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Gewerbegebiet Senator-Braun-Allee II: Archäologie abgeschlossen

HILDESHEIM. Ende Juli wurden die archäologischen Untersuchungen auf der Fläche des zukünftigen Gewerbegebiets Senator-Braun-Allee II beendet. In den kommenden Jahren soll hier ein weiteres Gewerbegebiet entwickelt werden. Um die späteren Grundstücke voll erschlossen verkaufen zu können, mussten diese vorher archäologisch untersucht werden. Eine Tiefbaufirma trug unter Begleitung einer archäologischen Fachfirma den Oberboden auf der ehemaligen Grünfläche in einem streifenförmigen Raster ab, um in den darunterliegenden Erdschichten nach archäologischen Befunden zu suchen. Dabei gab es einige sehr interessante Funde.

Neben einem Zufallsfund an der Oberfläche aus dem Jahr 1875, ein „Felsgesteinbeil“, das der Jungsteinzeit zugeordnet wird, konnten einige Spuren einer Siedlung in Form von sogenannten Siedlungsgruben und Keramikfunden geborgen und dokumentiert werden. Die Siedlung stammt wahrscheinlich aus der Zeit zwischen 500 v. Chr. und dem Jahre Null. Des Weiteren wurde im Bereich der Siedlung ein Brunnen aufgedeckt, der kegelförmig in den Boden getrieben wurde.
Die Seitenwände bestanden aus einem organischen Material, wahrscheinlich Holz. Die Keramikfunde mit der Bezeichnung „Grauware“, die im Brunnen gefunden wurden, lassen auf das 11. bis 14. Jahrhundert n. Chr. schließen.

Als letzter besonderer Befund wurde in den letzten Tagen der Ausgrabung ein Kindergrab entdeckt. Das Kind wurde in einer seitlichen Hockerlage bestattet. Hinter dem Kopf wurde eine kleine Keramiktasse mit ins Grab gegeben. Das Skelett wurde geborgen und wird in den kommenden Wochen anthropologisch untersucht. Über das Alter des Grabes kann zum jetzigen Zeitpunkt nur ein ungefährer Zeitraum angeben werden. Bestattungen dieser Art kommen sowohl in der Jungsteinzeit, als auch in der Bronzezeit vor. Diese Epochen umfassen den Zeitraum von etwa 4.500 v. Chr. bis 500 v. Chr.

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