Besucher aus der Landeshauptstadt im Sarstedter Heimatmuseum

SARSTEDT. Für den vergangenen Sonntag hatte sich eine Gruppe des Pinkenburger Kreises aus dem Hannoverschen Stadtteil Groß Buchholz für eine Führung durch das Sarstedter Heimatmuseum angemeldet. Der Pinkenburger Kreis wurde 1985 als Ortsgruppe des Heimatbundes Niedersachsen gegründet. Eine wichtige Aufgabe des Vereins besteht darin, Fotos vom alten Ortskern und Erinnerungen alter Menschen an das Leben in früheren Jahrzehnten zu erhalten und zu archivieren.

Die Pinkenburg in Hannover im Stadtteil Groß-Buchholz war ein 1341 erstmals erwähnter und 1387 abgebrochener Wartturm der Hannoverschen Landwehr. Aus ihm entwickelte sich später ein Wart-haus, das sich im Laufe der Jahrhunderte von einer Zollstation zu einer Gaststätte wandelte. Der Ursprung des Namens Pinkenburg beruht darauf, dass der Turm Teil der Hannoverschen Landwehr war, die in ihrer Entstehungszeit dem Schutz gegen das verfeindete Bistum Hildesheim diente, das sich zu dieser Zeit als Großes Stift in unmittelbarer Nachbarschaft zu Groß Buchholz befand. Damals wurde bei Angriffen oder Feuer durch Schlagen einer Metallstange Alarm gegeben. Dies wurde, abgeleitet vom Geräusch, als „pinken“ bezeichnet.

Am Sonntagnachmittag konnten Eckhard Rohde von der Kulturgemeinschaft Sarstedt und Rainer Scholz vom Sarstedter Geschichtskreis eine Gruppe von 16 „Pinkenburgern“ im Museum begrüßen. In Anspielung auf die einstige Funktion der Pinkenburg, nämlich die Warnung vor Übergriffen des Bistums Hildesheim, stellte Scholz scherzhaft fest, dass sich die Gäste nun im „Feindesland“ befänden.

Nach gegenseitiger Vorstellung von Pinkenburger Kreis, Kulturgemeinschaft Sarstedt und Sarstedter Geschichtskreis führte Scholz die Besucher durch das Museum. Obwohl nur einer der Besucher Sarstedt kannte, stießen die Bilder „Sarstedter Gebäude und Straßen im Wandel der Zeit“ auf reges Interesse. Die weiteren Stationen der Führung waren die historische Rats-Apotheke und die Voss-Ausstellung, wo die Besucher die meiste Zeit verbrachten, die zahlreichen Exponate bewunderten und viele Fragen stellten. Den Abschluss bildete der Raum mit Inventar der früheren Sarstedter Geburtsklinik von Dorothea Siemon, in der im Dezember 1961 der 10.000ste Sarstedter Bürger zur Welt kam.

Zum Ende der Führung bedankte sich der Sprecher der Pinkenburger, Hartmut Valentin, bei Rohde und Scholz für die Gastfreundschaft sowie die kompetente und unterhaltsame Führung durch die Ausstellung mit interessanten Themen der Sarstedter Geschichte.

PR
Foto: Rainer Scholz

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