Montag, 13. Juli 2026

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Entrümpeln, aber richtig! Fünf Tipps für weniger Wohnballast

Entrümpeln ist im Erbfall, vor einem Umzug oder bei vollen Kellern und Dachböden eine echte Herausforderung. Dabei lohnt es sich auch ohne solche Gründe, einmal ordentlich im Haushalt »auszumisten«. Manche Funde lassen sich sogar virtuell versilbern.

Tipp Eins: Erst sortieren, dann aussortieren

Was zu viel ist, ist zu viel. Nach diesem innerlichen Aufreger beginnen viele wahllos mit dem Aussortieren und Entsorgen. Grundsätzlich ist das ein guter Anfang, aber schade, wenn dabei auch eigentlich wertvolles verschwindet. Also sollte erst einmal in einem Raum ein Platz zum Sortieren geschaffen werden. Kleidung zum Beispiel kann nach Kategorien gefaltet und nebeneinander gelegt werden. Geschirr oder Accessoires bekommen zunächst eine eigene Ecke. Dann eine Nacht darüber schlafen, und am nächsten Tag beginnt das Aussortieren und/oder Zurückstellen.

Tipp Zwei: Entrümpeln von klein nach groß

Ein häufiges Hindernis beim Ordnung und Platz schaffen sind die tausend kleinen Dinge in Regalfächern und Schubladen. Sie werden zuerst ausgemustert. Ist dies geschafft, werden im nächsten Schritt Gegenstände unter dem Teewagen, in Truhen und Schrankfächern betrachtet. Zum Schluss kommen die ganz großen Dinge an die Reihe. Bei ihnen fällt mit den nächsten Tipps das Aussortieren oder Behalten im leeren Zustand am leichtesten. Während der Entrümpelungsaktion kann gleich über mögliches Upcycling oder Verschönerungsarbeiten an einzelnen Lieblingsstücken nachgedacht werden.

Tipp Drei: Verwertbares im echten oder virtuellen Flohmarkt verkaufen

Sobald die Entrümpelungsaktion in Fahrt kommt, wächst die Zahl derjenigen Gegenstände, die zwar weg sollen, für den Container aber zu schade sind. Klassisch bietet sich ein Haus- oder Hofflohmarkt zum Weitergeben vieler Dinge an. Falls die Entrümpelung sehr umfassend ist, können die Eigentümer auch einen Online Shop erstellen und fortlaufend erweitern. Zum Beispiel können hier auch übrige und verkäufliche Gebrauchtgegenstände von Nachbarn oder Freunden mit angeboten werden. Was allerdings nach dem Flohmarktprinzip nach vier Wochen noch Hausstand oder Online Shop hütet, sollte jetzt gespendet oder endgültig entsorgt werden.

Tipp Vier: Auch Möbel aussortieren

Möbel sind ein Teil der Wohnvorstellung. Mit den Jahren engen sie allerdings die Wohnfreiheit sowie die bewohnbare Raumfläche ein. Wennschon, dennschon: Mindestens ein Großmöbel pro Wohnraum (Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer) ist entbehrlich. Für das Wegbringen zu Gebrauchthändlern sind diese großen Stücke nicht geeignet. Im bereits angelegten Online Shop kann allerdings einer Rubrik für Selbstabholer eingefügt werden. Zum kleinen Preis holen Interessenten die Möbel ab, nach denen sie vielleicht gerade händeringend suchen.

Tipp Fünf: Entrümpeln als Zweijahres-Aktion beibehalten

Neues rein, altes raus – nach einer gelungenen Entrümpelung füllt sich der Hausstand bald wieder. Doch was nun für zwei Jahre wieder im Schrank modert oder im Keller verstaubt, war ein Fehlkauf oder hat ausgedient. Entrümpeln alle zwei Jahre verändert die Bewohner mental. Wahrscheinlich denken sie künftig sorgfältiger über ihr Konsumverhalten nach. Mindestens ein Drittel aller angeschafften Dinge sind Spontankäufe ohne wirkliche Notwendigkeit. Sie nicht zu kaufen, entlastet den eigenen Geldbeutel, hält die Wohnumgebung freier und schont Ressourcen.

Fazit:
Wer regelmäßig entrümpelt, erlebt ein freieres Wohnumfeld und muss sich nicht über vollgestopfte Schränke ärgern. Mit der richtigen Strategie lassen sich viele aussortierte Gegenstände noch zu Geld machen. Empfehlenswert ist der Befreiungsschlag etwa alle zwei Jahre.

Foto: ulleo / Pixabay

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