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Blühfläche Lerchenkamp: Mehr Arten als eingesät!

HILDESHEIM. Auf dem Teilstück der geräumten ehemaligen Kleingartenanlage Niedersachsen am Lerchenkamp ist im Rahmen des Projekts „StadtGrün naturnah“ im Mai eine neue Blühfläche eingesät worden, die mit rund 20.000 qm² Fläche größer ist als alle bisher im Stadtgebiet angelegten 35 Blühflächen zusammen. Mit noch größerem Erfolg als gedacht: Eine floristische Bestandsaufnahme des Ornithologischen Vereins zu Hildesheim (OVH) hat Anfang September ergeben, dass dort mehr Pflanzenarten aufgeblüht sind als ursprünglich eingesät. Unter den knapp 40 registrierten, nicht eingesäten Arten dominierten Beifuß (Artemisia vulgaris), Späte Goldrute (Solidago gigantea) und Kompass-Lattich (Lactuca serriola). Außer den eingesäten und den zahlreichen spontan aufgekommenen einjährigen Arten wurden auch etliche Pflanzen festgestellt, die zuvor in den Kleingärten beheimatet waren. Auf der Blühwiese, deren Vegetation bis zu 150 cm hoch ist, dominieren ansonsten Perser-Klee und Alexandriner-Klee. Zahlreiche Insekten haben auf der Fläche neue Lebensräume gefunden. Da die früher im Jahr blühenden Arten nicht mehr identifiziert werden konnten, ist eine weitere Erfassung im Frühsommer 2022 geplant.

Die Stadt Hildesheim setzt seit Jahren verstärkt auf die naturnahe Gestaltung ihrer Grünflächen, schafft damit Lebensräume für Tiere und Pflanzen und leistet so einen wichtigen Beitrag für das Klima und die Artenvielfalt. Und ganz nebenbei werden die Flächen auch optisch attraktiver gestaltet – so wie am Lerchenkamp. Bereits im Herbst 2019 wurde die Stadt Hildesheim als eine von nur 14 Kommunen bundesweit mit dem Label „StadtGrün naturnah“ für die naturnahe Gestaltung von Grünanlagen ausgezeichnet worden. Die Zertifizierung gilt für drei Jahre. In dieser Zeit werden Maßnahmen die im Arbeitskreis des Labels erarbeitet wurden, umgesetzt. Hierzu gehört zum Beispiel eine extensive Wiesenpflege, die Aussaat von gebietsheimischem Blühpflanzensaatgut, eine weitere Steigerung der Artenvielfalt im Baumbestand und eine Verbesserung der Strauchpflegemaßnahmen um Lebensräume für Tiere zu schaffen. Zum Arbeitskreis des Labels zählen unter anderem Vertreterinnen und Vertreter von Naturschutzverbänden, der Uni Hildesheim, des Bistums Hildesheim, der Verwaltung und der Politik.

Die erste Blühfläche im Stadtgebiet wurde 2014 in der Hammersteinstraße angelegt. Mit Erfolg: Die Resonanz war so positiv, dass in den folgenden Jahren weitere Blühflächen im ganzen Stadtgebiet folgten. So wurde das optische Erscheinungsbild verbessert, der Pflegeaufwand vereinfacht, Lebensraum für Tiere, insbesondere Insekten entstand und die Reaktionen aus der Bevölkerung waren durchweg positiv.

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