Erneute Warnung vor Betrügern am Telefon

ALFELD/SARSTEDT. Bereits Ende letzter und zu Beginn dieser Woche meldeten sich Betrüger telefonisch bei mehreren lebensälteren Bürgern aus den Bereichen Sarstedt und Alfeld. Niemand der aufmerksamen Angerufenen fiel auf die Maschen der unbekannten Täter herein.

Bereits am späten Abend des 23.06.2020 erhielt eine 86-jährige Dame aus Sarstedt einen Anruf eines angeblichen Polizeibeamten, der sie ausfragen wollte. Die Seniorin erkannte das Ansinnen des vermeintlichen Beamten und beendete das Gespräch.

Ein weiterer Anruf ging am selben Abend bei einer 67-jährigen Frau ein, die ebenfalls in Sarstedt wohnt. Der Anrufer gab sich als Beamter der Polizei Sarstedt aus. Er führte aus, dass nach einem Einbruch im Nahbereich ein Zettel mit der Anschrift der Frau gefunden worden sei. Nachdem der Unbekannte noch weitere Fragen stellte, legte er auf.

Am Vormittag des 27.07.2020 wurde eine 72-jährige Frau aus Alfeld angerufen. Der Anrufer stellte sich als Polizeibeamter vor und berichtete von einem angeblichen Notfall. Die Dame ging nicht weiter darauf ein, beendete das Gespräch und wandte sich an die Alfelder Polizei.

Ähnliche reagierte eine 77-jährige Alfelderin, bei der sich kurze Zeit später ebenfalls ein falscher Polizeibeamter meldete und von Raubüberfällen berichtete. Die Angerufene beendete das Gespräch.

Auch ein 67-jähriger Mann aus Alfeld erhielt am selben Vormittag einen Anruf. Der vermeintliche Polizeibeamte erzählte von Einbrüchen in der Nachbarschaft. Mit der Bemerkung, dass man nun sein Geld und Gold wolle, beendete der 67-jährige das Telefonat.

Ebenfalls am Vormittag des 27.07.2020 erhielt eine 62-jährige Frau aus Duingen ein telefonisches Gewinnversprechen über einen mittleren, fünfstelligen Geldbetrag. Zuvor sei jedoch die Entrichtung von Gebühren in Höhe eines höheren, dreistelligen Betrages erforderlich. Die Frau schenkte dem Anruf keinen Glauben. Sie kontaktierte anschließend die Polizei.

Diese jüngsten Beispiele zeigen, dass die Betrüger mit ihren Maschen weiterhin aktiv sind. Sie belegen aber auch, dass viele Bürger aufmerksam sind.

Damit möglichst niemand auf die Machenschaften der Täter hereinfällt, ist es wichtig, darüber zu informieren. Freunde, Bekannte und Angehörige lebensälterer Personen sollten mit diesen über die Vorgehensweisen der Betrüger sprechen.

Die Polizei ruft nie Bürger an und verlangt die Herausgabe von Geld oder Wertgegenständen, da diese angeblich in Gefahr sind.

Gewinnen kann man nur etwas, wenn man zuvor auch an einem Gewinnspiel teilgenommen hat. In so einem Fall steht den Teilnehmenden ein möglicher Gewinn zu, ohne dass zuvor Gebühren entrichtet werden müssen.

Das Präventionsteam der Polizei Hildesheim hat in Kooperation mit dem Präventionsrat der Stadt jüngst einen Informationsflyer für Senioren konzipiert (hiesige Pressemeldung vom 14.07.2020, 15:18 Uhr. https://bit.ly/3jXydi7). Darin werden einige Vorgehensweisen der Täter beschrieben und durch entsprechende Verhaltenshinweise ergänzt.

Interessierte können den Flyer u.a. auf der Homepage der Polizei Hildesheim unter dem Link https://bit.ly/32d2XVO abrufen.

jpm/ots

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