Andreas Gleim auf der Großen Weserrunde

SARSTEDT. Kürzlich fand die 9. Große Weserrunde als Radmarathon rund um die Weser statt – mit dem Rad maximal 300 km an einem Tag! Vier verschiedene, ausgeschilderte Streckenführungen mit Längen von 150, 200, 250 und 300 km boten dabei die Möglichkeit, die Länge der Tour je nach persönlicher Kondition und Ambition selbst festzulegen. Der seit 2010 veranstalte Radsport-Event ist nicht nur eine sportliche Herausforderung für ambitionierte Radfahrer, sondern mit der landschaftlichen Schönheit des Weserberglandes auch ein echtes Erlebnis. Die Große Weserrunde ist kein Radrennen, sondern eine Langstreckenfahrt. Rennräder sind nicht grundsätzlich erforderlich, E-Bikes jedoch nicht zugelassen.

Der Sarstedter Ausnahmesportler Andreas Gleim hat, nachdem er 2 Wochen zuvor die Klassiker der Tour der France gefahren war, die Herausforderung der 300 km-Weser-Strecke angenommen. Um sich dafür fit zu machen, ist er bei der Sarstedter Sieben-Berge-RTF am 25. August die 150 km-Strecke als Trainingstour gefahren.

Gleim ist die 300 km-Runde von Rinteln über Hameln, Bodenwerder, Holzminden, Gieselwerder, Hann. Münden, Beverungen und Aerzen zurück nach Rinteln gefahren. Start war morgens um 6:15 Uhr bei aufgehender Sonne und dichtem Nebel. Das Wasser der Weser hatte über Nacht so viel Dampf produziert, dass die Fahrer den Eindruck hatten, dass sie eine Waschküche durchquerten. Im Abschnitt zwischen Höxter und Beverungen kam die Sonne dann endgültig aus den Wolken hervor und es wurde sommerlich warm. Nach den Worten von Gleim war die gesamte Strecke märchenhaft schön. Der Veranstalter hatte dieses Motto aufgegriffen und an den Verpflegungsstellen Schauspieler organisiert. So beispielsweise in Bodenwerder den Baron von Münchhausen, der allerdings nicht auf einer Kanonenkugel saß.

Die Tour hatte immer wieder kleine Steigungen, aber mit einer Höhendifferenz von insgesamt 285 m war das im Vergleich zu seinen Alpentouren für Gleim keine besondere Schwierigkeit. Am Nachmittag wurde es zunehmend wärmer und es musste viel getrunken werden. Die meiste Zeit wurde auf dem Weserradweg gefahren, so dass die Radsportler mit Rücksicht auf die „normalen“ Fahrradfahrer ihr Tempo reduzieren mussten. Gleim ist um 17:45 Uhr wieder in Rinteln angekommen, was einer Brutto-Durchschnittsgeschwindigkeit von 26 km/h entspricht. Fazit des TKJ-Hochleistungssportlers: „Es war wieder eine wunderschöne Tour, aber für diese Saison reicht es jetzt!“

Rainer Scholz

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