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Stadt Hildesheim tritt „Charta Friedhofskultur“ bei

HILDESHEIM. Die Stadt Hildesheim ist am 20. Mai, wie eine ganze Reihe anderer Kommunen, Verbände, Vereine, Institutionen und Organisationen deutschlandweit der „Charta Friedhofskultur“ beigetreten, die den Wert der Friedhöfe für die Bürgerinnen und Bürger unterstreicht. Damit setzt Hildesheimein deutliches Zeichen für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Friedhöfe. Bürgermeister Dr. Ulrich Kumme unterzeichnete die offizielle Beitrittsurkunde auf dem Nordfriedhof. Der Termin fand im Rahmen einer bundesweiten Aktion anlässlich des Jahrestags der Ernennung der Friedhofskultur in Deutschland zum Immateriellen Kulturerbe statt.

Bürgermeister Dr. Ulrich Kumme unterzeichnete im Beisein von Martina Bertram (l. Stadt Hildesheim, Stabsstellenleitung Grünflächenplanung und -neubau) sowie Lene Wagner (Stadt Hildesheim, Stabsstellenleitung Kultur und Stiftungen/Geschäftsführerin Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Kreisverband Hildesheim-Stadt) die Beitrittsurkunde auf dem Nordfriedhof.

„Jeder Mensch hat das Recht auf eine würdevolle Bestattung auf dem Friedhof und ein anerkennendes Gedenken.“ So lautet der erste Leitsatz der „Charta Friedhofskultur“, die die wichtigsten Institutionen und Verbände im deutschen Friedhofswesen gemeinsam erarbeitet haben. „Das Manifest verdeutlicht in elf Leitsätzen, worum es in unserer historisch gewachsenen Friedhofskultur geht: ‚um ein zu schützendes Kulturgut für alle Bürgerinnen und Bürger‘, so Bürgermeister Dr. Ulrich Kumme „und deshalb treten auch wir gerne dieser Charta bei“. Das Manifest zeigt dabei nicht nur auf, wie wertvoll die Friedhofskultur für das Abschiednehmen und Erinnern jedes Einzelnen ist. Vielmehr geht es auch um das vielschichtige Spektrum der Friedhöfe, ob beispielsweise in kultureller, sozialer, historischer oder naturschützender Hinsicht. So sind die Friedhöfe unter anderem die größten Skulpturenparks, die Grünanlagen mit der höchsten Biodiversität oder die lebendigen, sich stets fortschreibenden Geschichtsbücher von Dörfern und Städten.

„Mit unserem Beitritt zur Charta beziehen wir klar Haltung für den Kulturraum Friedhof“, erläuterte Dr. Kumme. „Dabei geht es nicht nur um das Bewahren und Schützen der vorhandenen Friedhofskultur – im Gegenteil: Der Friedhof ist ein Ort der Lebenden, der sich an den Bedürfnissen der Menschen heute ausrichten und weiterentwickeln muss.“ So bieten Friedhöfe immer mehr pflegeleichte oder pflegefreie Bestattungsangebote an. Zudem besteht die Option, sich für die nachhaltigste und „grünste“ Form der Beisetzung überhaupt entscheiden zu können: eine biologische Erdbestattung mit naturnah gestalteten kleinen Grabstätten als Gärten der Erinnerung, die die Biodiversität fördern und zum Klimaschutz beitragen. 

All dies unterstreicht auch die Charta, die sich damit an den Zielsetzungen des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO orientiert. Denn anders als beim materiellen Welterbe geht es beim Immateriellen Kulturerbe um lebendig gestaltete, kulturelle Ausdrucksformen. „Mit dem Beitritt zur Charta stellen wir uns mit unseren Friedhöfen auch unter das Dach des Immateriellen Kulturerbes“, freut sich Dr. Kumme und ergänzt: „Darauf sind wir auch ein wenig stolz“.

Weitere Informationen zum Thema finden sich unter www.kulturerbe-friedhof.de.

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