Dienstag, 16. Juni 2026

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#rettedeintheater fordert Taten statt Worte bei der Theater- und Orchesterfinanzierung – Postkartenaktion und Demo in Hannover

Mit einer niedersachsenweiten Postkartenaktion und einer Demonstration am 29. April 2026 in Hannover macht das Bündnis #rettedeintheater erneut auf die massiven finanziellen Schwierigkeiten der Theater in Niedersachsen aufmerksam.

Das Bündnis fordert eine nachhaltige und verlässliche Finanzierung der Theaterlandschaft. Hintergrund ist eine strukturelle Unterfinanzierung: Öffentliche Zuschüsse steigen seit Jahren nicht im gleichen Maße wie Betriebskosten und tariflich gebundene Personalkosten. Die Folgen sind bereits jetzt spürbare Einsparungen und künstlerische Einschränkungen. Die Theater fordern 25 Millionen Euro über die nächsten 5 Jahre.

Durch die knappen Fördergelder ist im Bereich der Freien Theater die Einhaltung der an den tariflichen Mindestgagen orientierten Honoraruntergrenze häufig nicht möglich, die Arbeitsbedingungen sind vielfach prekär. Deshalb braucht es mindestens die Verstetigung der Projektmittel in Höhe von 750.000- Euro pro Jahr sowie einen substanziellen Aufwuchs der Spielstättenförderung für die 30 freien Theaterhäuser in Niedersachsen.

Finanzielle Engpässe, sowohl bei den freien als auch bei den öffentlich getragenen Theatern und Orchestern, wurden bislang lediglich kurzfristig, punktuell und nicht ausreichend politisch ausgeglichen. Nach wie vor ist eine solide Finanzierung für die niedersächsischen Theater nicht gegeben.

Besondere Dringlichkeit erhält die Situation durch den anstehenden Doppelhaushalt 2027/2028 des Landes Niedersachsen, der die Investitionen in die Kultur im ganzen Land gleich für 2 Jahre festschreiben wird. In diesem Verfahren besteht nur eine zentrale politische Möglichkeit, zusätzliche Mittel einzuwerben. Nach aktuellem Stand sind jedoch nicht ausreichend hohe Gelder von Minister Mohrs für die Finanzierung der Theater in diesen Haushaltsplan eingestellt worden. Niedersachsen und die Kommunen befinden sich bereits seit Jahren auf dem vorletzten Platz im Vergleich der Pro-Kopf-Ausgaben für die Kultur der Länder, ist aber nicht das zweitärmste Bundesland. Wird der Etat nicht substanziell erhöht, droht weiterer Kulturabbau mit allen negativen Folgen für Standort-Attraktivität, Lebensqualität und Tourismus.

#rettedeintheater ist ein Zusammenschluss von Beschäftigten der freien, kommunalen und staatlichen Theater in Niedersachsen sowie des Göttinger Symphonieorchesters. Ziel ist es, die Theaterfinanzierung langfristig abzusichern, Planungssicherheit zu schaffen und weiteren Stellenabbau sowie künstlerische Einschnitte zu verhindern.

Aufruf zur Teilnahme:
Die Initiator:innen rufen die Öffentlichkeit dazu auf, sich an der Postkartenaktion zu beteiligen und an der Demonstration, die am 29. April 2026 um 10:30 am Bahnhofsvorplatz in Hannover startet, teilzunehmen.

PR
Foto: ChatGPT