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LAMSPRINGE/HILDESHEIM. Ein 20-jähriger Mann aus Lamspringe verfolgte zu Fuß am 07.05.2021, gg. 11.45 Uhr, in Lamspringe zwei junge Frauen in unangemessener Art, über einen längeren Weg und offensichtlich sexuell motiviert. Mithilfe der Gegenwart von Zeugen konnte ein direkter Übergriff verhindert werden. Die alarmierten Polizeibeamten des PK Bad Salzdetfurth konnten den bereits polizeilich bekannten Täter unmittelbar in Gewahrsam nehmen. Der Mann ist in den vergangenen Wochen bereits in Lamspringe und Hildesheim in der Öffentlichkeit mehrfach mit sexuell übergriffigen Verhalten gegenüber Frauen aufgefallen. In dessen Folge wurde er mehrfach zur Verhinderung weiterer Taten in polizeiliches Gewahrsam genommen.

Gleichzeit wurde dem beschuldigtem jungen Mann in Gefährderansprachen verdeutlicht, welche Folgen ihn erwarten, sollte er sein absolut nicht hinnehmbares Verhalten nicht unverzüglich einstellen. Da die zurückliegenden Maßnahmen keine nachhaltige Verhaltensveränderung bei dem jungen Mann zeigten, regten die Einsatzkräfte heute beim Amtsgericht Hildesheim einen erneuten Beschluss für ein Langzeitgewahrsam an. Diese Maßnahme nach dem Nds. POG dient der Gefahrenabwehr und damit dem Schutz potentieller weiterer Opfer. Die Richterin ordnete eine 10-tägige Unterbringung des Täters im polizeilichen Gewahrsam an. Der Beschuldigte muss sich weiter beim Polizeikommissariat Bad Salzdetfurth in sieben Fällen wegen Sexueller Belästigung, Beleidigung auf sexueller Grundlage sowie wegen Hausfriedensbruch verantworten.

Die Bevölkerung wird gebeten, weiterhin Fälle von sexuellen Übergriffen unverzüglich bei der Polizei über Notruf 110 zu melden, damit die Polizei weiter konsequent intervenieren kann. In den vergangenen Fällen hatten Lamspringer Bürgerinnen und Bürger sich gegenseitig geholfen und Schutz geboten. Diese Form von Zivilcourage ist absolut anerkennenswert. Darüber hinaus sollte immer auch die Polizei eingeschaltet werden. Auch Altfälle sind für die Polizei von Bedeutung.

Möglichkeiten sich bei sexueller Gewalt in der Öffentlichkeit zu verhalten:

  • Frauen dürfen darauf vertrauen, sich überall frei und sicher bewegen zu können. Dennoch kann bei der Wahrnehmung bedrohlicher Situationen ein Ausweichen Schutz bieten!
  • Lassen Sie sich nicht vom Angreifer provozieren oder in Diskussionen verwickeln!
  • Verlassen Sie die Situation so schnell es geht!
  • Machen Sie auf sich und das, was Ihnen gerade passiert aufmerksam! Sprechen Sie ggf. Passanten konkret an!
  • Siezen Sie den Angreifer; damit demonstrieren Sie Distanz!
  • Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Übergriff kommen, wehren Sie sich so gut es geht!
  • Beobachten Sie genau und prägen Sie sich Tätermerkmale ein!
  • Rufen Sie die Polizei über den Notruf 110 !
  • Erstatten Sie eine Anzeige!

Tipps für zivilcouragiertes Verhalten finden Sie unter www.aktion-tu-was.de

Hilfe für Betroffene von sexuellen Übergriffen gibt es bei:

  • Opferhilfebüro Hildesheim
  • Beratungsstelle Wildrose, Hildesheim

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