Montag, 9. Februar 2026

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Blaualgenverdacht am Hohnsensee: Gesundheitsamt rät insbesondere Eltern von Kleinkindern sowie Hundebesitzern zu erhöhter Wachsamkeit

Der Betreiber des Freibades Jo Wiese am Hohnsensee meldete einen Blaualgen Verdacht. Bei einem Ortstermin hat das Gesundheitsamt am Uferbereich Grünfärbungen und leichte Eintrübung des Wassers feststellen können. Für den Hohnsensee erfolgt eine genaue Bestimmung der Wasserprobe in den nächsten Tagen. Aufgrund des Blaualgenverdachts ruft das Gesundheitsamt besonders Eltern von Kleinkindern sowie Hundebesitzer zu erhöhter Wachsamkeit auf. Ein Badeverbot ist nicht ausgesprochen.

Heißes, sonniges Wetter insbesondere Mitte bis Ende August bietet ideale Bedingungen für die Ausbreitung sogenannter Cyanobakterien, besser bekannt als Blaualgen. Diese schimmern eher grünlich bis leicht bläulich und bilden Schlieren oder Teppiche im Wasser. Einen Hinweis auf eine Belastung ist, wenn man bis zu den Knien im Wasser steht und die Füße im Wasser bereits nicht mehr zu sehen sind. Kennzeichen für eine starke Blaualgenentwicklung sind eine bläulich-grünliche Trübung des Wassers, eine Sichttiefe von weniger als einem Meter und Schlierenbildung besonders auch am Ufersaum. An welchen Uferbereichen sich Blaualgen konzentrieren, hängt im Wesentlichen von der Windrichtung ab. Das Aufkommen kann sich daher innerhalb kurzer Zeit ändern. 

Manche Arten der Blaualgen scheiden gesundheitsschädigende Stoffwechselprodukte aus, daher sollten Badende auf Hinweise vor Ort und auf Trübungen im Wasser achten. Besonders empfindliche Menschen sollten die entsprechenden Bereiche meiden. Schluckt man das Wasser, drohen Durchfall, Erbrechen oder Kopfweh. An der Haut können Hautreizungen und Quaddeln auftreten. Wer trotzdem ein Bad riskieren will, sollte den Mund geschlossen halten, den Körper hinterher gut abduschen und die Badebekleidung gleich gut auswaschen.

Eltern von Kleinkindern sollten besonders wachsam sein. Die Kinder sollten bei einer Algenblüte nicht mehr baden oder in Ufernähe spielen, denn beim Verschlucken des Wassers ist mit Übelkeit, Erbrechen oder Atemnot zu rechnen. Auch der Kontakt mit der Haut kann zu Reizungen führen.

Da sich auch außerhalb von Badestellen Blaualgen im Uferbereich konzentrieren können, sollten auch Hunde im Falle von Blaualgenansammlungen nicht baden und kein Wasser schlucken. 

Die Betreiber der Badeseen sind nach der EU-Badegewässerrichtlinie verpflichtet, mit EU-einheitlichen Informationstafeln direkt am See über die aktuelle Wasserqualität und ein gegebenenfalls bestehendes Badeverbot zu informieren. Ein Badeverbot wird erst ausgesprochen, wenn festgelegte Grenzwerte für Krankheitserreger überschritten sind. Aktuell ist die Wasserqualität aller Badeseen im Landkreis Hildesheim mit „ausgezeichnet“ bewertet worden. Dies gilt trotz der Algenblüte auch für den Hohnsensee. Einen Überblick über die Badegewässerqualität bieten die aktuellen Ergebnisse der Badegewässerüberwachung unter www.badegewaesser.niedersachsen.de.

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