Sonntag, 12. April 2026

✔ unabhängig ✔ überparteilich ❤ kostenfrei

Saisonaler Anstieg der Arbeitslosenzahlen

Landkreis HILDESHEIM. Im Juli waren 12.602 Frauen und Männer im Arbeitsagenturbezirk Hildesheim arbeitslos gemeldet. Das sind 492 (+4,1%) mehr als im Juni, aber 950 (-7,0%) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent angestiegen (Vorjahr 6,3%). Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist insbesondere auf verstärkte Arbeitslosmeldungen von jungen Erwachsenen unter 25 Jahren zurückzuführen. Durch das Ende der schuli-schen und betrieblichen Ausbildungen nimmt gerade in dieser Altersgruppe die Arbeits-losigkeit vorübergehend stark zu, weil ein nahtloser Übergang in eine Beschäftigung oft-mals nicht möglich ist. Die Arbeitslosenzahl der jungen Erwachsenen ist im Vergleich zum Vormonat um 265 auf 1.447 gestiegen (+22,4%). Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind 166 junge Menschen weniger arbeitslos gemeldet (-10,3%).

„Diese frisch ausgebildeten Fachkräfte stellen ein Potenzial an qualifizierten Arbeitneh-mern dar, die sofort von den Betrieben eingestellt werden können“, erklärt Alexandra Fuchs, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Hildesheim. Sie appelliert an die Betriebe: „Ermöglichen Sie diesen Jugendlichen den Einstieg ins Berufsleben und sichern Sie sich zugleich Ihren Fachkräftebedarf für die Zukunft.“

Arbeitslose nach Rechtskreisen
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit / Arbeitslosengeld I) ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von 13,4 Prozent auf 3.992 Arbeitslose zu verzeichnen (-618 Personen). Zum Vormonat Juni ist die Arbeitslosigkeit um 12,4 Prozent (+441 Personen) angestiegen.
Im Bereich der für die Grundsicherung (SGB II) zuständigen Jobcenter ist die Zahl der arbeitslosen Männer und Frauen gegenüber dem Vormonat um 51 Personen auf 8.610 gestiegen (+0,6%). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 332 Arbeitslose weniger (-3,7%).

Arbeitskräftenachfrage
Die Nachfrage nach Personal ist im Juli auf einem guten Niveau. Unternehmen aus dem Agenturbezirk meldeten 884 neu zu besetzende Arbeitsstellen. Das waren 55 Stellen bzw. 6,6 Prozent mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat Juli 2017 sind 63 Stellen mehr gemeldet worden (+7,7%). Seit Jahresbeginn wurden 5.860 neue Stellen gemeldet, das sind 7,5 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres (-473 Stellen).

Unterbeschäftigung
Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Neben den Arbeitslosen zählen auch Personen als Unterbeschäftigte, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung sind1. Im Juli waren nach vorläufigen Angaben 16.409 Menschen unterbeschäftigt. Das sind 1.153 Personen weniger als noch vor einem Jahr (-6,6%).

Entwicklungen in den Landkreisen
Im Landkreis Hildesheim waren im Juli 9.156 Personen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat waren das 407 Personen mehr (+4,7%). Das Vorjahresniveau wurde weiterhin um 531 Personen unterschritten (-5,5%). Die Arbeitslosenquote ist gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent angestiegen (Arbeitslosenquote Vorjahr: 6,6%).

Die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitsagentur (Arbeitslosengeld I) ist um 14,1 Prozent (343 Personen) auf 2.782 gegenüber dem Vormonat angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit um 13,3 Prozent (-428 Personen) gesunken.

Im Jobcenter Hildesheim waren im Juli 6.374 Männer und Frauen arbeitslos. Dies entspricht einem Anstieg von 64 Personen (+1%). Im Vorjahresvergleich ist eine Reduzierung von 1,6 Prozent (103 Personen) zu verzeichnen.

Im Landkreis Peine fiel der Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem übrigen Agenturbezirk schwächer aus. Im Juli waren 3.446 Personen aus dem Kreis Peine arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg von 85 Personen (+2,5%) gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen um 419 Personen, bzw. 10,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote ist gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent angestiegen (Arbeitslosenquote Vorjahr: 5,5%).

Im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit (Arbeitslosengeld I) ist die Arbeitslosigkeit um 8,8 Prozent (+98 Personen) auf 1.210 Personen angestiegen. Gegenüber dem Vorjahr ist eine Abnahme von 13,6 Prozent (190 Personen) zu verzeichnen. Im Bereich des Jobcenters (Arbeitslosengeld II) ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent (-13 Personen) auf 2.236 gesunken und lag somit um 9,3 Prozent (-229 Personen) unter dem Vorjahresniveau.

Hinweis zu der Meldung
Diese Seite zeigt gesponsorten Marketing-Inhalt, Quell- und Informationslinks sowie extern eingespielte Banner und Flash-Anzeigen.