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Jürgen Garm: „Ein Leben für die Ausbildung im Handwerk“

HILDESHEIM. Seinen Ausstand hatten sich Jürgen Garms und mit ihm seine Kollegen und Mitarbeiter wahrlich anders vorgestellt. Eigentlich sollten am 29. April, seinem Geburtstag und letztem Arbeitstag, Weggefährten aus Politik, Wirtschaft und Handwerk zu Gast in der Kammer sein, um dem langjährigen Geschäftsführer der Handwerkskammer Lebewohl zu sagen. Corona hat diesen Plan durchkreuzt. Seine Kollegen, die Leiter der Berufsbildungszentren aus den anderen niedersächsischen Handwerkskammern, schalteten sich aus sicherer Entfernung per Videokonferenz zu. „Nach 25 Jahren für das Handwerk legt man nicht von heute auf morgen einfach den Hebel um und ist Rentner. Mir wird die Arbeit im Bereich der Aus-, Fort- und Weiterbildung fehlen“, sagte Garms, der fast zwei Jahrzehnte lang das Berufsbildungszentrum (BBZ) in Hildesheim-Bavenstedt und in Göttingen (mit seinem Vorgänger in Duderstadt) leitete. Tausende Gesellen und Meister haben unter Garms ihre Prüfungen im Handwerk abgelegt.

Hauptgeschäftsführerin Ina-Maria Heidmann gratulierte ihrem Stellvertreter Jürgen Garms zum 65. Geburtstag und verabschiedete ihn in den Ruhestand.

Zahlreiche Gratulanten würdigten das Lebenswerk des gebürtigen Bremerhavener Diplom-Volkswirts für die niedersächsische und bundesweite Bildungslandschaft. Garms organisierte in den späten 1990er-Jahren den ersten internationalen Lehrlingsaustausch im Handwerk mit Italien. Aber damit nicht genug: „Jürgen Garms hat das Land der Mitte nach Hildesheim, in unser BBZ geholt“, lobte Hauptgeschäftsführerin Ina-Maria Heidmann das unermüdliche Engagement ihres Stellvertreters. Garms initiierte die ersten Austauschprogramme mit chinesischen Fachkräften im Kfz-Handwerk, die seither an einer Übernahme des dualen Ausbildungssystems nach deutschem Vorbild arbeiten, also der Kombination von Schule, Betrieb und Überbetrieblicher Lehrlingsunterweisung. Auch das niedersächsische Projekt zur Integration von Geflüchteten in eine handwerkliche Ausbildung (IHAFA) wäre im Jahr 2015 wohl ohne seinen Einsatz nie realisiert worden. Seit Projektbeginn wurden in ganz Niedersachsen rund 1000 Menschen mit Fluchtbiographie in eine Ausbildung im Handwerk vermittelt.

Heidmann dankte ihrem Stellvertreter für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit: „Jürgen Garms trägt das Handwerk im Herzen, mit seinem leidenschaftlichen Einsatz für die rund 7.700 Handwerksbetriebe in den Landkreisen, ihre Auszubildenden und Mitarbeiter hinterlässt er sehr große Fußstapfen.“

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Foto: HWK




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