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Pinktober: Helios macht auf Brustkrebs aufmerksam

HILDESHEIM. Der Oktober ist pink! Das heißt, er steht ganz im Zeichen des Themas „Brustkrebs“. Der Pinktober wurde 1985 von der American Cancer Society ins Leben gerufen und will weltweit auf die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Brustkrebs aufmerksam machen. Inzwischen werden unter dem Symbol der Rosa Schleife auch in den deutschsprachigen Ländern viele Veranstaltungen aus diesem Anlass durchgeführt. In diesem Jahr beteiligt sich erstmalig auch das Helios Klinikum Hildesheim. Mit seinem zertifizierten Brustzentrum wirbt es auf Plakaten in der Klinik für die Mammographie – der effektivsten Form der Brustkrebs-Früherkennung. Zudem klärt Oberärztin und Leiterin des Brustzentrums, Jutta John, in Videos auf Facebook und Instagram über die wichtigsten Fragen rund um das Thema Brustkrebs auf. Natürlich stilecht im pinken Kasack!

Brustkrebs ist mit etwa 30,5 Prozent die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in den westlichen Industriestaaten. Seit den 1980er Jahren ist die Zahl der Fälle auf das Doppelte gestiegen: Ungefähr 69.000 Mal im Jahr stellen Ärztinnen und Ärzte aktuell die Diagnose „Mammakarzinom“ bei einer Frau, über 17.850 Frauen sterben jährlich daran. Des Weiteren treten pro Jahr 6.500 in-situ Karzinome (Vorstufe von Brustkrebs) auf. Auch Männer können an Brustkrebs erkranken, allerdings sehr selten. Nur etwa ein Prozent aller Neuerkrankungen betri?t Männer. Eine Brustkrebsdiagnose ist heutzutage allerdings keinesfalls mehr ein Todesurteil: „Die meisten Frauen, die in den letzten Jahren die Diagnose Brustkrebs erhalten haben, überleben die Krankheit dauerhaft oder zumindest für einen langen Zeitraum. Die Überlebensrate ist insbesondere davon abhängig, in welchem Stadium der Krebs entdeckt wird und wie aggressiv die Krebszellen sind. Rund 90 Prozent der erkrankten Frauen können bei einem lokal begrenzten Tumor geheilt werden.

Vorsorge ist deswegen extrem wichtig“, erklärt Jutta John, Leiterin des Brustzentrums am Helios Klinikum Hildesheim.

Richtig oder falsch? 10 Mythen über Brustkrebs

Aluminiumhaltige Deos, Bügel-BHs oder Milch erhöhen das Brustkrebsrisiko – diese und ähnliche Mythen kursieren in der ganzen Welt und sorgen häufig für Verunsicherung. Doch was ist dran an den Behauptungen? Jutta John erklärt, was wirklich stimmt.

Mythos 1: Durch Smartphones entsteht Brustkrebs

Das stimmt nicht. Viele Wissenschaftler sehen kein messbares Krebsrisiko durch Smartphones und somit auch keinen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und der Entstehung von Brustkrebs.

Mythos 2: Aluminiumhaltige Deos verursachen Brustkrebs

Irrtum. Erst kürzlich wurde eine Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) veröffentlicht, die belegt, dass über die Haut deutlich weniger Aluminium aufgenommen wird, als bisher gedacht. Ein Gesundheitsrisiko durch aluminiumhaltige Deos ist daher sehr unwahrscheinlich.

Mythos 3: Bügel-BHs lösen Brustkrebs aus

Auch das ist falsch. Es gibt mehrere Studien, die zeigen, dass das Tragen von Bügel-BHs in keinem Zusammenhang zu Brustkrebs steht.

Mythos 4: Rauchen fördert das Brustkrebsrisiko

Das stimmt. Tabakkonsum führt generell zu einem höheren Krebsrisiko – das beweisen Studien immer wieder. Rauchen zählt daher zu einem der wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren für Krebs.

Mythos 5: Übergewicht oder Adipositas erhöht das Brustkrebsrisiko

Vermutlich ja. Fettgewebe produziert höhere Mengen von Östrogen. Eine erhöhte Menge an Östrogen steht wiederum im Zusammenhang mit der Entstehung von Brust- und Gebärmutterhalskrebs.

Mythos 6: Nur Frauen können Brustkrebs bekommen

Nein. Auch Männer können an Brustkrebs erkranken. Allerdings liegt die Zahl der weiblichen Brustkrebspatienten deutlich höher.

Mythos 7: Brustkrebs wird vererbt

Das ist falsch. Familiärer Brustkrebs erhöht zwar das Risiko einer Erkrankung, aber ein genetisches Brustkrebsrisiko wird nicht automatisch vererbt. Lediglich fünf bis zehn Prozent aller Brustkrebserkrankungen sind auf eine vererbte Genmutation zurückzuführen.

Mythos 8: Mammakarzinom ist immer tödlich

Irrtum. Die Überlebensrate hängt unter anderem davon ab, in welchem Stadium der Krebs festgestellt wird. Ungefähr 90 Prozent der betroffenen Frauen können bei einem lokal begrenzten Tumor geheilt werden.

Mythos 9: Große Brüste = größeres Brustkrebsrisiko

Wieder falsch. Es gibt keine Untersuchungen, die eine Verbindung von Brustgröße und Brustkrebsrisiko feststellen. Statt der Körbchengröße ist die Brustdichte ausschlaggebender für das Krebsrisiko.

Mythos 10: Durch Stillen verringert sich das Brustkrebsrisiko

Das stimmt. Mütter, die länger als sechs Monate stillen, können das Risiko einer Brustkrebserkrankung verringern – vorausgesetzt, sie sind Nichtraucherinnen.

Das Brustzentrum am Helios Klinikum Hildesheim

Das Brustzentrum ist seit 2005 nach den Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie zertifiziert. Es betreut seine Patientinnen und Patienten von der Früherkennung und Diagnostik über die Therapie bis hin zur Nachsorge. In der interdisziplinären Brustkonferenz werden alle Befunde der Patientinnen umfassend besprochen. Zusammen entwickeln die Ärzte, bestehend aus Gynäkologen, Radiologen, Strahlentherapeuten, Pathologen, Onkologen, Nuklearmedizinern und Psychoonkologen nach dem neuesten Stand des medizinischen Wissens und unter Berücksichtigung laufender Forschung einen individuellen Behandlungsplan für jede in der Brustkonferenz vorgestellte Patientin.

PR
Foto: Helios Klinikum





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