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Auf und Ab – Helios GRIZZLYS dominieren gegen Herrsching und enttäuschen gegen Tabellenschlusslicht

Nov 30, 2021 , ,

GIESEN. Die Helios GRIZZLYS Giesen haben eine anstrengende Woche mit weniger „Ups“ als „Downs“ hinter sich gebracht. Nach dem verlorenen Pokalkrimi, in dem sie am vergangenen Mittwoch gegen die WWK Volleys Herrsching im Tiebreak unterlagen und damit den Einzug ins Pokalhalbfinale verpassten, konnten sie sich dann am letzten Samstag mit einem 3:0 in Herrsching revanchieren. Nach dieser starken sportlichen Leistung mussten die GRIZZLYS dann nur einen Tag später einen harten Dämpfer einstecken. Gegen den Tabellenletzten der 1. Volleyball Bundesliga, den TSV Haching München, verloren sie nach einer schwachen Teamleistung unerwartet mit 2:3. Für die Mannschaft um Cheftrainer Itamar Stein steht nun neben der körperlichen Regeneration nach dieser langen Auswärtsreise auch noch die taktische und teampsychologische Aufarbeitung der letzten 5 Tage auf dem Programm.

Eine ernste Aussprache mit Cheftrainer Itamar Stein und der Mannschaft ist für Dienstag geplant, denn für GRIZZLYS-Geschäftsführer Sascha Kucera steht fest, dass ein Ruck durch das Team gehen muss. Ein derartiges Gespräch ist nach der enttäuschenden Leistung gegen die Hachinger Underdogs und der fehlenden sportlichen Konstanz der vergangenen Wochen unvermeidbar und dringend notwendig.

Revanche der GRIZZLYS gegen Herrsching geglückt

Die Helios GRIZZLYS Giesen konnten am Samstagabend ihren zweiten Saisonsieg feiern. Nach der Enttäuschung vom vorangegangenen Pokalspiel hatten die Giesener sich fest vorgenommen, es in der Liga besser zu machen, was am Ende eindrucksvoll gelingen sollte. Bereits nach 74 gespielten Minuten viel eine große Last von den Schultern der Niedersachsen und sie jubelten lautstark über ihren 3:0 (26:24, 25:15, 25:20) Erfolg gegen die Herrschinger. Mit dem deutlichen Erfolg sicherte sich das Team von Itamar Stein wichtige Punkte für die Bundesligatabelle.

Itamar Stein setzte in Herrsching auf die identische Startaufstellung, wie schon beim Pokalkrimi am Mittwoch. Die GRIZZLYS starteten gut in die Partie und konnten sich zu Beginn gleich eine Führung erarbeiten. Nach Annahmeproblemen der Gastgeber schaltete der Giesener Mittelblocker Magloire Mayaula schnell und nutzte (fast) jede Chance um zu punkten. Die Gastgeber vom Ammersee punkteten in der Folge vor allem im Block, die Führung wechselte. Die Herrschinger hatten in der Anfangsphase des ersten Durchgangs die Nase vorne, spielten intelligent, konnten sich aber nicht entscheidend absetzen, sodass das Team um Kapitän Hauke Wagner in Schlagdistanz blieb und schließlich wieder zum 12:12 ausglich. Danach entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Immer wieder erkämpften sich die WWK Volleys eine 2-Punkteführung, die die GRIZZLYS kurz darauf egalisierten. Am Ende gewannen die Giesener den ersten Satz denkbar knapp mit 26:24.

Die GRIZZLYS meldeten sich gleich mit einem starken ersten Punkt in Durchgang Zwei zurück. Nach zwei starken Abwehraktionen blieb Lorenz Karlitzek mutig und zwang das Team vom Ammersee zum ersten Punktverlust. Auch der darauffolgende Aufschlag bereitete den Herrschingern Probleme, sodass Giesen mit 0:2 in Führung ging und WWK-Coach Max Hauser zu seiner ersten Auszeit zwang. Die Niedersachsen ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Nach der ersten technischen Auszeit erspielten sich die GRIZZLYS vor allem durch druckvolle Aufschläge weitere Breakpunkte, sodass die Führung auf 16:8 anwuchs. Nach einem dominanten Satz beendeten die GRIZZLYS diesen mit einem bärenstarken Block zum 25:15. Die Körpersprache des Gastgebers sprach Bände und Giesen ging mit einem guten Gefühl in die Satzpause.

Im dritten Durchgang spielten die Herrschinger wieder besser mit. Zwar erkämpften sich die GRIZZLYS eine drei Punkteführung zum 11:8, doch die WWK Volleys glichen zum 11:11 aus. Mit einem Ass von Stijn van Tilburg zogen die Niedersachsen doch dann wieder davon. Die Herrschinger ließen sich noch nicht ganz abschütteln und agierten in dieser Phase konzentrierter als im Satz zuvor. Mitte des Satzes baute das Team von Itamar Stein seine Führung auf vier Punkte aus. Das verschaffte den Gästen ein bisschen Luft und gab ihnen noch mehr Sicherheit. Am Ende brachten die Helios GRIZZLYS den Vorsprung ins Ziel und machten damit die Revanche mit einem verdienten 3:0-Sieg gegen Herrsching perfekt.  

Fehlende Konstanz – GRIZZLYS verlieren im Tiebreak gegen das Tabellenschlusslicht

Die Helios GRIZZLYS Giesen verloren am vergangenen Sonntag überraschend gegen den letztplatzierten der 1. Volleyball Bundesliga, dem TSV Haching München mit 2:3 (26:24, 22:25, 23:25, 25:17, 7:15). Oftmals ist Freud und Leid nicht weit auseinander, dass beweist wohl auch das Wochenende der Niedersachsen. Drei Einsätze in fünf Tagen, fehlende Konstanz und eine mäßige Punkteausbeute war bezeichnend für die vergangene Woche der GRIZZLYS.

Nach den zwei absolvierten Pflichtspielen gegen die WWK Volleys Herrsching rotierte GRIZZLYS-Coach Itamar Stein seine Startaufstellung für die Partie gegen den TSV Haching München etwas durch. Augusto Colito, Romans Sauss und David Seybering rutschten in die „Starting 6“. Die Giesener wirkten von Beginn der Partie in der Bayernwerk Sportarena sehr behäbig und lagen schnell mit 1:4 zurück. Die Gastgeber konnten die Führung zunächst auf fünf Punkte ausbauen, bis Mitte des ersten Satzes die GRIZZLYS wieder etwas besser ins Spiel fanden und sich ein enges Spiel beider Kontrahenten herausbildete. Mit ein bisschen Glück konnten die Hachinger ihre Angriffschance nicht nutzen und die Niedersachsen jubelten über den ersten Satzgewinn des Abends.

Die Niedersachsen starten besser in den zweiten Durchgang gegen Haching. In die erste technische Auszeit ging die Gästemannschaft mit einer 8:6-Führung. Vor allem die Annahme stabilisierte sich und dadurch auch das schnelle Spiel durch die Mitte. Besonders heraus stach dabei der Mittelblocker David Seybering, der immer wieder Akzente setzen konnte. Das Spiel der GRIZZLYS wirkte in dieser Phase kontrolliert und so erarbeiten sie sich eine 3-Punkteführung. Im Anschluss kämpften sich die Hachinger jedoch beeindruckend wieder heran. Zur Crunchtime des zweiten Satzes waren dann vor allem die Gastgeber hellwach und nutzen die aufkommende Schwächephase der GRIZZLYS aus, die den Satz aus der Hand gaben und ihn schlussendlich mit 22:25 verloren. Itamar Stein reagierte auf den Satzausgleich und brachte die zuletzt stark aufspielenden Lorenz Karlitzek und Hauke Wagner in die Partie. Es entwickelte sich ein Satz auf Augenhöhe, in dem sich zunächst keines der Teams entscheidend absetzen konnte. In den entscheidenden Phasen des Durchgangs agierten die Hachinger mutiger und wurden zum Satzende hin mit zwei vorentscheidenden Breakpunkten zum 23:20 belohnt. Die GRIZZLYS kamen nach zwei starken Blockpunkten noch einmal auf 23:23 heran, die beiden folgenden Ballwechsel entschieden mental starke Hachinger für sich und verdienten sich damit die 2:1 Satzführung. Die Bayern wirkten nun gewillt ihren ersten Sieg in der Saison zu feiern und machten spielerisch dort weiter, wo sie in Satz drei aufgehört hatten. Sie gingen mit 4:1 in Führung. Die Körpersprache der GRIZZLYS wirkte nun kraftlos, doch sie kämpften sich Mitte des vierten Durchganges in die Partie zurück und erspielten sich ein 5-Punkteführung. Die Hachinger konnten in dieser Phase des Spiels gegen die druckvollen Angriffe und das routinierte Blockspiel der GRIZZLYS nichts ausrichten und so sicherten sich die Giesener den vierten Satz und damit auch den 2:2-Satzausgleich.

Der Tiebreak musste nun entscheiden. Im fünften Satz hatten die GRIZZLYS mit unerklärlichen Abstimmungsprobleme zu kämpfen und das junge Hachinger Team nutzte die Schwäche gnadenlos aus. Besonders der spätere MVP-Goldmedaillengewinner Philipp Schumann punktete nun in Aufschlag und Angriff und legte damit den Grundschein für den Gewinn des entscheidenden fünften Satzes. Im Tiebreak waren die Gastgeber sehr präsent und es gelang fast alles. Die Giesener dagegen fanden nicht zu ihrem Spiel und müssen nun die unerwartete Niederlage gegen das Schlusslicht der Liga hinnehmen und in den nächsten Tagen verarbeiten. Enttäuschende Randnotiz: Im Jahr 2021 konnten die GRIZZLYS kein einziges Tiebreak-Spiel für sich entscheiden.

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