TKJ Sarstedt richtig ersten Leichtathletikwettkampf im Kreis Hildesheim unter Corona-Bedingungen aus

SARSTEDT. Am vergangenen Wochenende war es endlich soweit, in Sarstedt ertönten im Stadion am Wellweg wieder die Startschüsse für verschiedene Sprintwettbewerbe. Eigentlich sollte an diesem Tag dort das große Sparkassenmeeting veranstaltet werden, dieses wurde aber aus aktuellem Anlass abgesagt. Stattdessen haben Trainer Matthias Harmening und Abteilungsleiter Alexander Maus einen Sprint-, Weit- und Hürdentag nach Genehmigung des Hygienekonzepts durch den Hildesheimer Landkreises initiiert. Vorrangig wollte man den eigenen TKJ Athleten nach monatelanger Trainingspause endlich wieder eine Wettkampfmöglichkeit bieten.

Doch die Anmeldezahlen waren trotz der geltenden Verhaltensregeln während des Wettkampfes und auf dem Sportplatz unglaublich hoch, sodass bevorzugt Athleten des Leichtathletikkreises Hildesheims und dem Bezirk Hannover angenommen wurden. Zuschauer waren nicht erlaubt, Trainer und Athleten hatten ihre Kontaktdaten abzugeben, pro Altersklasse gab es maximal zwei Starts mit je 3 oder 4 Teilnehmern je nach Disziplin. Denn Abstandhalten gilt auch beim Leichtathletikwettbewerb: Auf nur jeder zweiten Laufbahn darf gesprintet werden, beim 800-Meter-Lauf müssen die zwei Runden komplett auf der eigenen Bahn gerannt werden. „Ein bisschen komisch ist das schon, dass man die anderen beim Sprint nicht direkt neben sich hat, aber wir sind sehr froh, endlich in die Leichtathletik-Saison starten zu können!“, so die gängige Athleten-Meinung.

Für den Ausrichterverein TKJ Sarstedt starteten 30 Athletinnen und Athleten. Ganz vorne mit dabei war Jannik Ostwaldt (U20), der einen klasse Wettkampftag erwischte. Im Sprint über 100-Meter blieb er mit 11,47 Sekunden nur eine Hundertstel über seiner schnellen Bestzeit und zeigte im 400-Meter-Sprint, dass er sich in Topform befindet. Denn mit seiner Zeit von 50,39 Sekunden für die Stadionrunde war er ca. 1,5 Sekunden schneller als im Vorjahr und knackt sowohl in seiner Altersklasse der U20 als auch bei den Männern den Vereinsrekord von vor 50 Jahren. Der bisherige Vereinsrekordinhaber Hartmut Böttcher, der 1970 den 400-Meter Rekord aufstellte, war ebenfalls in seiner aktuellen Funktion als Trainer und Betreuer anwesend und staunte nicht schlecht über Janniks starken Lauf.

In der weiblichen U20 setzte Lily Wildhagen gleich zwei Markenzeichen. In ihrem erst zweiten Rennen über 200-Meter war sie in nur 25,23 Sekunden im Ziel und zu Recht sehr zufrieden. Auch auf ihrer Paradisziplin den 100-Meter-Hürden, lief sie in 14,08 Sekunden allen davon und stellte ebenfalls ihren eigenen Vereinsrekord neu auf. Lily hofft nun, dass ihre Zeiten gleichzeitig die Qualifikation zur Deutschen Jugendmeisterschaft bedeuten. Im letzten Jahr hätten ihre Zeiten gereicht, dieses Jahr ist diese DM als einzige im Jugendbereich auf September verschoben und nicht abgesagt worden, doch Qualifikationszeiten stehen noch nicht fest. Denn auch dort ist mit einem stark verkleinerten Teilnehmerfeld zu rechnen und somit erschwerten Qualifikationsbedingungen.

Bereits ab der Altersklasse M10 durfte in Sartstedt gestartet werden. Die jüngsten TKJ-ler Magnus Pähz (8,53 Sekunden über 50 Meter) und Oskar Eckstein waren in jedem Fall vorne mit dabei, genau wie Jan Linschmann (M11 – 3,62 Meter im Weitsprung). Luca Willig blieb im 75-Meter Sprint mit 11,91 Sekunden unter der 12 Sekunden Marke und bleib aber bei vielen Fehlversuchen im Weitsprung mit 3,96 Meter leider knapp unter den gewünschten 4 Metern. Diese sprang exakt Nicolas Thiele (M13) und legte mit 10,82 Sekunden einen hervorragenden 75-Meter-Sprint hin. Maximilian Hass (M13) trat neben den 75-Metern und dem Weitsprung auch beim 60-Meter-Hürdensprint an (11,70 Sekunden). Tom Waselowsky musste in der M14 erstmals 100-Meter sprinten (14,31 Meter) und war vor allem mit seinem Weitsprung mit 4,89 Metern richtig zufrieden.

Die jüngste TKJ-lerin war Katharina Rothert in der W10 (50 Meter: 9,12 Sekunden / Weit: 2,97 Meter). Lara Maiwald und Niya Bödeker lieferten sich im 50-Meter Sprint und Weitsprung spannende Duelle. Lara gewann vor Niya den Weitsprung mit tollen 4,10 Metern, Niya den Sprint vor Lara in 7,81 Sekunden.

Die meisten Teilnehmerinnen des TKJ sind in der W12 und W13 gestartet.
Sophie Hollenbach (W12) gewann den Weitsprung (3,89 Meter), Alissa Reem (W12) wurde zweite über 75-Meter in 11,80 Sekunden. Lucie Knaust zeigte einen spitzenmäßigen Wettkampf und war im Sprint (10,57 Sekunden), 60-Meter-Hürdenlauf (10,11 Sekunden) und Weitsprung mit 4,60 Metern ganz vorne mit dabei. Leni Linschmann sprang gut 4,51 Meter und war ähnlich sprintstark wie Lucie (10,70 Sekunden auf 75 Meter, 10,58 Sekunden über 60-Meter-Hürde). Sie nahm zudem am 800-Meter-Lauf teil (2:39,72 Minuten). Mit den ebenfalls gestarteten Mädels Hannah Gaebel, Thalea Paggen, Alina Schirokov, Hannah Coßmann, Heidi Hollenbach und Aya Alissa, hätte der TKJ zwei Staffel in der U14 stellen können – doch diese sind aufgrund der Abstandsmissachtung derzeit nicht erlaubt.
In der weiblichen U16 lief Neele Hebel (W14) auf der äußersten Rundbahn ihre zwei Runden ums Stadion in 2:38,84 Minuten. Anfangs war sie etwas zu schnell los gelaufen, daher fehlten ihr am Ende doch ein paar Kraftreserven um noch schneller gewesen sein zu können. Auch über 80-Meter-Hürden war erfolgreich Neele gestartet (14,25 Sekunden). Melissa Daniel (W14) und Rosalie Pischke (W14) nahmen wie Dorothea Karakatsouli (W14 – 4,42 Meter) am Weisprung teil. Charlotte Dörrie (W15) konnte sich über ihre Sprintzeiten über 100-Meter (13,82 Sekunden) und 80-Meter-Hürden (13,35 Sekunden) noch nicht so richtig freuen. Die trainingsfleißige Athletin möchte beim nächsten Mal noch mehr von ihrem Können zeigen.

Auch in der U18 und bei den Frauen waren jeweils zwei TKJ-Athletinnen gestartet. Während bei den Frauen Sarah Tenbrock mit 4,90 Metern den Weitsprung gewann und auch Rylana Kossol ausschließlich Sprang (4,56 Meter), legte Luisa Pransche (U18) einen guten 100-Meter-Sprint in 13,51 Sekunden hin. Emily Pischke versuchte über 200 Meter (27,56 Sekunden) ihr Glück auf der anspruchsvolleren Sprintstrecke und war im Weitsprung auch mit Abstand mit ihren 5,60 Metern die Beste Springerin des Tages.

Insgesamt war der erste Sarstedter Leichtathletik-Wettkampf 2020 sowohl aus sportlicher als auch aus organisatorischer Sicht ein voller Erfolg. „Mit ca. 200 Teilnehmern war dieser Wettbewerb deutlich größer als ein „kleiner Testwettkampf“, doch es hat alles gut geklappt und im Großen und Ganzen wurde sich auch an die neuen Verhaltensregeln gehalten“, so resümiert Organisator Alexander Maus den Tag, „Wir sind vor allem den vielen Helfern dankbar, die uns tatkräftig unterstützt haben!“ Am Ende der Sommerferien soll es erneut einen Sprint- und Sprung Wettkampf in Sarstedt geben.

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