Dienstag, 16. Juni 2026

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Ein Opfer für die Innerste – Rosen & Rüben zeigte am Wochenende die Spezialitäten des Hildesheimer Landes

GEHRENRODE/GRASDORF. Eine bunte Palette an regionalen Spezialitäten konnte man mit Rosen & Rüben am vergangenen Wochenende entdecken. Am Ortseingang von Gehrenrode, Bad Gandersheim, befindet sich das Goldschmiedeatelier von Heike Probst. In liebevoller Beratung stellt Probst hier Schmuck und Eheringe her und freute sich über Besuch. Nur wenige Schritte weiter öffnet der idyllische Rosenhof seine Türen und ließ einen Blick auf das dort beheimatete Kunsthandwerk gewähren. Eigenmächtig hat Thomas Schmalz gemeinsam mit den anderen Bewohnern den Rosenhof vor gut zwanzig Jahren hergerichtet, dessen ruhiger Innenhof heute immer wieder zu Kulturveranstaltungen einlädt. Auf zwei Etagen konnten Schmalz’ Bildhauereien und Antiquitäten bestaunt und erworben werden.

In seinem noch unfertigen Atelier stand Axel Schöpf vor einer Leinwand und malte. “Damit man auch mal sieht, was man mit den Farben noch machen kann”. Eigentlich ist Axel Schöpf Restaurator, doch in seiner Freizeit widmet er sich noch immer gern der eigenen Kunst. Unzählige seiner Bilder liegen in den Schubladen seiner Werkstatt, beim Anblick der Aktzeichnungen musste er lachen. “Das waren meine ersten Gehversuche”. Bei hausgemachtem Kuchen und Kaffee erzählte Schöpf begeistert von seiner Arbeit, davon, wie er vor gut zwanzig Jahren zusammen mit Theodor Vollmer das Knochenhauer Amtshaus in Hildesheim oder die Alte Waage in Braunschweig restaurierte. “Da haben wir uns einfach ein paar Studenten geschnappt und sie mitarbeiten lassen”. Er deutete auf eine Farbpalette in der Ecke seiner Werkstatt. “Das sind die bevorzugten Farben für Restaurationen. Stimmt, diese fehlt noch in meinem Bild” – fiel ihm ein, bevor er aufsprang und sich wieder seinem neuen Gemälde zuwandte.

In Grasdorf, Holle fand an diesem Wochenende derweil das alljährliche Braufest statt. Die sieben Braugesellen vom Schwarzen Huhn luden bei schönem Wetter zum Feiern bei Livemusik und zur gemeinsamen Opfergabe ein. Das “Schwarze Huhn”, ein obergäriges, sechsprozentiges Bier, gebraut mit Harzwasser, hat seinen Namen aus der alten Sage “Die Innerste” aus dem Jahr 1874 von Wilhelm Raabe. Demnach verlangt die Innerste als Opfer ein Schwarzes Huhn, damit sie den Menschen vor ihren Fluten verschone. Mit einem schwarzen Huhn im Käfig ging es also traditionell an die Innerste, um das Opfer den Fluten zu übergeben. Tiere kamen an diesem Wochenende zum Glück nicht zu Schaden – stattdessen genügte auch ein kräftiger Schluck des selbstgebrauten Bieres, um der Innerste Respekt zu erweisen. Anschließend kamen auch die Gäste in den Genuss der geschmackvollen Erfrischung.

Alle Informationen sind auf der Internetseite www.rosenundrueben.de aufgeführt.

PR
Fotos: Daniel Kunzfeld