Anzeige

Fenster kaufen: Unbedingt auf Einbruchschutz achten!

Es zahlt sich aus, beim Fensterkauf einen genauen Blick auf die Technik für den Einbruchschutz zu werfen. Das belegt ein Blick in die offiziellen Statistiken der Polizei. Außerdem sind erfolgreiche Einbrüche immer auch ein Eindringen in die Privatsphäre und persönliche Schutzzone, die bei vielen Opfern neben den materiellen Verlusten auch gravierende Langzeitfolgen für die Psyche mit sich bringt. Allein schon das macht es lohnenswert, beim Kauf neuer Fenster etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

Im gesamten Jahr 2021 gab es nach den offiziellen Angaben der Polizei bundesweit 54.236 angezeigte Wohnungseinbrüche. Dabei entstand ein Schaden mit einem Gesamtvolumen von rund 180 Millionen Euro. Im Jahr 2020 lag die Zahl der erfolgreichen Wohnungseinbrüche noch bei 75.023 gemeldeten Fällen. Die Aufklärungsquote lag 2021 im bundesweiten Durchschnitt bei gerade einmal 17,4 Prozent. Gleichzeitig gibt es aber auch eine gute Nachricht, denn der Anteil der gescheiterten Einbruchsversuche steigt seit einem Jahrzehnt kontinuierlich an. Nach den Einschätzungen der Kriminalistinnen und Kriminalisten spielt die Entwicklung der Einbruchschutzmaßnahmen an den Immobilien die wichtigste Rolle. Dabei kommt es vor allem auf die Sicherheit von Türen und Fenstern an.

Was empfiehlt die Polizei als Einbruchschutz für Fenster?

Die Polizei benennt als Beispiel für sichere Verriegelungen für Fenster und Türen Zuhaltungen mit Pilzkopfzapfen nach der DIN 18104. Wer Fenster online kaufen will, sollte im Interesse des Einbruchschutzes auf diese Ausstattung achten. Sie ist bei vielen Anbietern inzwischen als serienmäßige Ausstattung für moderne Kunststofffenster, Aluminiumfenster und Holzfenster zu bekommen. Solche Verriegelungen gehören nicht nur an eine Seite des Fensterflügels, sondern sollten an allen vier Seiten verteilt sein. Die Pilzkopfzapfentechnik stellt sicher, dass Einbrecher die Fenster nicht mit großen Schraubendrehern, Keilen oder „Kuhfüßen“ aufhebeln können. Außerdem lassen sie bei einer optimalen Verteilung auch die Schaffung kleiner Zwischenräume nicht zu, die von Einbrechern für die Betätigung der Griffe per Drahtschlinge ausgenutzt werden.

Widerstandsklassen geben Auskunft über die Einbruchschutzwirkung

Beim Kauf neuer Fenster können sich Bauherrinnen und Bauherren sowie Auftraggeber/-innen für Sanierungen an der Angabe der Widerstandsklassen nach der DIN EN 1627 orientieren. Als Minimum sollte die Widerstandsklasse RC2 (ehemals WK2) gewählt werden. Sie garantiert mindestens drei Minuten erfolgreichen Widerstand gegen Einbruchsversuche mit einfachen Werkzeugen. Wer bei Fenstern in leicht erreichbaren Bereichen (Erdgeschoss, Souterrain) auf Nummer sicher gehen möchte, greift am besten etwas tiefer in die Tasche und gönnt sich Fenster, die Ansprüche an die Einstufung in die Widerstandsklasse RC3 erfüllen. Der Grund dafür ist, dass an diesen Stellen auch größere Werkzeuge (beispielsweise Brechstangen) bei Einbruchsversuchen einfacher eingesetzt werden können.

Welche Extras für Fenster verbessern den Einbruchschutz?

Stabile Rollläden sind multifunktional. Sie verhindern Einblicke, verdunkeln die Innenräume und schotten sie von der aufheizenden Sonnenstrahlung ab. Außerdem stellen sie ein zusätzliches Hindernis für potenzielle Einbrecher/-innen dar. Beim Hochschieben mit brachialer Gewalt verursachen sie Geräusche, welche die Nutzer der Räume oder aufmerksame Nachbarn auf den Plan rufen können. Ein Muss für den Einbruchschutz im Souterrain, im Erdgeschoss, bei ebenerdigen Räumen sowie an leicht zugänglichen Terrassen- und Balkonfenstern (gilt für Türen ebenfalls) sind abschließbare Griffe. Ihre Wirkung entfalten sie allerdings nur dann, wenn der Schüssel nach dem Abschließen abgezogen und weggelegt wird. Auf dem Fensterbrett haben die Schlüssel nichts zu suchen, denn dort können sie durch die Einbrecher/-innen bei angekippten Fenstern leicht mit einem Drahthaken „herausgeangelt“ werden. Einen guten Platz finden die Schlüssel der Fenstergriffe in einem Schubkasten oder an einem Schlüsselbrettchen im Flur.

Fazit: Wer diese Hinweise berücksichtigt, kann für ein solides Mindestmaß beim Einbruchschutz am Fenster sorgen. Allerdings reicht er bei einigen Objekten nicht aus. Dort lässt sich die Schutzwirkung beispielsweise mit Fenstergittern und einer durchschusssicheren Verglasung im Zusammenspiel mit den Sensoren einer komplexen Alarmanlage weiter verbessern.

Quelle:

https://www.polizei-dein-partner.de/themen/einbruchschutz/einbruchschutz-intensiv/detailansicht-einbruchschutz-intensiv/artikel/einbruch-statistik.html

Titelbild: StruffelProductions / Pixabay




Informationen zum Artikel:
Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ist dieser namentlich in dem Beitrag nicht explizit erwähnt, so kann dieser bei der Redaktion angefragt werden. Bildrechte werden, wenn bekannt, gesondert aufgeführt. Allgemeinbilder zur Untermalung stammen in der Regel von: Celler-Presse.de, Pixabay.com oder Pexels.com. Bitte beachten Sie, dass die Nutzung dieser Seite kostenfrei ist. Daher blenden wir Werbung ein und auch Serviceartikel können externe Werbe-Verlinkungen enthalten. Sie erkennen Sie an der Kategorie "Service". Hier werden diese Artikel gesondert aufgeführt.



Anzeige


Anzeige
Anzeige