Freitag, 11. September 2026

✔ unabhängig ✔ überparteilich ❤ kostenfrei

Zu Besuch: Ministerpräsident Lies im Wohnquartier Ostend

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat gestern den Standort der Diakonie Himmelsthür im Wohnquartier Ostend besucht. Er kam dort mit Mitarbeitenden und der Bewohnenden-Vertretung ins Gespräch. Antonia Hillberg, Landtagsabgeordnete für Hildesheim, begleitete den Termin.

Vor dem Treffen hatten die Bewohnenden und Mitarbeitenden Fragen gesammelt, die sie umtreiben und über die sie mit Lies sprechen wollten: Was möchten Sie für Menschen mit Behinderung in Niedersachsen verbessern? Wie können Freizeitangebote und Vereine für alle Menschen zugänglich werden? Warum ist Inklusion für Sie wichtig? Aber auch: Was möchten Sie, Olaf Lies, Mitarbeitenden in der Eingliederungshilfe für ihre tägliche Arbeit mit auf den Weg geben?

Jeweils eine Minute sollte eine Antwort lang sein. Sichtlich interessiert beantworteten Lies und Hillberg im Wechsel die Fragen. Barrierefreie Angebote, bessere Transportmöglichkeiten und Mitbestimmung seien sehr wichtig. Haltestellen umbauen, Bordsteine absenken, Bahnen und Busse umrüsten, davon profitierten alle in der Gesellschaft. Persönliche Erfahrungen beim Begleiten eines Menschen im Rollstuhl schufen dabei eine gemeinsame Sicht, was sich ändern muss.

Das Fazit: Inklusion sei ein Gewinn und müsse „überall mitschwingen, wie ein roter Faden“, so Hillberg. „Warte, bis wir uns einen Fuß gebrochen haben. Behinderung kann uns alle treffen.“

Als große Herausforderung sahen beide, sinnvoll mit den Finanzen in der Landespolitik umzugehen. Leistungen nicht kürzen, sondern zusammenfassen, das sogenannte Pooling sei ein notwendiger Schritt. „Sich dafür zu entscheiden, einen Beruf in der Sozialbranche auszuüben, ist nicht ohne“ wandte sich Lies an die Mitarbeitenden. „Sie müssen lernen loszulassen. Nehmen Sie nicht alles mit, trennen Sie Beruf und Freizeit. Tanken Sie Kraft.“ Er selbst sei Vater einer Tochter, die in der Pflege tätig ist, und zeigte viel Verständnis und Respekt für soziale Arbeit.

Nach der Gesprächsrunde gab es Zeit für eine Besichtigung, Bewohnende und Mitarbeitende zeigten Lies eine Wohngruppe und ein Appartement im Haus. Anschließend nutzte der Vorstand der Diakonie Himmelsthür die Möglichkeit zum Austausch.

Der nächste Besuch von Ministerpräsident Lies bei der Diakonie Himmelsthür ist schon geplant: Am 18. September wird er als Redner beim Freundesmahl zu Gast sein, veranstaltet vom Freundeverein in Hildesheim. Lies wird bei der dortigen Podiumsdiskussion über seine Eindrücke im Ostend berichten. Bewohnende und Mitarbeitende sind gespannt, ob sie in konkrete Zusagen münden werden.

Inklusiv wohnen im Quartier Ostend

Das Angebot im Ostend ist eine sogenannte besondere Wohnform, konzipiert für Menschen mit Behinderung und unterschiedlichem Assistenzbedarf. Es bietet 29 Plätze in Wohngruppen und Einzelappartements und ist vollständig barrierefrei. Die Bewohnenden werden individuell unterstützt und können vielfältig am Sozialleben im Quartier teilhaben. Im Haus gibt es auch Wohnungen für Menschen ohne Assistenzbedarf, was die Inklusion und das Miteinander fördert.

Diakonie Himmelsthür, Tatjana Daus

Hinweis zu der Meldung
Diese Seite zeigt gesponsorten Marketing-Inhalt, Quell- und Informationslinks sowie extern eingespielte Banner und Flash-Anzeigen.

Anzeige