Sonntag, 18. Januar 2026

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Fridays For Future kritisiert Sparpläne der Stadtverwaltung

„Hildesheim ist rechnerisch quasi schon pleite“ war ein Eindruck, den man aus der Präsentation von Ingo Meyer und Ulf Behnel bei der Einbringung des Haushalts für 2026/27 mitnehmen konnte. Wohl auch deswegen ist „Wir haben kein Geld“ einer der häufigsten Sätze, den wir seit Jahren aus der Politik zu hören kriegen, egal ob wir Lastenräder, Fahrradstraßen, Solaranlagen oder Energiesparmaßnahmen anregen wollen.

Daher sind wir einigermaßen verwundert und verärgert, dass die selbe Verwaltung, die alle Jahre wieder Predigten über das Sparen hält, jetzt von der Politik möchte, dass sie eine für uns unvorstellbar hohe Zahl von 105 Mio € für den Hafenausbau auf den Tisch legen soll. Die Sache macht uns umso wütender mit Blick darauf, was die Verwaltung beim Klimaschutz sonst macht: Die Investitionsmittel für Radwege will sie schon seit der Haushaltseinbringung für 2027 von 700.000€ auf 350.000€ halbieren, in der Änderungsliste der Verwaltung sollen jetzt auch noch die geplanten Mittel für den Heizungstausch in städtischen Gebäuden für 2026 gestrichen werden, um zu sparen. Damit spart die Verwaltung Investitionen in unsere Zukunft, während sie im Hildesheimer Norden mit der Riesenmaßnahme Hafenausbau/Gewerbegebiet Nord/Dritter Autobahnanschluss ein Dinoprojekt vorantreibt, dass in seiner Ursprungsidee älter ist als selbst die ältesten Mitglieder unseres Teams.

„Dass der Verwaltung Riesenprojekte im Hildesheimer Norden so viel wichtiger sind als selbst deutlich kleinere Klimaschutzmaßnahmen zeigt: Ingo Meyer hat noch nicht im Ansatz verstanden, was der Klimawandel für die Zukunft junger Menschen bedeutet und setzt völlig falsche Prioritäten.“ sagt Lydia Dorndorf von Fridays For Future Hildesheim.

„Wir fordern die Politiker:innen des Stadtrats auf, die Finanzierung der wichtigsten Klimaschutzprojekte abzusichern, bevor sie 105 Mio € für den Hafenausbau bereitstellt,  denn Hildesheim will im Jahr 2040 nicht nur ein modernes Monstergewerbegebiet haben, sondern ist auch gesetzlich dazu verpflichtet, bis dahin klimaneutral zu sein.“ sagt Luca Littmann von Fridays For Future Hildesheim

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Foto: Frantisek_Krejci / Pixabay

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