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Feriensprachcamp des KJN mit „Fantastischen Kindern“

HILDESHEIM. Seit 2019 veranstaltet das Kinder- und Jugendhaus Nordstadt (KJN) in den Sommerferien Feriensprachcamps zur Sprachförderung. Gefördert wird das unter dem Titel „Fantastische Kinder“ stehende Projekt von der Lotto-Sport-Stiftung Niedersachsen. In diesem Jahr konnten dank der Unterstützung des Inner Wheel Club Hildesheim, des Rotary Club Hildesheim-Rosenstock und der Bürgerstiftung Hildesheim zwei Camps – eines für 6- bis 10-Jährige und eines für 11- bis 13-Jährige – unter dem Motto „Alle sind anders. Alle sind gleich.“ auf die Beine gestellt werden.

Das einwöchige Camp für die älteren Kinder fand im Harz statt. In einem gemütlichen Gruppenhaus mit Selbstversorgung widmeten sich drei Jungen und acht Mädchen dem Roman „Pembo“ von Ayse Bosse. Viele Kinder haben in der Woche alle 272 Seiten begeistert gelesen – Taschenlampen für das heimliche Lesen unter der Bettdecke wurden vom KJN gestellt. Für jedes Kind wurden von der ganzen Gruppe Komplimente und positive Eigenschaften gesammelt und aufgeschrieben. „Diesen Zuspruch von anderen Mitmenschen zu erhalten, hat nicht nur die Kinder bewegt“, so KJN-Mitarbeiterin Madita Geneit. Fazit des Buches und auch der Fahrt war, dass jeder Mensch die anderen, aber auch sich selbst akzeptieren und respektieren sollte.

Das Feriensprachcamp für die jüngeren Kinder erstreckte sich über insgesamt zehn Tage. Die ersten fünf Tage fanden im KJN statt, überdies gab es einen Ausflug zum Familienpark Sottrum. Die Fortsetzung sollte nach dem Wochenende in der Marienroder Mühle stattfinden. „Diese Fahrt mit Übernachtung war insbesondere für die fünf Jungen und 11 Mädchen mit viel Vorfreude und Aufregung verbunden: Zum ersten Mal an einer Gruppenfahrt teilnehmen, woanders als Zuhause schlafen, mit anderen Kindern ein Zimmer teilen und beim Blick aus dem Fenster nicht die Stadt, sondern einen Fuchs, Hasen oder einfach nur Felder und Bäume im Morgennebel sehen – all das kann ganz schön aufregend sein“, berichtet Stephanie Terstappen (Leiterin KJN). Am Ende war die Aufregung jedoch eine ganz andere und hatte traurige Folgen: Aufgrund eines positiven Covid-19-Selbsttests eines Kindes mussten alle 16 Kinder vorsorglich in Quarantäne geschickt werden, der zweite Teil des Camps fiel somit aus. „Damit teilten die Kinder ein wenig das Schicksal ihres Romanhelden aus Angela Sommer-Bodenburgs Buch ‚Der kleine Vampir‘, so Terstappen weiter.

In der Geschichte des KJN, das jährlich mindestens eine Sommerfahrt sowie mehrere Wochenend- und Projektfahrten organisiert, war es der erste Sommer in den vergangenen 26 Jahren, in dem eine Fahrt abgesagt werden musste. Tröstlich für die Kinder, die den Abschluss ihrer Sommerferien in relativer Isoliertheit verbringen mussten, war die weitere digitale Betreuung durch die beiden Lehramtsstudentinnen Ebru Cetinkaya und Joan Willms, die das Konzept zur Vermittlung von Sprache und Literatur erarbeitet haben. Mithilfe einer digitalen Pinnwand, auf der Texte, Bilder, Videos, Links, Sprach- und Bildschirmaufnahmen sowie Zeichnungen abgelegt werden können, hielten sie Kontakt zu den Kindern, lasen ganze Kapitel aus dem Buch vor und regten die Kinder an, über das Vorgelesene nachzudenken und sich durch Bastelangebote kreativ mit dem „Kleinen Vampir“ auseinanderzusetzen. Zudem erhielt, wie in jedem Jahr, jedes Kind ein Exemplar des im Feriensprachcamp gelesenen Buches.

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