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Im Aufwind: Nachhaltige Geldanlagen

DEUTSCHLAND. Ökologisch korrekte Fonds hatten bereits vor der Coronakrise Konjunktur. Die negativen Auswirkungen des Klimawandels wie die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 hat viele Anleger weiter für die alternativen Finanzprodukte sensibilisiert. Dabei haben sie besonders die Investitionssicherheit und reelle Renditechancen im Blick.

Dynamische Entwicklung

Nachhaltigkeit gewinnt bei der Altersvorsorge und der Vermögensbildung seit Jahren immer mehr an Bedeutung. So weist ein Ratgeberbeitrag auf der Website des Finanzdienstleistungsanbieters Swiss Life Select darauf hin, dass sich im Jahr 2019 das in Nachhaltigkeitsfonds geflossene Vermögen deutschlandweit auf 63,2 Milliarden Euro belief. Nur zwei Jahre zuvor war es mit 30,1 Milliarden Euro nicht einmal halb so hoch.

Doch was macht diese Geldanlagen aus? Laut des Beitrags von Swiss Life Select geht nachhaltiges Wirtschaften weit über den reinen Umweltaspekt hinaus. Unternehmen können sich auch für einen nachhaltigen Fonds qualifizieren, indem sie sich gegen Armut engagieren, für menschenwürdige Arbeitsbedingungen sorgen oder sich für sauberes Wasser einsetzen.

Börsennotierte Unternehmen müssen seit 2017 genauer darlegen, welche Umwelt- und Sozialstandards sie einhalten. Allerdings gibt es noch keine einheitliche Definition für diese Fonds, so der Artikel von Swiss Life Select.

Zurzeit orientieren sich Fondsanbieter an den sogenannten ESG-Kriterien („Environment, Social, Governance“), um die Nachhaltigkeit ihrer Produkte genauer zu definieren. Die Kriterien machen es den Fondsmanagern leichter, Fonds zu prüfen, bevor sie ins Angebotsportfolio kommen.

Nachhaltiges Wohnen im Fokus

26 Prozent der deutschen Anleger würden am liebsten in den Bereich Immobilien investieren, wenn es um nachhaltige Investments geht. Das zeigt eine vom Marktforschungsinstitut YouGov durchgeführte Studie, die vom Versicherungsunternehmen Pangea Life in Auftrag gegeben wurde. Ein Indiz dafür, dass klimaneutrales Wohnen in Zeiten globaler Erwärmung als Thema immer mehr in den Köpfen der Bundesbürger angekommen ist.

24 Prozent der in der repräsentativen Online-Studie Befragten würden ihr Geld in den Energiesektor anlegen, wenn sie ökologisch wertvoll investieren wollen. Neben dem Interesse an erneuerbaren Energien dürfte für dieses Ergebnis auch der Ukraine-Konflikt und die mit ihm verbundene Frage der Versorgungssicherheit eine Rolle spielen. Auf dem dritten Platz bei der Frage nach den beliebtesten Nachhaltigkeits-Investments landete mit 19 Prozent der Bereich Technologie.

Investitionssicherheit ist für viele Anleger besonders wichtig

Bei der Frage nach den wichtigsten Aspekten einer nachhaltigen Geldanlage steht mit 49 Prozent für fast die Hälfte der Befragten das Thema Sicherheit an erster Stelle. Ein Ergebnis, für das die Corona-Pandemie, die ökologischen Probleme und der Krieg in Europa mitverantwortlich sein dürften.

Nichtsdestotrotz haben viele Anleger auch bei nachhaltigen Anlagen die Vermögensbildung fest im Blick: für 39 Prozent ist die zu erwartende Rendite ein wichtiger Faktor.

31 Prozent der Studienteilnehmer legen hingegen besonderen Wert auf Transparenz. Der Grund hierfür dürfte beim sogenannten „Greenwashing“ liegen: Dabei handelt es sich um Maßnahmen, mit denen Unternehmen sich ein möglichst grünes Image geben wollen, ohne dieses Versprechen im operativen Geschäft jemals einzulösen.

Titelbild: distelAPPArath / Pixabay




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