Sonntag, 12. April 2026

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GUT fordert die kurzfristige bedarfsgerechte Einrichtung weiterer Betreuungsplätze

SARSTEDT. Seit 2013 hat jedes Kind sobald es ein Jahr alt ist in Deutschland einen Anspruch auf einen öffentlich geförderten Betreuungs- oder KiTa-Platz. Dem ist in Sarstedt aber leider nicht so. Die gesetzlich garantierte Versorgung kann die Stadt und der Landkreis für die Kleinsten bislang nicht erfüllen.

Dies wurde in der Sitzung des Ausschusses für Schulen und Kindertagesstätten am 06.10.2020 während der Vorstellung des aktuellen Kindergartenbedarfsplans mehr als deutlich. Es wurde offensichtlich, dass es in Sarstedt in den nächsten fünf Jahren weiteren dringenden Bedarf an KiTa-Plätzen besteht. Das, obwohl die in den Neubaugebieten kurz vor dem Verkauf stehenden Grundstücke darin noch gar nicht berücksichtigt sind!

Somit ist von einem weit höheren Zusatzbedarf auszugehen. Denn in Kürze werden die Neubaugebiete Sonnenkamp Ost, Heisede und Gödringen mit Leben gefüllt sein. Hier muss aus unserer Sicht schnell gegengesteuert werden. Das zeigt die hohe Nachfrage der zur Verfügung stehenden Bauplätze. Allein die Grundstücke im Baugebiet Sonnenkamp Ost sollen laut Immobilienvermarkter Sparkasse HGP auf Grund der starken Nachfrage bereits 6-fach Überzeichnet sein! Diese Grundstücke können -trotz hoher m² -Preise- daher nur in einem Losverfahren vergeben werden.

Laut Ratsfrau Stephanie Franke „Ist es daher bereits jetzt höchste Eisenbahn in Sarstedt. Es geht kein Weg herum, wir müssen bei der Einrichtung weiterer Betreuungsplätze die Schlagzahl kräftig erhöhen. Daher fordern wir den bestehenden Kindergartenbedarfsplan bis 2021 unter Berücksichtigung der Neubaugebiete zu aktualisieren und somit auf den realen Bedarf abzustimmen“.

Zudem ist zeitgerecht eine dementsprechend angepasste bedarfsgerechte Anzahl von KiTa-Plätzen einzurichten. Dazu sind beispielsweise Planungen unter anderem zur Erweiterung des Kindergartens in Gödringen durchzuführen und oder alternative weitere Expansions-möglichkeiten aufzuzeigen. Dafür sind vorerst zusätzlich € 100.000,00 in den Haushalt 2021 einzustellen.

Alle Kinder müssen die gleichen Chancen auf Bildung haben. Es passt etwas nicht zusammen, wenn 30 Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands immer noch eine gewaltige Kluft in der KiTa-Versorgung zwischen Ost und West besteht. Noch immer liegt die Versorgungsquote in den östlichen Bundesländern nach wie vor ungleich höher als bei uns. In Rostock liegt die derzeitige Versorgungsquote bei 2-Jährigen Kindern bei 99 % und bei uns?

Kinder bilden für unsere Stadt die Zukunft. Trotz starker Investitionen in den vergangenen Jahren hinkt unser Angebot dem großem Überbedarf weiter hinterher. Wir fordern Bildungsgerechtigkeit. Zur Finanzierung stehen zur Umsetzung von Maßnahmen diverse Fördermittel zur Verfügung. Der städtische Investitionsaufwand würde sich somit im über-schaubarem Rahmen bewegen.

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