Samstag, 6. Dezember 2025

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Solidarität statt Abschottung: Demonstration für eine menschliche Migrationspolitik

„Kein Mensch ist illegal!“: Die Initiative Solidarischer Herbst ruft für Samstag, den 27.09.25 um 14 Uhr am Angoulêmeplatz zu einer Demonstration für eine solidarische Migrationspolitik auf. Die Versammlung richtet sich gegen Abschiebungen, gegen die zunehmende Abschottung Europas und für die Anerkennung sowie Unterstützung ziviler Seenotrettung. Die Demonstration ist aus der aktuell stattfindenden Dauermahnwache „Solidarischer Herbst“ hervorgegangen.

Während des „Solidarischen Herbstes“ haben Bürger*innen Hildesheims zwei Wochen lang in der Steingrube ein Zeichen der Solidarität mit Menschen auf der Flucht gesetzt. Bei Vorträgen, Filmen, Workshops, Kinderprogramm und Musikveranstaltungen haben sich zahlreiche Bürger*innen kennen gelernt, ausgetauscht und vernetzt. „In diesen zwei Wochen ist auf der Steingrube ist ein wunderbares, bereicherndes Miteinander erlebbar geworden.“ sagt Kim Moormann von der Initiative.

Zur Vorbereitung und Planung der Demonstration wurde, ebenso wie zum Camp, öffentlich eingeladen. Der Initiative ist es wichtig, dass sich alle interessierten und solidarischen Bewohner*innen Hildesheims daran beteiligen können. Das Vorbereitungsteam der Demo setzt sich neben Gründer*innen der Initiative auch aus einigen neu dazugestoßenen zusammen.

Eine Migrationspolitik, die die Würde jedes Menschen respektiert und auf Solidarität statt Abschottung setzt, ist nur eins der Anliegen, auf das die Veranstalter*innen der Demonstration aufmerksam machen wollen. Dazu gehört der Stopp von Abschiebungen und die Einführung eines umfassenden Bleiberechts, eine klare Absage an rassistische Medienkampagnen sowie die Forderung einer staatlichen Anerkennung und Unterstützung ziviler Seenotrettung. „Unser Wunsch ist die Errichtung sicherer und legaler Fluchtwege nach Europa“ sagt Ben Hiller vom Vorbereitungsteam der Demo.

Damit möchte die Initiative „Solidarischer Herbst“ eine Gegenposition zur aktuellen Politik setzen. Während Menschen auf der Flucht weiterhin ihr Leben riskieren müssen, nimmt die Bundesregierung eine Verschärfung der Situation in Kauf und setzt und zunehmend auf Abschottung. Statt sichere Fluchtwege zu schaffen, werden Abschiebungen forciert und die Arbeit ziviler Seenotrettungsorganisationen kriminalisiert. Diese Politik verstößt nicht nur gegen grundlegende Menschenrechte, sondern fördert eine Atmosphäre der Angst und Entmenschlichung.

Geflüchtete Menschen werden zunehmend Stigmatisierung, Diskriminierung und institutionellem Rassismus ausgesetzt – im Alltag sowie in behördlichen Strukturen. Hinzu kommt eine mediale Berichterstattung, die oft rassistische Stereotype reproduziert, Vereinfachungen zulässt und Vorurteile weiter schürt.

Der gesellschaftliche Spaltung, die durch Rassismus und Ausgrenzung und die derzeitige Migrationspolitik erzeugt wird, möchte die Initiative etwas entgegensetzen und solidarische Antworten auf die Schikane gegen Geflüchtete finden, auch auf das aktuelle Projekt der Einführung der Bezahlkarte in Hildesheim.

„Die Menschenwürde gilt universell – für alle, ohne Ausnahme. Das bedeutet: Kein Mensch ist illegal“ betont Tin Dimitriou , eine der Organisator*innen.

„Alle Bürger*innen sind herzlich eingeladen, sich an der Demonstration zu beteiligen und ein starkes Zeichen gegen Rassismus, Abschottung und Menschenrechtsverletzungen zu setzen. Die Demonstration endet bei der Dauermahnwache an der Steingrube, wo es zum Ausklang noch ein kleines Konzert und ein gemeinsamen Essen gibt.“

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Foto: Celler Presse (Archiv)

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