Samstag, 6. Dezember 2025

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Sicherheit der Menschen geht vor: Sparkasse schließt ab 15. August 2022 vorübergehend SB-Standorte, über denen sich Wohnungen befinden

Seit Monaten überziehen Kriminelle die Region mit Sprengangriffen auf Geldautomaten. Die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine musste wie andere Banken schon mehrere Angriffe erleben. Dabei entstand erheblicher Sachschaden, der auch zum längeren Ausfall ganzer Standorte führte.

Um Angriffe zu vermeiden, hat die Sparkasse seit längerer Zeit umfassende Anpassungen der Sicherungsmaßnahmen vorgenommen und weitere veranlasst. „Wir setzen zum Beispiel Einfärbesysteme und Vernebelungstechnik der neuesten Generation ein. Dies führte dazu, dass bei den letzten Anschlägen kein Geld erbeutet wurde. Leider können wir bestimmte Sicherungsmaßnahmen, wie zum Beispiel die Verklebetechnik, die im europäischen Umland verwendet wird, aufgrund fehlender Zulassung in Deutschland noch nicht einsetzen“, sagt Pressesprecherin Elke Brandes.

Trotz der Maßnahmen ist die Gefahr weiterer Angriffe vorhanden. Zudem gehen die Täter immer skrupelloser vor. Insbesondere die Gefahr für Leib und Leben von Menschen muss dabei betrachtet werden. Da sich über oder neben mehreren SB-Bereichen der Sparkasse direkt Wohnungen befinden, werden einige SB-Standorte ab 15. August 2022 vorübergehend außer Betrieb genommen. Zusätzlich wird die Möglichkeit der Barein- und -auszahlung an Geldautomaten an einzelnen Standorten auf die Geschäftszeiten beschränkt. Diese Regelung ist ebenfalls temporär und gilt ab 15. August 2022.

„Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Denn sie bedeutet eine erhebliche Einschränkung für unsere Kunden an den betroffenen Standorten. Aber wenn es um die Gefahr geht, dass Menschen zu Schaden kommen, ist diese Entscheidung alternativlos. Menschenleben hat für uns oberste Priorität“, betont Elke Brandes.

Die Sparkasse steht im engen Austausch mit der Kriminalpolizei. Gemeinsames Ziel ist es nicht nur, Täter vergangener Sprenganschläge zu ergreifen, sondern auch potentielle künftige Täter abzuschrecken und solche Angriffe für Kriminelle unattraktiv zu machen. Davon ist auch die Dauer der getroffenen Maßnahmen abhängig. „Wir arbeiten mit Hochdruck an zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen, um die Einschränkungen so schnell wie möglich wieder aufheben zu können. Unsere Kunden informieren wir vor Ort über Aushänge“, so Elke Brandes. Bargeldversorgung sei auch in Supermärkten möglich. Im Zuge der Corona-Pandemie habe zudem das bargeldlose Bezahlen erheblich an Bedeutung gewonnen. „Aufträge, zum Beispiel Überweisungen, können unsere Kunden ganz bequem über das Online-Banking oder telefonisch in unserem Service Center erteilen. Für weniger mobile Kunden bieten wir nach wie vor die Möglichkeit, sich Bargeld zuschicken zu lassen.“ Die Mitarbeitenden seien bei allen Anliegen gern behilflich.

„Wir bitten unsere Kunden um Verständnis für unsere Maßnahmen. Niemand wird wollen, dass Menschen verletzt werden. Leider zwingen uns die Täter derzeit zu diesen drastischen Eingriffen“, appelliert Brandes abschließend.

Die folgenden Standorte der Sparkasse sind betroffen:

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