Frauenleiche in Sehnde/- Höver: Anklage wegen Totschlags erhoben

HILDESHEIM. Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat Anklage gegen den 32-jährigen Ehemann der am 27.05.2018 in einem Wirtschaftsweg nahe Höver tot aufgefundenen 32-jährigen Frau aus dem Landkreis Hildesheim erhoben.

Nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen ist der Angeschuldigte dringend verdächtig, seine Ehefrau am Vormittag des 17.05.2018 nach einem Streit auf bisher nicht bekannte Weise getötet zu haben. Der Angeschuldigte soll sechs Tage zuvor erfahren haben, dass seine Ehefrau ein Verhältnis mit seinem Chef habe.

Nachdem er die Leiche zunächst im Wohnhaus versteckt haben soll, soll er sie am Morgen des 18.05.2018 mit dem Pkw der Verstorbenen, einem Peugeot 206CC, am späteren Auffindeort abgelegt haben. Die Verstorbene war am Abend des 18.05.2018 von einer Arbeitskollegin als vermisst gemeldet worden, nachdem sie bereits den zweiten Tag nicht zur Arbeit erschienen war.

Die Ermittlungen wurden zunächst als Vermisstensache geführt, nachdem der Angeschuldigte gegenüber den ermittelnden Beamten angegeben hatte, seine Frau habe ihn vermutlich verlassen und sei bei einem anderen Mann.

Der Angeschuldigte, der aufgrund von Widersprüchen in seinen Vernehmungen bereits schnell in das Visier der Ermittler gerückt war, wurde am 22.06.2018 dem Haftrichter vorgeführt und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Er hat den Tatvorwurf bestritten und behauptet, einer der Liebhaber seiner Frau habe ihr mit dem Tode gedroht.

Die intensive und akribische Ermittlungsarbeit einer mehrköpfigen Ermittlungsgruppe der Polizeiinspektion Hildesheim führte zu dem Ergebnis, dass der Angeschuldigte, der eingeräumt hat, über sein eigenes Handy auf den Facebook-Account seiner Frau Zugriff gehabt zu haben, am 18.05.2018 Nachrichten von deren Account unter anderem an sich selbst verschickt haben soll, um vorzutäuschen, dass sie noch am Leben sei.

Demgegenüber haben Zeugen bekundet, dass die Verstorbene ihren Account bereits länger nicht mehr genutzt habe, da sie gewusst habe, dass der Angeschuldigte sie ausspioniere.Ferner ergab die Auswertung einer bei dem Angeschuldigten sichergestellten SD-Karte, auf der eine Navigationssoftware installiert war, GPS-Daten für den Morgen des 18.05.2018 in der unmittelbaren Nähe des Leichenablageortes.

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