Ein rundum gelungener Abend – Adventskonzert der Kreiskantorei begeistert 180 Zuhörer in Alfeld

ALFELD. „For unto us a Child is born.“ Kaum waren die letzten Klänge aus Händels Messias verstummt, erhob sich das begeisterte Publikum in der Alfelder St. Nicolai-Kirche von den Sitzen. 90 Minuten lang wurden die rund 180 Zuhörer beim Adventskonzert der Kirchenkreiskantorei auf die bevorstehende Weihnachtszeit eingestimmt, bedankten sich dafür mit lang anhaltendem Beifall.

Damit war das Konzept der Kreiskantorin Christina Kothen aufgegangen. Beim ersten Messias-Konzert im Mai dieses Jahres hatte sie ganz bewusst den Adventsteil herausgelassen, begann damals gleich mit der Passion. Jetzt wurde der Beginn des Werkes sozusagen nachgeholt. Weil Händels Adventsthema freilich nicht konzertfüllend ist, entschied sich Kothen für eine Programmgestaltung, die sich wie ein roter Faden durch den Abend zog: Vom fragenden „Wie soll ich dich empfangen?“ aus Johann Sebastians Bachs Weihnachtsoratorium bis zu der ungetrübten Vorfreude auf das bevorstehende Weihnachtsfest mit „For unto us a child is born“, das nach „Halleluja“ wohl zweibekannteste Chorstück aus Händels „Messias“.

Die intensive Vorbereitung auf das Adventskonzert hatte sich gelohnt, denn der Chorklang zeugte von intensiver Stimmbildungsarbeit, wobei besonders die Soprane durch klare und gut geführte Höhe hervorstachen. Wie schon im Mai hatte die Kreiskantorin das Orchester „Sion di corda“ als tragende Basis des Konzerts engagiert. Mit sichtbarer Spielfreude und produktiver Kommunikation untereinander begleitete und stützte das Ensemble die Dirigentin, den Chor und die Solisten.
Dass Mareike Wagner (Alt), Nils-Rune Kothen (Tenor) und Christoph Biermann (Bass) nicht nur ausgezeichnete Sänger sind, spiegelte sich in den Gesichtern des Trios wider. Ausdrucksstark und mit großer Leidenschaft trugen sie zum Erfolg eines rundum gelungenen Abends bei.

Peter Rütters
Fotos: Peter Rütters

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