Anzeige

Vier Fehler bei der Aufnahme eines Kredites und wie Verbraucher sie vermeiden

Auto, Eigenheim, eine Weltreise – die Menschen in Niedersachsen haben viele Wünsche und entschließen sich nicht selten, diese mit einem Kredit zu finanzieren. Dank der aktuellen Niedrigzinsphase locken Banken mit günstigen Kreditangeboten. Wer aber falschen Versprechungen glaubt und sein Vorhaben nicht genau kalkuliert, büßt mitunter viel Geld ein. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den typischen Fehlern, die Verbraucher bei der Kreditaufnahme machen können und zeigt Möglichkeiten, wie sie diese vermeiden können.

Was ist ein Kredit und wie funktioniert er?

Das Statista Research Department veröffentlicht jährlich Statistiken zum Thema Kredit und Schulden in Deutschland. Aus diesen geht hervor, dass die Summe der an private Haushalte vergebenen Kredite hierzulande von Jahr zu Jahr steigt. Im Jahr 2021 belief sie sich auf rund 1.429 Milliarden Euro. Zwei Jahre zuvor betrug sie 1.288 Milliarden Euro.

Kurz gesagt: Sowohl in Hildesheim als auch im Rest des Landes nehmen die Menschen immer häufiger Kredite auf. Ein Kredit bildet eine gute Möglichkeit, um finanzielle Engpässe zu überbrücken oder größere Anschaffungen zu tätigen.

Mit einem Kreditvergleich im Internet lassen sich unverbindlich günstige Kreditangebote ermitteln. Die Vorteile eines Kreditvergleichs liegen auf der Hand: Er ist schnell durchgeführt und liefert detaillierte Ergebnisse. Darüber hinaus können Kreditrechner online kostenlos genutzt werden. Auf die Wichtigkeit eines Kreditvergleichs vor einer Kreditaufnahme gehen wir an späterer Stelle noch einmal genauer ein.

Verschiedene Arten von Krediten 

Bei einem Kredit stellt ein Kreditgeber dem Kreditnehmer über einen festgelegten Zeitraum einen bestimmten Geldbetrag zur Verfügung. Diesen zahlt der Kreditnehmer meist in gleichbleibenden Raten zurück. Als Gegenleistung für die Überlassung des Geldes erhält der Kreditgeber Zinsen.

Kredit ist aber nicht gleich Kredit. Es gibt verschiedene Kreditarten. Zu den gängigsten zählen:

  • Autokredit      
  • Ratenkredit    
  • Immobilienkredit        
  • Dispositionskredit
  • Rahmenkredit (Abrufkredit)

Autokredit

Wer in einem Hildesheimer Autohaus beispielsweise einen Neu- oder Gebrauchtwagen kaufen möchte, aber nicht über ausreichend Eigenkapital verfügt, kann den Kauf mit einem Autokredit finanzieren. Dabei handelt es sich um einen zweckgebundenen Kredit, der ausschließlich für den Autokauf vorgesehen ist. Das Fahrzeug dient der kreditgebenden Bank dabei als Sicherheit. Im Gegenzug erhält der Kreditnehmer ein Darlehen zu günstigen Konditionen. Eine andere Finanzierungsmöglichkeit ist die Händlerfinanzierung, die zumeist aber mit höheren Zinsen verbunden ist.

Ratenkredit                         

Ein klassischer Ratenkredit „zur freien Verwendung“ bietet wiederum den Vorteil, dass das Geld an keinen bestimmten Zweck gebunden ist, sondern flexibel verwendet werden kann. Da die Banken in diesem Fall aber keine Sicherheit erhalten, sind die Zinsen im Vergleich zu einem zweckgebundenen Kredit höher.

Immobilienkredit

Bei der Finanzierung von Immobilien sind oft hohe Kreditsummen im Spiel, die Bauherren und Hausbesitzer über einen langen Zeitraum abzahlen. Wer in Hildesheim oder der Region ein Haus kaufen oder bauen möchte, hat die Möglichkeit, sein Vorhaben über ein Annuitätendarlehen oder ein Tilgungsdarlehen zu finanzieren.

1. Tilgungsdarlehen

Beim sogenannten Abzahlungsdarlehen beziehungsweise Tilgungsdarlehen zahlt der Kreditnehmer einen Betrag in gleichbleibender Höhe bei sinkenden Zinsen über die komplette Kreditlaufzeit ab. Deshalb gibt es bei diesem Kredit keine festen Raten, sondern anfänglich hohe Monatsraten, die sich allmählich verringern. Ziel ist eine schnelle Rückzahlung des Darlehens. Wegen der höheren Tilgungsraten am Anfang – und weil zumeist keine Sondertilgungen möglich sind –, nutzen Privatpersonen das Abzahlungsdarlehen zur Finanzierung ihrer Immobilien eher selten.

2. Annuitätendarlehen

Das Annuitätendarlehen ist die gängigere Art der Immobilienfinanzierung. Der Kreditnehmer zahlt hierbei gleichbleibend hohe Monatsraten (bestehend aus einem Tilgungs- und einem Zinsanteil) über einen bestimmten Zeitraum. Da sich die Restschuld mit jeder Einzahlung verringert, wird auch der Zinsanteil kleiner, während sich der Tilgungsanteil erhöht. Der Zinssatz ist bei diesem Kredit über einen gewissen Zeitraum festgeschrieben, sodass der Kreditnehmer nicht mit finanziellen Risiken rechnen muss.

Dispositionskredit

Beim Dispositionskredit, umgangssprachlich „Dispo“ genannt, gibt es keinen separaten Kreditvertrag. Der Kredit bezieht sich auf eine Überziehung des Bankkontos. Die Höhe der Überziehung und die Konditionen legt der Bankkunde im Vorfeld mit seiner Bank fest.

Der Dispositionskredit ist somit ein unkomplizierter Kredit, der für kurzfristige Anschaffungen oder bei finanziellen Engpässen sofort nutzbar ist. Allerdings sind die sogenannten Überziehungszinsen sehr hoch, sodass der Dispo im Vergleich zu anderen Kreditarten relativ teuer ist.

Rahmenkredit

Eine günstige Alternative zum Dispositionskredit ist der Rahmenkredit, auch als Abrufkredit bezeichnet. Der Kunde erhält von seiner Bank dafür ein zweites Konto sowie einen festgelegten Kreditrahmen. Der Kreditnehmer kann sodann von diesem Konto Geld abrufen. Die Zinsen sind in der Regel niedriger als bei einem Dispositionskredit und fallen nur dann an, wenn der Kunde Geld abhebt. Die Laufzeit des Rahmenkredits kann individuell vereinbart werden. Die Rückzahlung erfolgt zumeist in monatlichen Raten.

Zweckgebundene Kredite wie den Autokredit bieten Banken oft zu besseren Konditionen an

Die vier häufigsten Fehler bei der Kreditaufnahme

Zunächst ist es wichtig, sich für die Kreditart zu entscheiden, die am besten zum eigenen Vorhaben passt. Damit die Aufnahme des Kredits anschließend gelingt, gilt es außerdem, bestimmte Fehler zu vermeiden.

1. Fehler: Kein Vergleich von Kreditangeboten

Viele Hildesheimer suchen noch immer ihre Hausbank auf, wenn sie einen Kredit benötigen, da sie glauben, dass die Kreditangebote ihrer Bank günstig sind. Das ist oft aber nicht der Fall. Ein großer Vorteil von Hausbanken ist die persönliche Beratung vor Ort. Doch dieser Service hat seinen Preis. Deshalb müssen Bankkunden hier häufig mit höheren Kosten rechnen. Wer dann die Konditionen verschiedener Banken miteinander vergleichen will, muss jede einzelne Filiale aufsuchen und Gesprächstermine vereinbaren.

Immerhin: Neben den Direktbanken bieten inzwischen auch viele Filialbanken zinsgünstige Onlinekredite an, wie zum Beispiel die Hannoversche Volksbank. Die Kredite können die Bankkunden ebenfalls im Internet vergleichen. Und genau das sollten sie vor einer Kreditaufnahme grundsätzlich tun.

Um das günstigste Kreditangebot für das eigene Vorhaben zu finden, ist es wichtig, stets mehr als zwei Kreditangebote miteinander zu vergleichen. Dies gelingt am besten mit einem unverbindlichen Online-Kreditvergleich, bequem von zu Hause aus. Dieser führt innerhalb weniger Sekunden alle infrage kommenden Kreditangebote übersichtlich auf.

2. Fehler: Unvollständige Angaben bei der Konditionenanfrage

Im ersten Schritt wählt der Interessent dafür den Nettokreditbetrag, die Kreditlaufzeit und die Verwendung des Kredits. Um passende Kreditangebote anzeigen zu können, werden anschließend weitere Informationen zur eigenen Person und zur finanziellen Situation abgefragt. Dazu zählen:

  • Anzahl Kreditnehmer
  • Familienstand
  • Wohnsituation (zur Miete, im Wohneigentum)        
  • Ausgaben (Miete, Krankenversicherung, Unterhalt etc.)
  • Berufsgruppe und Einkommen
  • Kontaktdaten

Auf Grundlage dieser Daten generiert der Vergleichsrechner die persönliche Kreditrate und zeigt alle infrage kommenden Angebote an. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist, dass der Nutzer zuvor alle Angaben wahrheitsgemäß und vollständig getätigt hat. Flüchtige oder falsche Angaben verfälschen die Kreditangebote.

Wer beispielsweise falsche Arbeitgeber- oder Adressdaten angibt, muss damit rechnen, dass er schlechte oder keine Kreditangebote erhält, da er von der Schufa nicht eindeutig zugeordnet werden kann. Auch die Angabe eines Verwendungszwecks ist sinnvoll. Denn wie erwähnt, gibt es zweckgebundene Kredite (zum Beispiel Autokredit oder Immobilienkredit) häufig zu günstigeren Konditionen als Ratenkredite „zur freien Verwendung“.

3. Fehler: Falsche Einschätzung der eigenen Bonität      

Die wichtigsten Voraussetzungen für einen Kredit sind die Volljährigkeit, ein Wohnsitz in Deutschland sowie ein deutsches Bankkonto und eine feste Anstellung. Diese muss durch Lohn- und Gehaltsabrechnung nachgewiesen werden. Eine weitere wichtige Rolle bei der Kreditvergabe spielt die Kreditwürdigkeit beziehungsweise Bonität.

In der Regel erhalten Verbraucher nur dann einen Kredit, wenn sie keinen negativen Schufa-Eintrag haben. Dies prüft der Kreditgeber, indem er eine Bonitätsauskunft bei der Schufa anfordert. Je besser die eigene Kreditwürdigkeit ist, desto niedriger sind zumeist auch die Kreditzinsen. Wer einen Kredit aufnehmen möchte, sollte seine Bonität vor der Antragstellung deshalb überprüfen und gegebenenfalls verbessern.

Wer erfahren möchte, wie es um seine Kreditwürdigkeit steht, kann bei Auskunfteien wie der Schufa in gewissen Zeitabständen kostenlos über eine Datenkopie – gemäß Art. 15 DSGVO, Auskunftsrecht der betroffenen Person – Einblick in seine Bonität erhalten. Wenn es um einen Kreditantrag geht, ist die Einschätzung der Auskunfteien allerdings nur ein Faktor. Auch eine gute Haushaltsrechnung und ausreichend frei verfügbares Einkommen sind hierfür wichtig.

Wie können Verbraucher die Konditionen für einen Kredit positiv beeinflussen? 

Verfügt der Kreditnehmer nicht über eine gute Bonität, kann er die Zinsen für seinen Kredit senken, indem er einen zweiten Kreditnehmer mit regelmäßigem Einkommen hinzuzieht. Dies kann beispielsweise der Ehepartner sein. Durch den zweiten Kreditnehmer sinkt das Ausfallrisiko für die Bank, die für den Kredit sodann geringere Zinsen verlangt.

4. Fehler: Überschätzung der finanziellen Mittel

Die monatliche Rückzahlungsrate ist immer realistisch einzuschätzen. Dazu zieht man die laufenden Kosten, zum Beispiel für Miete, Essen, Kleidung und Freizeitaktivitäten, vom Nettoeinkommen ab. Das Geld, das übrig bleibt, steht theoretisch für die Rückzahlung des Kredites zur Verfügung. Allerdings sollte auch ein finanzieller Puffer eingeplant werden. Ungeplante Ausgaben können ansonsten zu Schwierigkeiten bei der Rückzahlung des Kredites führen. Die monatliche Rate sollte nur so hoch sein wie die Summe, die sich im Monat ohne Probleme entbehren lässt.

Zusammenfassung: So gelingt die Kreditaufnahme

1. Tatsächlichen Kreditbedarf ermitteln

Was soll angeschafft oder bezahlt werden und wie viel Fremdkapital ist dafür erforderlich? Vom Vorhaben und dem Wunschbetrag hängt ab, welcher Kredit infrage kommt und welche Finanzierungsart am besten geeignet ist.

2. Haushaltsrechnung durchführen       

Wie viel freies Geld steht zur Tilgung der monatlichen Raten zur Verfügung? Hier ist eine realistische Einschätzung wichtig. Das verfügbare Geld lässt sich durch eine Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben ermitteln.

3. Kredite vergleichen

Welcher Anbieter hat für den individuellen Bedarf die besten Konditionen? Es ist ratsam, möglichst viele Kreditangebote zu vergleichen, um ein passendes Angebot zu finden. Hierfür bietet sich ein unverbindlicher und kostenloser Online-Kreditvergleich an. Wichtig: Alle Angaben müssen wahrheitsgemäß und vollständig sein.

4. Kreditantrag stellen

Wer sich für einen Kreditanbieter entschieden hat, reicht bei diesem mit den persönlichen Daten und Unterlagen sowie den gewünschten Konditionen einen Antrag ein. Der Kreditgeber, also etwa die Bank, prüft den Antrag anschließend und ermittelt anhand einer Schufa-Abfrage die Bonität des Antragstellers. Diese sollte sehr gut sein und anderenfalls vorher verbessert werden. Bewilligt der Kreditgeber den Antrag, erhält dieser die Vertragsunterlagen und das Geld.

Titelbild: pixabay.com © ccfb (CCO Creative Commons)
Foto: pixabay.com © Raten-Kauf (CCO Creative Commons)




Informationen zum Artikel:
Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ist dieser namentlich in dem Beitrag nicht explizit erwähnt, so kann dieser bei der Redaktion angefragt werden. Bildrechte werden, wenn bekannt, gesondert aufgeführt. Allgemeinbilder zur Untermalung stammen in der Regel von: Celler-Presse.de, Pixabay.com oder Pexels.com. Bitte beachten Sie, dass die Nutzung dieser Seite kostenfrei ist. Daher blenden wir Werbung ein und auch Serviceartikel können externe Werbe-Verlinkungen enthalten. Sie erkennen Sie an der Kategorie "Service". Hier werden diese Artikel gesondert aufgeführt.



Anzeige


Anzeige
Anzeige