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Silberahorn in der Jahnstraße ist nicht zu retten

HILDESHEIM. In der kommenden Woche muss der ortsbildprägende Silberahorn in der Jahnstraße auf der Grünfläche vor der Realschule leider gefällt werden. Die Ergebnisse mehrmaliger eingehender Baumuntersuchungen lassen aus Verkehrssicherungsgründen leider keine andere Möglichkeit zu. Es handelt sich um einen unter besonderem Schutz stehenden, mehrstämmigen Silberahorn (Acer saccharinum), der schätzungsweise 100 bis 120 Jahre alt ist.

Aufgrund massiven Mistelbefalls, der bei dieser Baumart häufig vorkommt, ist der Baum – ein Naturdenkmal – bereits seit 2016 im Fokus der städtischen Baumpflege/-kontrolle. Seinerzeit wurden nach häufigeren Astabbrüchen Misteln entfernt, 2019 ein Kronenregenerationsschnitt vorgenommen, damit sich der Baum wieder erholen kann. Die Krone wurde zudem entsprechend gesichert. Darüber hinaus wurden alle mit Misteln besetzten Äste mit einer biologisch abbaubaren Spezialfolie umwickelt, welche die weitere Vermehrung der unter der Rinde lebenden Mistelansätze verhindern sollte. „Leider brachten diese Maßnahmen nicht den erhofften Erfolg. Der Silberahorn zeigt hohen Vitalitätsverlust und starke Absterbeerscheinungen. Totholzbesiedelnde Pilze (sog. Saprophyten) sind an den Ästen im Kronenbereich deutlich erkennbar, sodass dadurch wiederholt stärkere Äste abgebrochen sind“, erklärt der städtische Baumkontrolleur Holger Stechel. „Auch der Befall durch den Brandkrustenpilz (Kretzschmaria deusta) an einem Stämmling wirkt sich negativ für den Baum aus. Dieser Pilz befällt bevorzugt die Wurzelanläufe am Stammfuß eines Baumes sowie Wurzelhälse im Bodeninneren und verursacht eine aggressive Weißfäule.“

Um einen ökologischen Ausgleich für die Fällung zu schaffen, werden auf der Fläche Neuanpflanzungen mehrerer Bäume vorgenommen.

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