Dienstag, 12. Mai 2026

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Freiraum-Aktive machen Lichtkunst beim Pflasterzauber

HILDESHEIM. Am ersten Abend des Pflasterzauber-Festivals beteiligten sich auch Aktive der Initiative für Freiräume in Hildesheim. Ab der beginnenden Dämmerung bis 22 Uhr zeigte die Gruppe mittels eines mobilen Projektors Bilder aus der Zeit der Besetzung des „Buntstifthauses“. Die Bilderschau traf auf große Resonanz.

Die Freiräumer*innen sind sichtlich erfreut über die gelungene Aktion. Sie konnten über 300 Flyer verteilen und sind mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen. „Bereits letzte Woche, beim Konzert vor der Jacobikirche und in der Arnekengalerie, war soviel Interesse da, dass uns zwischendurch die Flyer ausgegangen sind. Freiräume in der Stadt sind nicht nur uns wichtig.“ Laut eigener Aussage begrüßt die Freiraumgruppe unkommerzielle Nutzung von öffentlichem Raum ausdrücklich. „Deswegen sind wir hier und zeigen, was alles möglich ist, wenn Räume anders genutzt werden“ erklärt eine Aktivistin die Aktion.

Sie bedauert, dass der Freiraum für Veranstaltungen wie den „Pflasterzauber“ nur temporär existiert und „nur gewährt wird, wenn sich das Stadtmarketing positive Effekte verspricht.“ Dadurch verschwimme laut der Aktivistin die Grenze zwischen Kultur und Werbung: „Kulturschaffende verkaufen sich dann viel zu oft unter Wert, während Unternehmer*innen profitieren.“ Auch würde Freiraum nur temporär begrenzten Veranstaltungen mit Event-Charakter zugestanden, aber nicht langfristigen Projekten, die nach Alternativen im Wohnen, im Arbeiten und in der Stadtentwicklung suchten.

„Das zeigt doch, wem die Stadt gehört. Denen, die verkaufen und vermieten, aber nicht dem Großteil der Bewohner*innen.“ führt eine weitere Aktive an, bevor sie auf eines der Fotos an der Wand deutet und sagt, dass es Räume zur freien Entfaltung, wie im Buntstifthaus, brauche. Nachdem „Freiräume Hildesheim“ schon am letzten Freitag mit einem wilden Konzert in der Arnekengalerie auf sich aufmerksam gemacht hatten, ist klar, dass es sich bei der Freirauminitiative nicht um ein kurzfristiges Projekt handelt. „Mit uns muss Hildesheim jetzt rechnen, wir werden nicht aufhören für Freiräume zu kämpfen!“ bekräftigt ein junger Mann zum Abschluss der Aktion.

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