Anzeige

Glasfaser, 5G und Co.: Lässt sich bald schneller surfen in Deutschland?

Unser Leben ist ohne Internet heutzutage schon längst nicht mehr vorstellbar. Nicht nur nahezu jede Firma hängt davon ab, eine möglichst schnelle Verbindung nutzen zu können, auch in privaten Haushalten ist ein zuverlässiger Internet-Anschluss längst ein Muss. Mit fortschreitendem Stand der Technik hat man hierbei in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt, was die Übertragungsraten angeht. Und diese Entwicklung ist noch längst nicht zu Ende. Im Gegenteil sogar, mit dem flächendeckenden Ausbau des 5G-Mobilnetzes geht sie vielmehr in eine neue Runde. Die großen Telekommunikationsanbieter in Deutschland rüsten hier sozusagen um die Wette auf, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Auch Glasfaserleitungen versprechen extrem schnelle Datengeschwindigkeiten. Es besteht insofern Hoffnung, als wir hierzulande in naher Zukunft wesentlich fixer im Netz surfen können. Doch was genau steckt eigentlich hinter diesen Begriffen und welche Besonderheiten sind damit verbunden?

Wieso uns leistungsstärkeres Internet weiterbringt

Zunächst einmal kommt die Frage auf, was uns diese verbesserte Internetgeschwindigkeit denn eigentlich bringt. Sind wir nicht seither sehr gut mit den bestehenden Möglichkeiten zurechtgekommen? Nun, in vielerlei Hinsicht haben auch die Vorgängerversionen wie beispielsweise LTE durchaus einen guten Dienst getan. Die Anforderungen an die verfügbaren stationären und mobilen Internetverbindungen steigen nur schlichtweg mit dem Voranschreiten der modernen Technik an. Das zeigt sich zum einen darin, dass es immer größere Datenmengen sind, die übertragen werden, wodurch das Volumen an sich deutlich anwächst. Zum anderen kann es heute gar nicht mehr schnell genug gehen. Wir sind so daran gewöhnt, dass sich im Bruchteil einer Sekunde komplette Websites auf dem Handydisplay aufbauen, dass wir nicht mehr in Kauf nehmen, kurz warten zu müssen. Uploads und Downloads sollen unmittelbar erfolgen, sämtliche online angerufenen Informationen mit einem Wimpernschlag zur Verfügung stehen und dabei eine optimale grafische Auflösung und beste Tonqualität haben.

Fehlt es am verfügbaren Datenvolumen oder an einer flinken Übertragungsgeschwindigkeit, so kann aber eben auch die beste App ihre technisch hervorragend ausgearbeiteten Features nicht zur Geltung bringen. Und an smarten Programmen und Anwendungen, die unser Leben einfacher machen sollen, fehlt es bekanntermaßen längst nicht mehr. Somit erklärt sich auch die immense Nachfrage nach neueren Systemen, dank derer jederzeit und von überall im Bundesgebiet aus ohne Einschränkungen auf exzellentes Internet zugegriffen werden kann.

Was es mit Glasfaseranschlüssen auf sich hat

Für den Festnetzanschluss konnte das in gewissem Rahmen mit der Glasfaser-Technik bereits umgesetzt werden. So bieten mehrere Anbieter wie beispielsweise die Deutsche Telekom Zugänge an, die ein Maximum von 1.000 Mbit/s leisten. Was den privaten Gebrauch angeht, so bringt man es kaum fertig, diese Power auch wirklich in Anspruch zu nehmen. Aber dennoch freut man sich selbstverständlich über die dadurch realisierte, extrem schnelle Verbindung, um beispielsweise Smart-TVs zu nutzen oder große Datenmengen zu streamen.

Für Dauersurfer somit eine ideale Lösung, die zudem sehr hohe Stabilität verspricht, weil es wenig Störquellen gibt, welche die Übertragung gefährden könnten. So gelingen nicht nur stundenlange Online-Sitzungen beim Homeschooling, auch für die Arbeit im Home-Office ist ein Glasfaseranschluss selbstverständlich eine grandiose Sache. Schließlich wird so unter anderem gewährleistet, reibungslos Videotelefonie betreiben oder auch große Datenmengen versenden und empfangen zu können, ohne dass dabei die Funktionalität von anderen Online-Tasks in Mitleidenschaft gezogen wird. Über sieben Millionen private Haushalte können aktuell auf einen solchen Glasfaserzugang zugreifen, wobei sich die Zahl gerade in den letzten Jahren enorm erhöht hat.

Für stationäre Anschlüsse scheint also mit Highspeed-Internet per Glasfaserleitung ein guter Weg gefunden worden zu sein, den Bedarf abzudecken, auch wenn es immer noch an flächenübergreifenden Zugängen fehlt. Es ist also entscheidend, an welchem Standort in Deutschland man ansässig ist und welche konkreten Optionen dort bereits verfügbar sind.

Da aber die Bedeutung von qualitativ erstklassigem mobilem Internet längst gravierend zugenommen hat, soll nun das umfassende 5G-Netz die bisherigen Möglichkeiten revolutionieren. Der erwähnte Standort ist jedoch auch hier das A und O, denn noch immer sind viele ländliche Gebiete weit davon entfernt, mit 5G surfen zu können.

Was die 5G-Technik kann und warum sie dennoch kritisiert wird

Wie der Name schon besagt, handelt es sich bei dem seit 2019 existierenden Netz um die fünfte Generation in Sachen Mobilfunklösungen für den bundesweiten Gebrauch. Ähnlich wie bei der Glasfasertechnik lassen sich auch damit extrem kurze Latenzen realisieren, nur eben per mobiler Internetverbindung. Unter Latenz versteht man den Zeitraum, den ein mobiles Endgerät benötigt, um auf einen Internetserver zuzugreifen. Der 5G-Durchschnitt liegt hierbei momentan bei einer bis fünf Millisekunden.

Damit ist die Datengeschwindigkeit bereits um ein Zehnfaches höher als im Falle des bisherigen LTE-Standards – also der 4G-Variante. Das bedeutet, dass Kommunikation nicht mehr zeitverzögert, sondern tatsächlich in Echtzeit stattfindet. Zudem ermöglicht diese beeindruckende Technologie, wesentlich größere Netzwerke parallel laufen zu lassen, ohne dass es zu Systemabstürzen kommt. Dieser Fakt soll schnellen Online-Zugriff in sämtlichen Bereichen extrem erleichtern, sei es bei der Arbeit, in Universitäten und Schulen oder eben für private Zwecke.

Die 5G-Netzabdeckung wird also wie bereits erwähnt mit Hochdruck vorangetrieben, wobei es vor allem in dünn besiedelten Regionen Deutschlands immer noch jede Menge Luft nach oben gibt. Bis der Ausbau zufriedenstellend fertiggestellt ist, behilft man sich übrigens mancherorts mit hybriden Stationen, die auf Grundlage der DSS Technik gleichzeitig 4G- und 5G-Verbindungen generieren können, bei 5G allerdings eher auf mittlere Geschwindigkeiten kommen.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Was das mobile Surfen betrifft, wird dieser 5G-Standard wohl in absehbarer Zeit kostenlos in Mobilfunkverträgen eingeschlossen sein, womit die bisher üblichen Zuschläge dafür entfallen. Es gibt somit keinen Zweifel daran, dass wir uns damit auf deutlich schnelleres und zugleich sehr stabiles Internet freuen dürfen.

Da die Technologie allerdings nur mithilfe von hochfrequenten Wellen funktioniert, welche bei 3.400 MHz starten, fällt ihre Reichweite umso geringer aus. Das heißt im Umkehrschluss, dass umso mehr Sendestationen erforderlich sind, die relativ nah beieinander angeordnet sein müssen. Das wird zwangsläufig auch unser Stadt- und Landschaftsbild beeinträchtigen. Nach wie vor gibt es viele Diskussionen über die denkbaren gesundheitlichen Auswirkungen der elektromagnetischen Strahlung, deren Intensität mit dem Ausbau natürlich kontinuierlich weiter anwächst. Starke Gegenbewegungen sorgen dafür, dass das Thema in Politik und Wirtschaft ein Dauerbrenner bleibt und vermutlich auch noch eine gute Weile die Gemüter spalten wird.

Foto: Lars Kienle




Informationen zum Artikel:
Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ist dieser namentlich in dem Beitrag nicht explizit erwähnt, so kann dieser bei der Redaktion angefragt werden. Bildrechte werden, wenn bekannt, gesondert aufgeführt. Allgemeinbilder zur Untermalung stammen in der Regel von: Celler-Presse.de, Pixabay.com oder Pexels.com. Bitte beachten Sie, dass die Nutzung dieser Seite kostenfrei ist. Daher blenden wir Werbung ein und auch Serviceartikel können externe Werbe-Verlinkungen enthalten. Sie erkennen Sie an der Kategorie "Service". Hier werden diese Artikel gesondert aufgeführt.



Anzeige


Anzeige
Anzeige