnen Meike Riedel und Anke Garhammer-Paul, sagt Sandra Heiting. Für das Café Luca werde eine Koordinatorin gesucht und bei Gemeinsam in Ochtersum gehe es mit den Ehrenamtlichen weiter.

Für Sandra Heiting gab es in den verschiedenen Gruppen zuletzt viele kleine Abschiede – ein richtiges Abschiedsfest soll im Sommer nachgeholt werden. Weit weg wird sie außerdem nicht sein, denn auch wenn sie künftig in Hannover arbeitet, Wohnort bleibt Hildesheim: „Das ist Zuhause“, sagt Sandra Heiting.  

Wiebke Barth
Foto: Wiebke Barth




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