Sonntag, 23. März 2025

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St. Bernward Krankenhaus feiert Richtfest – Das neue Klinikgebäude steht 

Auf der Baustelle am St. Bernward Krankenhaus (BK) geht es mit großen Schritten voran: Heute hat  das Krankenhaus gemeinsam mit dem Architekturbüro Schonhoff, den beteiligten Bauunternehmen  sowie mehr als 100 geladenen Gästen das Richtfest gefeiert.  

„Wir freuen uns, diesen Meilenstein mit ihnen allen gemeinsam feiern zu können“, begrüßte BK Geschäftsführerin Karen Thiele die Gäste im zukünftigen Eingangsbereich des Neubaus. Ihr  besonderer Dank gelte den Architekten und allen am Bau Beteiligten sowie dem Land Niedersachsen,  das den Neubau mit 58 Millionen Euro gefördert hat. „Außerdem möchte ich mich bei unseren  Mitarbeitenden, unseren Patienten und ihren Angehörigen für ihre Geduld und ihre Unterstützung  während der laufenden Baumaßnahme bedanken.“  

Die Vorbereitungen für den Neubau starteten weit vor der Entstehung des Rohbaus. Bereits im  Sommer 2020 wurden der Haupteingang und die Liegenvorfahrt für die Rettungswagen auf die  Rückseite des Hauses verlegt und die Notaufnahme umstrukturiert. Auch die haustechnische  Infrastruktur z.B. Elektrotrassen und Abwasserleitungen wurden angepasst.  

Die eigentlichen Bauarbeiten begannen mit dem Abriss des alten Verwaltungsgebäudes an der Ecke  Treibestraße / Neue Straße im Juli 2021 und dem anschließenden Aushub der Baugrube im  Dezember 2021. Insgesamt wurden 19.000 Kubikmeter Erde aus dem Baustellenbereich abgefahren,  was etwa 1200 LKW-Ladungen entspricht. 

Der Aushub der Baugrube war aufgrund der direkt angrenzenden Gebäude, des hohen  Grundwasserspiegels und des morastigen Untergrunds kein leichtes Unterfangen. So mussten z.B. die  vorhandenen Fundamente der an die Baustelle angrenzenden Gebäude mit Beton unterspritzt  werden, um sie zu verstärken und ein Absacken zu verhindern. Zudem musste die Baugrube mit einer sogenannten „überschnittenen Bohrpfahlwand“ gesichert werden, die verhinderte, dass Wasser aus  Hildesheims unterirdischem Bach, der Treibe, einsickern konnte. Die Gesamtlänge der Wand beläuft  sich auf 3.800 Meter, verbaut wurden etwa 2.400 Kubikmeter Beton und 200 Tonnen Stahl. Jeder  Bohrpfahl hat dabei einen Durchmesser von 90 Zentimetern, die Länge variiert zwischen acht und 15  Metern.

Dank des Neubaus vergrößert sich die Nutzfläche des St. Bernward Krankenhauses um etwa 3000  Quadratmeter. Die Bettenanzahl bleibt bei 502 Betten, von denen sich 161 künftig im neuen  Gebäude befinden werden. Das Kellergeschoss wird das Technikgeschoss, zudem werden hier künftig  die Bettenaufbereitung, die Wäscheversorgung und die Zentrale Personalumkleide angesiedelt sein.  Im Erdgeschoss befindet sich der künftige Haupteingang mit Empfangstresen, Patientenaufnahme,  Gastronomie und einem Veranstaltungsraum. Auch die erweiterte Notaufnahme wird hier ihren Platz  finden, ebenso die Pränataldiagnostik.  

Der erste Stock wird zur Ambulanzebene für die Gynäkologie, die Geburtshilfe, die Kinderklinik und  die Kindertagesklinik. Der zweite Stock beherbergt die geriatrische Station mit großzügigen Zimmern,  welche auf die Bedürfnisse der Altersmedizin eingerichtet sind.  

Das neue Eltern-Kind-Zentrum „thea“ erstreckt sich über die Etagen drei bis fünf: Auf der dritten  Ebene befindet sich dabei die Frauenklinik mit geburtshilflicher und gynäkologischer Bettenstation,  auf der vierten Ebene die Kinderklinik mit einer Bettenstation für Patienten der Kinder- und  Jugendmedizin und Kinderchirurgie sowie auf der fünften Ebene der Kreißsaalbereich und die  Neonatologie mit Frühgeborenen- und Kinderintensivstation. 

In das sechste Stockwerk zieht die Palliativstation, welche unter anderem mit großen Zimmern,  Schlafgelegenheiten für Angehörige, einem Gemeinschaftsraum und einer begrünten Dachterrasse  ausgestattet sein wird. Darüber befindet sich das Dachgeschoss, in dem die raumlufttechnischen  Anlagen untergebracht sein werden.  

Der Rohbau besteht aus 11.500 Kubikmetern Beton und etwa 1500 Tonnen Stahl. Bei der Planung  haben sich das Krankenhaus und das Architektenbüro eng mit der Denkmalpflege, der Stadt  Hildesheim und der Landesdenkmalpflege abgestimmt, um die besonderen Anforderungen der  denkmal- und ensemblegeschützten Nachbarschaft und des Weltkulturerbes zur erfüllen. Die  Klinkerfassade besteht aus sogenannten Wasserstrichziegeln, die bei ihrer Herstellung in einer Form  gebacken wurden. Die Vor- und Rücksprünge der Fassade nehmen dabei Bezug auf die anliegende  Backsteinarchitektur der angrenzenden Gebäude.  

Die Baukosten liegen derzeit bei rund 90 Millionen Euro – davon hat das Land Niedersachsen den  Neubau mit 58 Millionen Euro gefördert, die Differenz trägt das Krankenhaus selbst. 

PR
Fotos: St. Bernward Krankenhaus

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