Sonntag, 14. Dezember 2025

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Gebläsehalle: Veranstaltungen in Corona-Zeiten

ILSEDE. Die Veranstaltungsbranche gehört neben der Gastronomie und dem Tourismus zu den am härtesten getroffenen Branchen. Die Auswirkungen bekam auch das Team der Gebläsehalle zu spüren: „Seit Mitte März vergangenen Jahres haben keine Veranstaltungen mit unterhaltendem Charakter mehr stattgefunden“ sagt Projektleiter Krishna Freytag. „Tanzveranstaltungen wie die Ü30-Party, VengaVenga oder der traditionsreiche Weihnachtsball der Landjugend Solschen sind ebenso ausgefallen wie Abschlussbälle, Hochzeiten und Firmenfeiern“ so Freytag weiter. Dies habe sich auch deutlich in den Besucherzahlen niedergeschlagen: „statt wie bisher ca. 40.000 Gäste haben wir 2020 nur rund 6.000 Besucher begrüßen dürfen“.

Trotz der Herausforderungen sind die Buchungszahlen der Industriehalle nur mäßig zurückgegangen, freut sich Mohan Janssen: „die Tatsache, dass wir die größte Location in der Region sind, hat uns in die Karten gespielt. Bei uns ist es möglich, die zwingend erforderlichen Abstände einzuhalten. Zudem sind die Lüftungsanlagen der Gebläsehalle für bis zu 2.000 Gäste ausgelegt – wir haben also perfekte Voraussetzungen, um bei Veranstaltungen mit bis zu 180 Gästen eine gute Luftqualität

zu gewährleisten“. Ergänzt würden die technischen Merkmale durch weiche Faktoren, führt der Abteilungsleiter weiter aus: „Durch unser abgestimmtes Hygienekonzept und pandemische Vertragsklauseln haben wir es Veranstaltern ermöglicht, auch in der aktuellen Situation Buchungszusagen zu treffen“. Events, die sonst in Hotels oder kleineren Locations stattgefunden hätten, würden nun in der Gebläsehalle durchgeführt werden. „Dies betrifft nicht nur öffentlich relevante Events wie kommunale Sitzungen sondern auch berufliche Veranstaltungen wie beispielsweise Tagungen“, so Janssen weiter.

Auch als Film- und Fotolocation hat sich die Gebläsehalle etabliert: „Neben Hochzeitspaaren nutzen vermehrt Kunden aus der Industrie und dem Handel die Halle als Kulisse“ führt Projektleiterin Nina Kaiser aus. „Von 3d-Handscannern über Modekollektionen, E-Motorrädern bis hin zu Autos, die erst in einigen Monaten Marktreife erlangen – die Bandbreite ist vielfältig“, so Kaiser weiter. Damit sich einerseits die Möglichkeiten, die Halle für Film- und Fotoaufnahmen zu nutzen; andererseits auch die Kommunikationskanäle der Gebläsehalle erweitern, betriebt diese nun auch einen Instagram-Account: Er ist unter https://www.instagram.com/geblaesehalle zu erreichen.

Auf das weitere Jahr blickt das Team gespannt: „Wir gehen davon aus, dass ab dem zweiten Halbjahr viele Präsenzveranstaltungen, welche sonst für den Beginn des Jahres geplant waren, durchgeführt werden“ so Krishna Freytag: „Die Anfragesituation lässt zum derzeitigen Punkt diesbezügliche Entwicklungen erhoffen“, so der Projektleiter weiter. Diese Einschätzung sei vor dem Hintergrund der sich dynamisch entwickelnden Infektionslage allerdings eine Momentaufnahme, schränkt er gleichzeitig ein und ergänzt: „Hier werden sowohl wir als Location als auch unsere Dienstleister und Kunden gefordert werden: Wir erwarten kürzere Umbauphasen und pandemiebedingt eine potentiell geringere Auswahl an Dienstleistern.“.

Um auch im ersten Halbjahr – so es die Rahmenbedingungen zulassen – Veranstaltungen durchführen zu können, hat die Abteilung der Wirtschafts- und Tourismusfördergesellschaft des Landkreises Peine ein spezielles Angebot erstellt: „Insbesondere Vereine und Verbände stehen vor der Herausforderung, Sitzungen durchführen zu müssen“, erklärt Freytag. „Gemeinsam mit Dienstleistern haben wir daher ein kostengünstiges Pauschalpaket „geschnürt“, um dies zu ermöglichen“, führt er weiter aus. Weiterhin habe man sich auch in anderen Bereichen an die geänderten Rahmenbedingungen angepasst: „Unser Angebot ist explizit auch für kleinere Institutionen ausgelegt: es gilt schon ab 20 Personen.“

Auch auf den Bedarf, dass Events komplett virtuell oder aber hybrid – also sowohl vor Ort als auch digital – durchgeführt werden soll, hat sich das Team der Gebläsehalle eingestellt: „Wir verfügen über ein Studio, in dem Online-Events produziert werden“, so Kaiser. „Unter anderem finden hier die Aufnahmen zu „nachgefragt – dem Wirtschaftstalk der wito“ statt. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, Veranstaltungen aus der Halle zu streamen – der seit einem Jahr vorhandene Gigabit-

Internetanschluss bietet hier die entsprechenden Voraussetzungen.“ Nicht zu unterschätzen seien allerdings auch die Risiken, die sich mit der Durchführung von online-Events ergeben, ergänzt die Projektleiterin. „Zudem ist der Aufwand, ein wirklich mitreißendes und nachhaltiges Event im digitalen Format zu erstellen, sehr hoch – vermeintliche Einsparungen gegenüber Live-Events gibt es dann kaum noch“

So sieht sich die Eventmanagement-Abteilung der wito auch für die aktuelle Situation gut gewappnet. Das Team freut sich aber auch wieder auf emotionale Events „live und in Farbe“: „Positive und nachhaltige Erinnerungen und Erlebnisse mit anderen Menschen sind menschliches Grundbedürfnis“, so Mohan Janssen. „Digitale Formate können die echten Erlebnisse, Kreativitätsprozesse und kooperative Entwicklungen zwar unterstützen, aber nicht komplett ersetzen. Oder kurz: „you can’t email a handshake“.

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