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Hauke Wagner bärenstark – Trotz guter Leistung müssen sich die GRIZZLYS mit einem Punkt zufriedengeben

HILDESHEIM. Die Helios GRIZZLYS Giesen setzen den Trend fort. Wiederholt gehen sie in den entscheidenden Tiebreak. Können allerdings gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen das Auswärtspiel nicht für sich entscheiden. Mit 2:3 (25:20, 25:23, 23:25, 23:25, 14:16) unterliegen sie den Brandenburgern denkbar knapp. Damit sichern sie sich einen wichtigen Punkt, aber es wäre mehr drin gewesen.

GRIZZLYS Cheftrainer Itamar Stein schickte zunächst Jan Röling, Hauke Wagner, Stijn van Tilburg, Timon Schippmann, Pearce Eshenko, David Seybering und Libero Milorad Kapur in die Partie. Stammmittelblocker Magloire Mayaula wurde auf Grund von Knieproblemen geschont, soll aber in den anstehenden Februar-Spielen wieder zum Einsatz kommen. Die GRIZZLYS starteten etwas hektisch ins Spiel. Außenangreifer Stijn van Tilburg testete den Block der Netzhoppers gleich zweimal und auch in Folge leisteten sich die Giesener einen klassischen Fehlstart. Mit einer 5-Punkteführung ging es für die Gastgeber in die erste technische Auszeit. Gerade im Aufschlag und mit einem variablen Angriffsspiel setzten die Netzhoppers die GRIZZLYS unter Druck. Zwar konnte auf Seiten der Giesener Libero Milorad Kapur einige Male mit spektakulären Abwehraktionen und einer stabilen Annahme überzeugen, aber bis zum Stand von 18:14 gegen die GRIZZLYS konnten die Gäste nicht aufschließen. In der Folge wechselte Cheftrainer Itamar Stein im Zuspiel. Merten Krüger kam für Jan Röling. Nach starken Blockaktionen von David Seybering und harten Angriffsschlägen von Hauke Wagner erzwangen die GRIZZLYS dann den 18:18-Ausgeich. Es folgte der Führungswechsel. Beide Teams arbeiteten intensiv in der Abwehr, doch in dieser Phase behielten die Helios GRIZZLYS die Oberhand und erspielten sich beim Stand von 19:24, auch durch starke Sprungaufschläge von Jacob Kern, gleich mehrere Satzbälle. Der erste Satz endete nach einer furiosen Aufholjagd mit 20:25 für die Gäste.

In den zweiten Durchgang gingen die GRIZZLYS dann mit Merten Krüger im Zuspiel. Doch auch in diesem Satz hatten die Netzhoppers den besseren Start. Lange Ballwechsel entschieden die Gastgeber häufig für sich und erspielten sich damit eine 3-Punkteführung (6:3). Die Helios GRIZZLYS blieben weiter auf Schlagdistanz. In einer kämpferisch geprägten Partie konnten sie schließlich zum 6:6 ausgleichen. Im weiteren Verlauf des Satzes punkteten beide Teams sicher im Sideout. Mitte des Satzes konnte sich keine Mannschaft absetzen, vor allem Kapitän Hauke Wagner hielt die GRIZZLYS im Spiel und lediglich einige strittige Schiedsrichterentscheidungen ließen auf Giesener Seite vermehrt Unmut aufkommen, was sich im Verlauf der Partie fortsetzen sollte. Bis zum 21:21 wechselte die Führung mehrfach, doch in der Endphase des zweiten Durchgangs erkämpften sich die GRIZZLYS dann beim Stand von 22:24 Satzbälle und nutzen ihren zweiten zur 2:0-Satzführung.

Der dritte Satz entwickelte sich zu einem engen Kopf-an-Kopf-Rennen. Beide Teams versuchten nun viel Druck mit den eigenen Aufschlägen zu entwickeln, was allerdings auch eine hohe Fehlerquote zur Folge hatte. Erst der spätere MVP der Partie, Karli Allik konnte mit einem Ass zum 20:18 eine 2-Punkteführung für die Netzhoppers herausholen. Die Helios GRIZZLYS kamen noch einmal auf einen Punkt heran, doch beim Stand von 24:23 nutzten schlussendlich die Brandenburger ihren zweiten Satzball und vermiesten den Giesnern einen 3-Satzerfolg und damit auch eine schnelle Heimreise.

Mit 3:8 gingen die GRIZZLYS in die erste technische Auszeit des vierten Satzes. Gerade Kapitän Hauke Wagner konnte sein Können in dieser Phase immer wieder unter Beweis stellen. Doch diese deutliche Führung konnten die Niedersachsen nicht lange aufrechterhalten. Die Netzhoppers agierten gerade im Angriff klug und mit viel Übersicht. Auch vermehrte Eigenfehler und kritische Schiedsrichterentscheidungen zu Gunsten der Heimmannschaft ließen den Vorsprung immer wieder auf einen Punkt zusammenschmelzen. Zwar punktete Giesen stabil über Diagonlangreifer Hauke Wagner und Mittelblocker David Seybering, aber gerade die Außenangreifer der GRIZZLYS hatten ihre Mühe direkte Angriffspunkte zu erzielen. Eine weitere umstrittene Entscheidung des ersten Unparteiischen führte dann zum 19:19-Ausgleich. Es folgten Dikussionen, der Fokus der GRIZZLYS schien nun etwas verloren. Symptomatisch, dass der bis dahin so stark aufspielende Hauke Wagner zum 25:23 seinen Aufschlag ins Netz setze und damit den 2:2-Satzausgleich besiegelte.

Der abschließende Tiebreak musste nun die Entscheidung bringen. Und wie schon häufig in der Vergangenheit. Entwickelte sich zwischen den Teams ein emotionaler und enger Entscheidungssatz. Erinnerungen an die Auswärtspartie der GRIZZLYS gegen die Netzhoppers in der Saison 18/19 wurden wach. Damals endete das Marathon-Match im fünften Satz mit 30:28. Dieses Mal hatten die Netzhoppers die Nase im Tiebreak zunächst leicht vorn, die GRIZZLYS machten den ein oder anderen Aufschlagfehler mehr als die Gastgeber und doch konnte Kapitän Hauke Wagener zunächst zum 11:11 ausgleichen. Anschließend erspielten sich die Brandenburger dann erneut eine 2-Punkteführung und beim Stand von 14:12 zwei Matchbälle, die die GRIZZLYS jedoch noch abwehren konnten. Nach einer schwachen Annahme der GRIZZLYS verwandelten die Netzhoppers dann jedoch ihren dritten Matchball zum 16:14 im fünften Satz und sicherten sich zwei Punkte für den Kampf um die Playoff-Plätze und schickte die GRIZZLYS mit nur einem Punkt nach 138 Minuten Spielzeit nach Hause. Zum MVP auf Seiten der GRIZZLYS wurde Kapitän Hauke Wagner nach einer bärenstarken Leistung gekürt.

Trotz der Niederlage bleiben die GRIZZLYS mit einem Spiel weniger und einem Punkt mehr auf dem Konto in der Bundesliga-Tabelle vor den Netzhoppers. Die Giesener belegen derzeit Platz 7 und haben mit ihrem Restprogramm der Saison das Erreichen eines Playoffs-Platzes selbst in der Hand. Am kommenden Samstag steht nun erst einmal ein schweres Auswärtsspiel auf dem Programm gegen den aktuellen Tabellenführer der 1. Volleyball-Bundeliga, den VfB Friedrichshafen. Gegen den haushohen Favoriten wollen die Helios GRIZZLYS erneut überraschen und nicht mit leeren Händen zurückkommen, in einer so engen Saison zählt jeder Satz.

Zusätzliche Informationen und aktuelle Berichte zu den GRIZZLYS gibt es wie immer auf unserer Webseite (www.helios-grizzlys.de) oder bei Facebook (www.facebook.com/heliosgrizzlys). Instagram @heliosgrizzlys.

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Foto: Tobias Ullerich




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